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Eine Begegnung mit einer Bananenschale, auf die Rory McIlroy in Runde drei der Australian Open gerne verzichtet hätte. | © Getty Images / instagram.com

McIlroys Mario-Moment: Ball landet unter Bananenschale

Bei der Australian Open in Melbourne hat Rory McIlroy ein kurioses Kapitel seiner Karriere erlebt, das fast wie aus einem Videospiel mit einem schnauzbärtigen Klempner wirkt. Auf der zweiten Spielbahn der dritten Runde landete der Ball des Weltranglistenzweiten ausgerechnet unter einer weggeworfenen Bananenschale im Rough. Ergebnis: Doppel-Bogey und ungläubige Blicke der Zuschauer.

 

Nach einem verfehlten Abschlag lag McIlroys Ball in einer Grasbüschel-Falle – mit der Bananenschale obendrauf. Das Problem: Die Schale galt als „loser hinderlicher Naturstoff“, ruhte jedoch auf dem Ball. Hätte McIlroy sie entfernt, hätte sich der Ball bewegt, was einen Strafschlag bedeutet hätte. Also ließ der Nordire die Bananenschale liegen, hackte den Ball lediglich rund zehn Meter vor und schrieb anschließend das Doppel-Bogey auf.

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„Ich hätte gar nicht erst dort landen dürfen. Es war kein guter Start“, sagte McIlroy später. Über die ungewöhnliche Situation ergänzte er: „Die Bananenschale war ein loser hinderlicher Naturstoff, lag aber auf dem Ball. Wenn ich sie weggenommen hätte, hätte sich der Ball bewegt – also habe ich es gar nicht erst versucht.“

 

Unbeeindruckt kämpfte sich der fünffache Major-Sieger zurück ins Turnier. Direkt auf der Drei holte er ein Birdie, insgesamt gelangen ihm in einer Achterbahnrunde sechs Birdies bei einem weiteren Bogey – am Ende stand eine 68 (-3) zu Buche. Nach 54 Löchern liegt McIlroy bei fünf unter Par, hat aber einen deutlichen Rückstand auf den Spitzenreiter Rasmus Neergaard-Petersen.

Spannender Titelkampf

Der Däne übernahm mit einer starken 66 die Führung bei 14 unter Par und startet mit zwei Schlägen Vorsprung in die Finalrunde. Zu seinen ersten Verfolgern zählen Cameron Smith (66), Si Woo Kim (65) und Carlos Ortiz (66). Mit Min Woo Lee, Adam Scott und Daniel Hillier folgen drei Australier auf Rang sechs (-10).

 

Trotz seines Rückschlags bleibt McIlroy der große Publikumsmagnet des Turniers. Über 40.000 Zuschauer strömten an den ersten beiden Tagen nach Royal Melbourne und die Tageskarten fürs Wochenende waren frühzeitig ausverkauft. Mit dem Titelkampf hat der Grand-Slam-Champion jedoch nichts mehr zu tun. Es sei denn, er findet am Sonntag mehrere dieser blauen Panzer – Mario-Kart-Fans werden wissen, was gemeint ist.

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