Rosenmüller: „Kann auf höchstem Niveau mithalten“
Die Saison 2025 war für Thomas Rosenmüller ein Jahr der Premieren, Erkenntnisse und Entwicklungen. In seiner ersten vollständigen Spielzeit auf der PGA Tour blickt der 28-Jährige mit gemischten, aber überwiegend positiven Gefühlen zurück.
„Es war unglaublich, mit den besten Golfern der Welt zu spielen“, sagt Rosenmüller im Gespräch mit Golf.de. „Gleichzeitig hatte ich mir mehr erhofft.“ Der Saisonstart verlief alles andere als ideal: Krankheitsbedingt kam der Münchner nur schwer in Tritt und brauchte bis etwa März, um wieder vollständig fit zu werden. „Das hat mich zu Beginn definitiv zurückgeworfen.“
Insgesamt absolvierte Rosenmüller 26 Turniere, schaffte 16-mal den Cut und erreichte vier Top-25-Platzierungen. In der Saisonwertung belegte der Spieler des Elite Team Germany Rang 151 im FedExCup, was am Ende nicht zum Erhalt der Tourkarte reichte. Dennoch zeigt die Tendenz klar nach oben: „Gerade das Saisonende war für mich persönlich sehr positiv. Auch wenn ich die Spielberechtigung verloren habe, sind viele Dinge in die richtige Richtung gegangen.“
Stärke von Tee bis Grün
Besonders zufrieden ist Rosenmüller mit seinem Ballstriking. „In den Statistiken des langen Spiels war ich größtenteils unter den Top 30 der Tour“, erklärt er. Gemeinsam mit seinem langjährigen Trainer Ken Williams hat er seinen Schwung durch gezielte Anpassungen stabilisiert. „Egal, ob Greens in Regulation oder Proximity zum Loch – ich war in diesen Bereichen sehr gut und konnte mir viele Chancen erarbeiten.“
Verbesserungspotenzial sieht er klar im kurzen Spiel und beim Putten. „Das zeigen auch die Statistiken“, gibt er offen zu. Während der Wyndham Championship holte er sich dafür zusätzliche Unterstützung ins Team – mit sofortigem Effekt: „Bis zum Jahresende habe ich keine Schläge mehr auf den Grüns verloren und meine Ergebnisse haben sich direkt verbessert.“
Ein besonderer erster Eindruck
Sein persönliches Highlight war der erste Start auf der PGA Tour, bei dem er direkt den Cut in Hawaii schaffte. „Das war ein besonderer Moment, der mir viel Selbstvertrauen gegeben hat.“ Die wichtigste Lehre aus dem Jahr 2025 fasst Rosenmüller selbstbewusst zusammen: „Mein Golfspiel kann auf höchstem Niveau mithalten. Mit ein paar Verbesserungen beim Putten und im kurzen Spiel macht man den Unterschied zwischen einer Top-Platzierung und Platz 30 aus.“
Lieblingsschläger: Driver – „immer verlässlich“
Problemzone: Putter – „zumindest über weite Teile der Saison“
Blick nach vorn
Die Vorbereitung auf das kommende Jahr hat bereits begonnen. „Ich möchte körperlich und spielerisch neue Level erreichen und den Offseason-Plan konsequent umsetzen“, sagt Rosenmüller. Die Motivation ist dabei größer denn je. Auch wenn die erste Saison auf der PGA Tour nicht mit dem erhofften Verbleib gekrönt wurde, steht fest: Thomas Rosenmüller hat bewiesen, dass er mit den Besten der Welt mithalten kann. Genau darauf will er im nächsten Kapitel seiner Karriere aufbauen, wenn es zurück auf die Korn Ferry Tour geht.








