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Fühlt sich von der DP World Tour ungerecht behandelt: Jon Rahm. | © golfsupport.nl/Ben Hsu/ism

Rahm: „Weiß nicht, welches Spiel sie gerade spielen“

Jon Rahm hat scharf gegen die Bedingungen der DP World Tour protestiert. Im Vorfeld des LIV-Golf-Turniers in Hongkong erklärte der 31-jährige Spanier, warum er im Gegensatz zu acht anderen LIV-Profis keine Sondergenehmigung („Conditional Release“) unterzeichnet hat. „Ich weiß nicht, welches Spiel sie gerade spielen“, sagte Rahm. „Aber es wirkt so, als würden sie unseren Einfluss auf Turniere ausnutzen, uns gleichzeitig bestrafen und auf beiden Seiten profitieren wollen. In gewisser Weise erpressen sie Spieler wie mich.“

 

Hintergrund: Acht LIV-Profis – darunter Rahms Teamkollege Tyrrell Hatton – haben die Auflagen der Tour akzeptiert. Dazu gehören:

 

  • Zahlung aller offenen Geldstrafen
  • Rückzug laufender Einsprüche
  • Teilnahme an einer festgelegten Anzahl von DPWT-Events inklusive Medienterminen.

 

Für Rahm liegt der zentrale Streitpunkt in der geforderten Mindestanzahl von sechs Turnieren. Zwei davon würde die Tour bestimmen. Laut Regularien sind jedoch vier Starts ausreichend, um die Mitgliedschaft – und damit auch die Ryder-Cup-Spielberechtigung – zu erhalten. „Ich habe ihnen gesagt: Reduziert es auf vier Turniere, wie es das Minimum vorsieht, und ich unterschreibe noch heute”, erklärte Rahm. „Aber ich weigere mich, sechs Events zu spielen. Das steht so nicht in den Regeln.“

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Millionenstrafe im Raum

Laut Berichten schuldet Rahm der DP World Tour Strafzahlungen in Höhe von rund zwei bis drei Millionen US-Dollar. Diese resultieren aus Starts bei LIV-Events, die parallel zu Turnieren der DP World Tour stattfanden. Rahm betont, er habe stets das Minimum an Turnieren gespielt – inklusive der Open de España – und wolle das auch künftig tun. „Ich möchte frei entscheiden können, wo ich spiele, und nicht vorgeschrieben bekommen, was ich zu tun habe.“

 

Sollte Rahm bei seiner Haltung bleiben, droht ihm eine Sperre für den Ryder Cup 2027 in Limerick. Der Spanier war bei den vergangenen vier Austragungen Teil des europäischen Teams und gewann dreimal den Titel. Während Hatton mit seiner Unterschrift die Spielberechtigung sicherte, bleibt Rahm auf Konfrontationskurs.

 

Auch Rory McIlroy hatte die Haltung der DP World Tour zuletzt verteidigt und darauf verwiesen, dass jedes Mitglied die Regularien zu Jahresbeginn unterzeichne. Rahm entgegnete, es sei ein Unterschied, ob das gesamte Team zahlen müsse oder nur einzelne Spieler. „Ich zahle gern meinen Weg zum Ryder Cup”, sagte Rahm. „Aber ich werde nicht dafür zahlen, weiterhin Mitglied der DP World Tour zu sein und eine Verpflichtung zu erfüllen, zu der ich ohnehin bereit bin.“

Offene Fronten

Rahms Optionen sind klar: Er kann die Bedingungen akzeptieren, weitere Strafen riskieren oder eine Anhörung abwarten. Zwei Jahre nach seinem Wechsel zu LIV Golf ist das Verhältnis zur European Tour weiterhin angespannt. In Hongkong machte Rahm jedoch unmissverständlich deutlich, dass er nicht um jeden Preis einlenken wird.

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