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Kontrollierte Power: Auf vielen Par 4's ist die Präzision wichtiger als die Länge Ihrer Schläge. | © © golfsupport.nl

Par-4-Taktik: Der größte Fehler – und wie Sie ihn vermeiden

Natürlich ist jede einzelne Bahn auf einer Runde wichtig für den Score. An einem vermeintlich einfachen Par 3 lassen sich genauso schnell Schläge verlieren, wie auf dem längsten Par 5. Allerdings: Par-4-Bahnen kommen auf den meisten Runden am häufigsten vor – und genau das macht sie für Anfänger so wichtig. Gleichzeitig sind es oft die Passagen eines Platzes, auf denen viele Schläge verloren gehen. PGA Golf Professional Fabian Bünker rät Einsteigern und weniger versierten Spielern in seinem Video (s.u.) deshalb zu einer klaren, einfachen Strategie: weg von den Gedanken an die Schlaglängen und hin zu kontrolliertem Golf.

Die Herausforderungen vieler Par 4's

„Par-4-Bahnen haben eine kleine Tücke, denn sie sind meistens die schwersten Bahnen, die dir in deinem Spiel begegnen werden.“, sagt Bünker. Der Grund liegt für viele Anfänger auf der Hand: Par 4‘s sind oft so lang, dass das Grün mit dem zweiten Schlag gar nicht realistisch erreichbar ist. Wer trotzdem so spielt, als müsse er möglichst schnell in Richtung Fahne, bringt sich oft unnötig in Schwierigkeiten. Bünkers Rat ist deshalb zunächst ein mentaler: „Stell dich drauf ein, plane ein, dass du wahrscheinlich mit dem zweiten Schlag keine Chance haben wirst aufs Grün zu kommen.“

Eine neue Strategie

Damit verändert sich automatisch die Strategie. Wenn das Grün ohnehin erst mit dem dritten oder vierten Schlag realistisch wird, verliert der Driver an Bedeutung. Statt maximale Länge zu suchen, geht es darum, den Ball sicher im Spiel zu halten. Gerade auf langen Par 4‘s sind im Landebereich der Abschläge häufig Fairwaybunker platziert. Wer hier mit zu viel Risiko spielt, macht sich das Loch unnötig schwer. Deshalb empfiehlt Bünker für Einsteiger und weniger versierte Freizeitspieler eine defensivere Schlägerwahl – das Hybrid oder ein leicht zu spielendes Fairwayholz, anstatt des Drivers. Das Ziel: ein kontrollierter Abschlag vor das Hindernis, dann ein weiterer sicherer Transportschlag – und erst danach der Angriff aufs Grün mit einem kurzen Eisen oder einem Wedge.

Bünkers Tipp

Die Idee dahinter ist simpel, aber wirkungsvoll. Ein langes Par 4 wird in drei überschaubare Aufgaben aufgeteilt: sicherer Abschlag, solider Transportschlag, kontrollierte Annäherung. Das reduziert nicht nur die Zahl der Fehler, sondern oft auch den Stress auf der Bahn. Statt aus dem Bunker, aus dem Rough oder nach einem missglückten Drive improvisieren zu müssen, bleibt das Spiel übersichtlich. Bünker betont: Nicht jeder Schlag muss spektakulär sein! Auf einer Par-4-Bahn reicht häufig eine clevere Taktik, die auch ein Bogey als realistisches Ziel beinhalten kann. Wer den Ball im Spiel hält und Hindernisse bewusst vermeidet, verschafft sich die Chance auf entspannte Putts ohne großen Druck. 

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