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Zurück zu den Wurzeln? Henrik Stenson könnte schon bald wieder auf der DP World Tour abschlagen. | © golfsupport.nl/Brian Spurlock/ism

Nach LIV-Aus: Stenson möchte zurück

Henrik Stenson kehrt nach seinem sportlichen Absturz bei LIV Golf offenbar auf die DP World Tour zurück. Wie bunkered.co.uk berichtet, hat der 49-Jährige finanzielle Strafen in Höhe von nahezu einer Million Pfund beglichen, um seine frühere Tour-Mitgliedschaft wiederzuerlangen und ab der kommenden Saison wieder in Europa abschlagen zu dürfen.

 

Stenson war in der LIV-Saison 2025 auf Rang 49 gelandet und damit klar in der sogenannten Drop Zone. Anders als in den Vorjahren gewährte die Liga in diesem Jahr jedoch keine Ausnahmen mehr. Selbst prominente Namen wurden nicht vor dem sportlichen Abstieg geschützt. Stenson, der zusammen mit Ian Poulter das Team Majesticks GC co-kapitänierte, musste nach einer enttäuschenden Saison seinen Platz räumen. Er sagte dazu: „Über eine Karriere hinweg hast du gute und schlechte Jahre. Diesmal war ich derjenige im Team, der am schlechtesten abgeschnitten hat. Damit muss man umgehen und weitermachen."

Geldbußen akzeptiert

Der Schritt zurück zur DP World Tour wurde durch die Klärung seiner ausstehenden Strafen ermöglicht. Hintergrund: Die Tour hatte Stenson – wie auch Lee Westwood, Ian Poulter und Sergio Garcia – sanktioniert, da er ohne Genehmigung an LIV-Events teilgenommen hatte. Alle vier hatten daraufhin 2023 ihre Tour-Karte abgegeben, nachdem ein Schiedsgericht die Rechtmäßigkeit der DPWT-Strafen bestätigt hatte. Nun akzeptierte Stenson die Geldbußen – auch vor dem Hintergrund, dass der saudische Staatsfonds PIF ab Jahresende keine Strafzahlungen für LIV-Profis mehr übernehmen wird.

 

Stensons letzte Teilnahme an einem Turnier der DP World Tour liegt bereits fast zwei Jahre zurück: Bei der Dubai Desert Classic 2023 beendete der Schwede das Turnier mit einer starken 64 in der Finalrunde und erreichte damit einen Platz unter den Top Ten. Ob der Open Champion von 2016 künftig weiterhin eine Rolle im Majesticks-Team spielen oder sich vollständig auf die DP World Tour konzentrieren wird, ist derzeit offen.

Offene Ryder-Cup-Frage

Während Stenson seine Rückkehr vorbereitet, herrscht in Wentworth weiterhin rechtliche Unsicherheit: Jon Rahm und Tyrrell Hatton warten noch immer auf einen Termin für ihre Berufungsverhandlungen gegen Strafen und Sperren im Zusammenhang mit ihrem Wechsel zu LIV Golf. Das Ergebnis könnte auch Einfluss auf ihre Zukunft beim Ryder Cup haben.

 

Für Stenson scheint der Weg jedoch vorerst klar: Nach dem LIV-Aus möchte er sportlich dort anknüpfen, wo seine Karriere einst begann – auf der europäischen Bühne.

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