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Vorzeigeprojekt im Wiesbadener Golf-Club: Der Speicherteich sorgt für Ressourcenschutz und Artenvielfalt. | © Wiesbadener Golf-Club

HR berichtet in "alle Wetter" über Wiesbadener GC

Golf und Naturschutz passen zusammen, daran besteht längst kein Zweifel mehr. Wie eindrucksvoll eine Symbiose zwischen Sport und Umwelt aussehen kann, zeigt der Wiesbadener Golf-Club. Zwischen den Bahnen sieben, acht und neun entstand vor rund drei Jahren ein Teich, der nicht nur den Platz bewässert, sondern auch eine Heimat für zahlreiche Tierarten bietet. Das Projekt ist Teil der Initiative „Lebensraum Golfplatz“ des Deutschen Golf Verbands (DGV) und der Club besitzt bereits das Gold-Zertifikat des Qualitätsmanagementprogramms Golf&Natur. 

Mehr Leben zwischen Bahn 7 und 9

Die Macher hinter dem Teichprojekt sind Platzwart Gerald Weyer und Head-Greenkeeper Thomas Bäder. „Natürlich war auch der finanzielle Aspekt da, dass wir kein Trinkwasser verbrauchen wollen“, erzählt Weyer in einem Fernsehbeitrag des Hessischen Rundfunks, „aber zusätzlich wollten wir auch etwas für die Biodiversität tun. Wir machen keine Maßnahmen ohne den Hintergrund, dass sie der Natur zugutekommen.“

Ein Platz, der wie ein Schwamm fungiert

Der Speicherteich wurde im Dezember 2022 fertiggestellt – mit einer Investition von rund 400.000 Euro. Auf einer Fläche von 2.500 Quadratmetern fasst er 3.600 Kubikmeter Wasser und speist sich vollständig aus Regenwasser, das von den Hängen der „Hohen Wurzel“ – einem mehr als 600 Meter hohen Taunusgipfel – über den Golfplatz in das Becken fließt. „Unser Platz funktioniert wie ein Schwamm“, sagt Bäder. „In der vergangenen Saison mussten wir kein Wasser zukaufen.“

Bewerbung für weitere Fördermittel

Die Auswirkungen sind längst sichtbar: Frösche, Kröten, Libellen und Fische haben den Teich erobert, auch zahlreiche Vogelarten sind zurückgekehrt. Für den Wiesbadener GC ist das Projekt ein wichtiger Schritt in seiner konsequenten Nachhaltigkeitsstrategie. In Zukunft soll das Biotop weiter wachsen. Neue Pflanzen und Bäume rund um den Teich sollen folgen –dafür hofft der Club auf zusätzliche Fördermittel aus der Umweltlotterie „GENAU“. Das Projekt zeigt: Sport, Natur und Biodiversität schließen sich nicht aus, sondern ergänzen sich im Idealfall hervorragend.  

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