Rosenmüller kämpft und startet mit 65
Es geht um nichts weniger als die Tour-Karte für die Saison 2026: Jeremy Paul und Thomas Rosenmüller sollten bei der RSM Classic, dem Abschluss-Event der PGA Tour 2025 in Georgia, unbedingt weit vorne landen, um ihre Spielberechtigung, die beide gemeinsam vor einem Jahr ergattert hatten, zu behalten. Durchgang eins im Sea Island GC ist absolviert. Der Münchener Rosenmüller erwischte zwar einen nervösen Start und schrieb ein frühes Bogey, fand dann aber in seinen Rhythmus und unterschrieb am Ende eines windstillen Tages eine 65 (-5), die ihm einen Platz im vorderen Mittelfeld beschert.
Es war ohnehin ein Tag, an dem die Scores sehr tief lagen, denn die Bedingungen gaben das einfach her. Knapp an einer 59 vorbei schrammte der US-Amerikaner Doug Ghim, der auf der letzten Bahn das Birdie knapp verpasste und auf dem Seaside Course den Platzrekord von 60 Schlägen einstellte. Mit gesamt -10 teilt Ghim die Führung nach 18 Löchern mit Rico Hoey (Philippinen) und Davis Thompson (USA), die beide auf dem Kurs Plantation unterwegs waren. Letzterer ist Sohn von Turnierdirektor Todd Thompson.
Während Rosenmüller nach der Auftaktrunde Rang 23 unter anderen mit Thorbjørn Olesen und Routinier Matt Kuchar teilt, liegt Elite-Team-Germany-Kollege Jeremy Paul nur einen Schlag dahinter in Lauerstellung (-4). Der Zwillingsbruder von Yannik Paul, der vor kurzem seine Karte auf der DP World Tour verloren hatte, lag vier unter nach neun Löchern, konnte seinen Score bis zum letzten Putt des Tages aber nicht mehr verbessern. Im Project Ranking macht das Duo Rosenmüller/Jeremy Paul damit aber nur einen kleinen Schritt und wird sich steigern müssen, um die Karte für Liga eins zu halten. Andernfalls müssen die beiden den Umweg über die Mitte Dezember anstehende Q-School gehen, bei der erstmals die fünf besten Spieler ohne geteilte Plätze eine Tourkarte erhalten.
Mit Stephan Jäger und Matti Schmid haben zwei Deutsche das Ticket für die PGA Tour 2026 bereits sicher in der Tasche. Während Schmid kurz nach seinem 28. Geburtstag pausiert, geht es bei der RSM Classic für den Münchener Jäger durchaus noch um etwas, denn: Der Houston-Open-Champion 2024 kämpft als 66. der Rangliste noch um den Sprung in die Top 60 und damit um die Qualifikation für die ersten beiden Signature Events des kommenden Jahres. Jäger musste sich auf dem Plantation Course allerdings mit einer 71 (-1) zufrieden geben und rangiert im hinteren Mittelfeld.









