Perfekte Ballposition beim Putten
Im begleitenden YouTube-Video zeigt Ihnen Trainingsexperte Jochen Ziffels von Golf mit Highspeed-Aufnahmen, wie unterschiedlich sich der Ball verhält, je nachdem, wo Sie ihn in Ihrer Ansprechposition platzieren – und wie Sie sich eine einfache Routine für eine wiederholbare, konstante Ballposition aufbauen können.
In den ersten beiden Teilen seiner Putten-Indoor-Serie ging es um verschiedene Puttgriff-Varianten und deren Einfluss auf ruhige oder aktive Hände sowie einfache Drills mit Büchern, um Schwungbahn und Treffmoment zu verbessern. Darauf baut Ziffels nun auf: "Technik und Griff können noch so gut sein – wenn die Ballposition nicht passt, wird das Rollverhalten nie wirklich konstant", so Ziffels.
Die Ballposition: kleine Veränderung, großer Effekt
Im Video sehen Sie drei Varianten in der Highspeed-Analyse:
- Ball weit auf dem rechten Fuß: Der Ball wird zu früh getroffen, die Schlagfläche ist noch nicht im optimalen Bereich. Der Ball springt vom Schlägerblatt weg, anstatt ruhig zu starten.
- Ball weit auf dem linken Fuß: Der Putter ist bereits „über den höchsten Punkt hinaus“. Der Ball fliegt zu lange, der Kontakt erinnert eher an einen kleinen Chip als an einen soliden Putt.
- Ball links von der Körpermitte: Hier befindet sich der Ball leicht in der Aufwärtsbewegung des Putters. Der Ball rollt früh und gleichmäßig los – genau das, was wir anstreben.
Ziel ist es also, eine Position zu finden, in der der Ball weder springt noch fliegt, sondern so früh wie möglich ins saubere Rollen kommt.
So finden Sie zuverlässig immer wieder denselben Stand
Ein großer Fehler vieler Golfer: Die Ballposition verändert sich unbewusst von Putt zu Putt. Im Video sehen Sie eine einfache Möglichkeit, wie Sie regelmäßig die gleiche Ausgangsposition finden.
- Wählen Sie eine klare Referenz (z.B. linke Ferse, Körpermitte oder einen bestimmten Punkt auf dem vorderen Fuß).
- Bauen Sie Ihre Routine immer in der gleichen Reihenfolge auf:
- Schläger ausrichten
- Füße positionieren
- Ball immer an denselben Punkt legen
- Je konstanter Ihr Set-up, desto leichter können Sie später nachvollziehen, ob ein Fehlschlag an der Technik lag – und nicht an einer ständig wechselnden Ballposition.
Die 2-Münzen-Übung: den Ball in der Aufwärtsbewegung treffen
Zum Abschluss gibt es im Video eine einfache Indoor-Übung, die Sie auf jeder Puttmatte oder sogar auf einem Teppich durchführen können:
- Legen Sie zwei Münzen knapp vor den Ball.
- Ziel ist es, den Ball so zu treffen, dass er in der leichten Aufwärtsbewegung des Putters durch die beiden Münzen rollt.
- Trifft der Putter den Ball zu früh oder zu steil, bleibt der Ball eher an den Münzen hängen oder startet unruhig.
Diese Übung hilft Ihnen, den Treffmoment zu verbessern, ein weiches, rollendes Ballverhalten zu trainieren und ein besseres Gefühl für den richtigen Eintreffwinkel zu entwickeln. Der Experte versichert: “Gerade im Winter oder an Tagen mit schlechtem Wetter ist das eine ideale Möglichkeit, drinnen effektiv an Ihrem Putten zu arbeiten.”
Fazit: Ballposition zuerst, dann alles andere
Bevor Sie lange an Griff, Puttermodell oder komplexen Schwungveränderungen arbeiten, lohnt sich der Blick auf ein scheinbar simples Detail: Wo liegt Ihr Ball eigentlich? Stimmt die Ballposition, ist Ihr Stand reproduzierbar und treffen Sie den Ball in der Aufwärtsbewegung,dann haben Sie die Basis für konstantes, solides Putten geschaffen.








