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Das Bag von Tiger Christensen, der nach drei Runden der German Challenge powered by VcG in den Top Ten liegt. | © DGV/Kirmaier

Paul-Power beim Beat the Pro, Christensen vor Finale Top Ten

Paul Trost ist 14 Jahre jung, Talent im Kader des Bayerischen Golf-Verbandes (BGV) und spielt oder trainiert jeden Tag. „Weil es einfach Spaß macht“, sagt der Schüler. Beim Beat the Pro war er am Samstag der Star unter den fünf Jugendlichen, die sich mit den Teilnehmern der German Challenge powered by VcG auf Bahn neun messen durften. Aus 90 Metern schlug Paul, dessen Vater Roland Pro im GC Pottenstein-Weidenloh ist, den Ball näher an die Fahne als die Tour-Pros – mit fremden Schlägern wohlgemerkt. „Das war ein ganz cooles Erlebnis, aber auch nicht besonders schwer“, sagt Paul (HCP -0,9) trocken. Am Ende gab's eine Schlägerhaube für den jungen Mann, der hart an seinem Berufsziel arbeitet: „Ich will Profi werden.“ Und dann irgendwann selbst einmal am Tee stehen, wenn die German Challenge powered by VcG im Kalender steht.

 

Bei der sechsten Ausgabe des einzigen Events der HotelPlanner Tour auf deutschem Boden sind drei Runden im Wittelsbacher GC gespielt. In Führung liegt nach wie vor der Niederländer Lars van der Vight, der am Vortag mit einer historischen 59 geglänzt hatte. Seine 72er-Par-Runde vom Samstag lässt ihn mit gesamt -15 aus der Pole Position in den finalen Sonntag gehen, an dem ab 8 Uhr von zwei Tees gestartet wird. Die Entscheidung im Wittelsbacher GC dürfte somit etwa gegen 15 Uhr fallen, ehe der sechste Champion der German Challenge powered by VcG feststeht.

„Nach gestern waren die Erwartungen natürlich hoch, aber ich fand, dass ich heute trotz ein paar unglücklicher Bounces eigentlich gutes Golf gespielt habe – wenn Par das Beste war, was heute drin war, dann ist das völlig in Ordnung. Der Platz spielt sich bei der Hitze gerade sehr fest, die Bälle springen zwei, drei Meter in die Luft, aber es ist machbar, man kriegt nach 90 Minuten ein Gefühl dafür. Ich glaube, man lernt aus einer Runde wie heute mit mehr Fehlern sogar noch mehr als aus der 59 gestern – aus jeder Runde nimmt man etwas mit. Für morgen heißt es jetzt erst mal ein schönes Abendessen, ein bisschen entspannen und gut schlafen, dann geht's in den Schlusstag“, so der führende van der Vight, der ein Drei-Schläge-Polster auf den Dänen Jeppe Kristian Andersen (-12) mit in den Sonntag nimmt.

 

Bester Deutscher nach drei von vier Runden ist der Hamburger Tiger Christensen, der nach dem Event im Wittelsbacher GC direkt zur Open Championship nach Liverpool reisen wird. Nach einer 69 und gesamt -9 rangiert der Spieler aus dem National Team Germany auf Platz neun. „Heute war es für mich ein bisschen schwieriger – ich war vom Tee nicht ganz so sharp, hatte einige Schläge nach rechts verloren und war seltener nah an der Fahne, dafür habe ich die Pars extrem gut gespielt und auf den Back Nine solide mit vielen erarbeiteten Chancen nachgelegt. Es war eine Runde, die genauso gut vier unter wie sieben unter hätte sein können, deswegen bin ich zufrieden, dass ich dran geblieben bin und am Ende das Beste rausgeholt habe. Für morgen will ich mich einfach auf mich konzentrieren, etwas präziser vom Tee und ins Grün spielen und vor allem auf dem Grün noch einen besseren Job machen, weil gutes Putten hier der Schlüssel zu den Birdie-Chancen ist“, so Christensen.

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Den tiefsten Score aller neun Deutschen im Cut brachte am Samstag Hurly Long ins Clubhaus. Mit einer 68 und gesamt -8 kletterte er auf Rang 14, den er unter anderen mit Amateur Thomas Schmidt und Christian Bräunig teilt. Long: „Ich habe heute sehr solide gespielt, hinten raus noch ein paar gute Pars gerettet und war eigentlich nie wirklich in Bedrängnis – insgesamt sehr konstant. Für morgen nehme ich mir vor, genauso weiterzumachen. Was am Ende drin ist, hängt auch von den anderen ab, aber ich spiele einfach mein Spiel weiter und schaue, was passiert. Der Platz erfordert wirklich alles: gutes Driving, gute Platzierung ins Grün und dazu ein gutes Putting – da muss einfach alles zusammenpassen.“

 

Und Beat-the-Pro-Star Paul Trost? Der lief mit Papa Roland bis in einen sonnigen Sommerabend hinein noch auf der Anlage herum, um den Führenden über die Schulter zu schauen. So holt man sich gute Tipps von den Besten der German Challenge powered by VcG. Am Sonntag will er wieder dabei sein. Um 10:05 Uhr wird die Top-Gruppe an Tee eins starten. Dann werden sicherlich zahlreiche Zuschauer und Fans am Clubhaus stehen. 

 

 

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