McIlroy trifft zwei Bälle, Scheffler setzt sich ab
Im Fernsehen sah es zunächst so aus, als hätte Rory McIlroy seinen Schlag verpatzt, denn der Ball flog direkt in die Luft und landete vor seinen Füßen. Die Wiederholungen zeigten jedoch, dass er bei seinem Rough-Schlag einen zweiten Ball ausgrub, der direkt vor seinem Golfball in den Boden eingelassen war.
McIlroy war genauso fassungslos wie alle anderen über die bizarre Szene, hob den zweiten Ball auf und lachte ein wenig über den Wahnsinn des Augenblicks. Der eigentliche Ball von McIlroy landete vor dem Grün und kullerte wieder zurück. Der Weltranglistenzweite schaffte nicht das Up-and-Down und musste ein Bogey notieren.
McIlroy begann seine dritte Runde bei der Open Championship 2025 mit drei Birdies auf den ersten vier Löchern und versetzte das nordirische Publikum in helle Aufregung. Von da an wurde es für McIlroy ein wenig schwierig; er verpasste einige Chancen und hatte einige unglückliche Abschläge, die ihn daran hinderten, seine Aufholjagd auf dem Leaderboard fortzusetzen.
Das harte Break, das zu einem Bogey auf der Elf führte, schien jede Hoffnung auf einen Sieg am Sonntag zunichte zu machen. Doch die Golfgötter gaben ihm am zwölften Loch mit einem langen Eagle-Putt die Chance, auf sieben unter zu gehen und das heimische Publikum zum Jubeln zu bringen.
„Oh mein Gott“, sagte McIlroy, als er merkte, dass der Ball, der unter der Erde vergraben war, durch seinen Schwung wieder ausgegraben wurde. McIlroy hob den Ball auf und lachte, bevor er ihn zur Seite warf. „Hast du so etwas schon einmal gesehen?“, fragte McIlroy den NBC-Analysten Jim „Bones“ McCabe, als er zurück auf das Fairway ging.
Fehlerfrei in Richtung #4
Nach dem Eagle von der Zwölf gelang McIlroy noch ein Birdie an der 15 und am Ende stand eine 66 zu Buche. Acht unter Par fürs Turnier. Sehr gut, aber längst nicht gut genug. Einen weniger benötigte Matt Fitzpatrick (67+66+71), noch einen weniger benötigte Haotong Li (67+67+69) und bei insgesamt 14 unter Par scheint Scottie Scheffler mal wieder in seiner eigenen Liga zu spielen. Mit vier Vorsprung auf den Zweiten, fünf auf den Dritten und sechs auf die geteilten Vierten Mcilroy, Tyrell Hatton, Harris English und Scottish-Open-Champion Chris Gotterup ging der Weltranglistenerste nach 68 und 64 Zählern mit einer 67 aus dem Moving Day. Volle Kraft voraus - dem vierten Major-Titel entgegen. Und dabei am Samstag komplett fehlerfrei mit einem Eagle und zwei Birdies neben all den Pars.
Aber eines steht jedenfalls fest: Unabhängig von McIlroys Endergebnis in Royal Portrush wird er sich - wie wir alle - sicherlich immer an das elfte Loch seiner dritten Runde erinnern.
Nach dem aus von Stephan Jäger hatte Matti Schmid, der vor fünf Jahren schon als Amateur bei der Open in Portrush mit dabei war, mit einer frühen Startzeit den Moving Day begonnen. Jedoch wanderten etliche Überspielungen auf seine Karte und am Ende musste er eine 79 unterschreiben. Zu insgesamt neun über Par und Rang 70.







