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Lucia Fohrmann beim Amnudi German Masters
Lucia Fohrmann beim Amnudi German Masters | © DGV/Thomas Fischbacher

Mit 15 auf der großen Bühne

Bei nasskalten Bedingungen am Donnerstagmorgen stand eine überraschend locker wirkende Lucia Fohrmann am ersten Abschlag des Nord Course der Green Eagle Golf Courses. Um 9.28 Uhr wurde ihr Name durch das Mikrofon verkündet. Das bislang größte golferische Abenteuer ihrer noch jungen Karriere konnte beginnen.

 

Der Hintergrund: Die 15-Jährige hatte sich mit einer starken 75 beim Amundi German Masters Junior Qualifier by Esther Henseleit ins prominent besetzte internationale Feld des Amundi German Masters powered by VcG gespielt – um nun beim einzigen deutschen Turnier der Ladies European Tour internationale Top-Golferinnen herauszufordern.

Der Drive landet auf dem Fairway

Ganz so locker nahm Fohrmann ihren ersten Abschlag dann doch nicht. „Ich war schon sehr angespannt", gestand die Starnbergerin im Gespräch. „Viel mehr als bei den Turnieren, die für mich wichtig sind. Es war eine andere Welt. Ich dachte mir nur: ‚Tief durchatmen und aufs Ziel spielen.' Mehr kann ich sowieso nicht machen." Der Abschlag mit dem Driver kam gut, leicht rechts, aber noch auf dem Fairway. Alles im üblichen Schlagmuster. Ein kurzes, erleichtertes Lächeln war die Folge.

 

Ihre Vorbereitung auf den LET-Abstecher lief wie bei den Profis, vielleicht sogar etwas intensiver. Neun Löcher am Montag, 18 Löcher am Dienstag, zahlreiche Chips und Putts. „Der Platz spielt sich schon anders als noch beim Qualifier – das wollte ich unbedingt noch einmal üben. Vor allem auf und um die Grüns ist das schon etwas anderes."

Entspannte Perspektive

Dass am Ende eine 86 (+13) in Runde eins unter dem Strich stand, war für das junge Top-Talent eher Nebensache. „Ich kann natürlich besser spielen. Aber das Ergebnis sehe ich aus einer sehr entspannten Perspektive. Das muss man einfach relativieren. Das ist Golf. Es gibt Fehlschläge, die muss man analysieren – und dann geht es auch wieder. Es war sehr, sehr lehrreich. Ich konnte so viele tolle Erfahrungen sammeln. Ich war bei jedem Schlag froh, die Anspannung gemeistert zu haben. Es ist einfach etwas ganz anderes als ein Jugendturnier."

 

Ihren Abstecher in die Welt der Profis genießt Fohrmann in vollen Zügen. Der Wunsch, irgendwann mit einer Tour-Karte auf die große Bühne zurückzukehren, ist präsenter denn je. „Das ist mein ‚place to be' und ein großer Traum, den ich verfolgen werde." Am Freitag in Runde zwei folgt die nächste Möglichkeit, wertvolle und unvergessliche  Erfahrungen zu sammeln.

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