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Titelverteidigerin der US Women's Open, Yuka Saso, und Österreichs Titelhoffnung, Bernd Wiesberger. | © Getty Images

Major-Geldregen und Österreich-Comeback

LPGA Tour: US Womens Open

Erin Hills, Wisconsin, 29. Mai bis 1. Juni

Es ist Zeit für das Saisonhighlight auf der LPGA Tour: Die US Womens Open ist nicht nur das älteste Event im LPGA-Kalender, sondern auch das höchstdotierte Turnier im Damengolf. Bei dem erstmals 1946 ausgetragenen Major werden satte zwölf Millionen US-Dollar ausgeschüttet. Allein an die Siegerin gehen 2,4 Millionen. Zum Vergleich: Die deutsche Spielerin Esther Henseleit hat in ihrer gesamten LPGA-Karriere (109 Starts) 2,97 Millionen US-Dollar verdient. Die Silbermedaillengewinnerin von Paris könnte ihre Einnahmen mit einem Sieg in dieser Woche also fast verdoppeln. Neben dem Siegerscheck erhält die Gewinnerin zudem die Harton S. Semple Trophy und die Mickey Wright Medal.

 

Insgesamt nehmen 156 Spielerinnen an der 80. Ausgabe der US Womens Open teil. Mehr als 1 900 Spielerinnen versuchten, sich über die unzähligen Qualifikationsveranstaltungen einen Startplatz zu sichern. Erst einmal in der Geschichte des von der USGA ausgetragenen Majors waren es mehr (2023 in Pebble Beach). Auch etliche deutsche Spielerinnen probierten ihr Glück. Erfreulicherweise setzten sich drei von ihnen durch: Aline Krauter, Isi Gabsa und Sophie Hausmann. Krauter schaffte es über den Qualifier in Naples, Florida, Gabsa über den in Richardson, Texas, und Hausmann war in Atlanta, Georgia, erfolgreich. Damit schraubten die Damen die deutsche Teilnehmerzahl beim großen Saisonhighlight auf fünf hoch. Denn neben Sophia Popov, die als Siegerin der AIG Womens Open 2020 gesetzt ist, darf auch Henseleit als Top-20-Spielerin der Welt erneut antreten.

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Alle fünf haben bereits Erfahrung bei der US Womens Open gesammelt. Popov, Henseleit und Gabsa waren beispielsweise im vergangenen Jahr dabei, Krauter zuletzt 2023. Hausmann ist zum zweiten Mal nach 2018 dabei, damals noch als Amateurin. Die beste Bilanz aus dem Quintett weist Gabsa auf. Sie verpasste bei zwei Starts noch nie den Cut bei diesem prestigeträchtigen Turnier. Und das Erreichen des Wochenendes ist hier schon einiges wert. Obwohl Gabsa im vergangenen Jahr als drittletzte Spielerin ins Ziel kam, erhielt sie mehr als 21.000 US-Dollar Preisgeld. Das ist ungefähr so viel, wie die Zweitplatzierte bei einem Event der Epson Tour, also in Liga zwei, verdient.

 

Während einige Spielerinnen den Cut als Ziel ausrufen dürften, haben andere nur den Titel im Blick. Im vergangenen Jahr sicherte sich Yuka Saso zum zweiten Mal nach 2021 die begehrte Trophäe. Mit 22 Jahren war die Japanerin die jüngste Mehrfachsiegerin der US Womens Open aller Zeiten. Die Rekordchampions sind übrigens die US-Amerikanerinnen Betsy Rawls und Mickey Wright mit jeweils vier Titeln. Seit 2017 haben es die Amerikanerinnen bei ihrer heimischen Open etwas schwieriger. In den vergangenen acht Jahren war Allisen Corpuz die einzige Lokalmatadorin, die sich den Titel holen konnte. Die letzte europäische Siegerin war Annika Sörenstam im Jahr 2006, als sie ihren dritten Erfolg bei diesem Turnier erzielte.

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Wie jedes Jahr sind auch diese Woche natürlich wieder alle Stars am Start. Angefangen bei der Weltranglistenersten Nelly Korda, die noch auf ihren ersten Sieg in diesem Jahr wartet. Eine weitere Top-Favoritin ist Jeeno Thitikul, die bereits ein Turnier gewinnen konnte und auch sonst nur Top-Ergebnisse erzielt. Eine weitere Saisonsiegerin ist Lydia Ko, die eine ganz besondere Mission verfolgt. Mit einem Erfolg bei der US Womens Open würde sie den Karriere-Grand-Slam (Gewinn von vier verschiedenen Major-Turnieren) perfekt machen. Das Gleiche gilt für die Schwedin Anna Nordqvist, die allerdings nicht zu den Favoritinnen zählt. Ein besonderes Augenmerk liegt zudem auf Mao Saigo, der Siegerin der Chevron Championship. Die Japanerin könnte als erste Spielerin seit Inbee Park im Jahr 2013 sowohl das erste als auch das zweite Major des Jahres gewinnen.

 

Abschließend werfen wir einen Blick auf den Austragungsort: Erin Hills feiert sein Debüt bei den Damen, war aber bereits 2017 Schauplatz der US Open der Herren. Sieger war damals Brooks Koepka, der mit für eine US Open untypischen 16 unter Par gewann. Grund war der fehlende Wind, der dem 2006 eröffneten Platz den Zahn zog. Das Par-72-Layout gilt als hart, schnell, hügelig und anstrengend. Der Schwierigkeitsgrad ist jedoch auch vom Wetter abhängig. Für diese Woche ist Regen an den ersten beiden Turniertagen und perfektes Golfwetter am Wochenende angesagt. Es ist also gut möglich, dass die Ergebnisse etwas niedriger ausfallen als bei der vergangenen US Womens Open, als nur zwei Spielerinnen am Ende der Woche unter Par lagen.

DP World Tour: Austrian Alpine Open

Gut Altentann GC, Österreich, 29. Mai bis 1. Juni

Vor 35 Jahren fand die erste Ausgabe der Austrian Open statt. Damals triumphierte Bernhard Langer im Play-off gegen den US-Amerikaner Lanny Wadkins. Der damalige Austragungsort war der GC Gut Altentann. Diese Woche feiert die Tour ihr Comeback in Österreich nach einer vierjährigen Pause und kehrt in die malerische Alpenlandschaft vor den Toren Salzburgs zurück. Die 23. Ausgabe des Turniers bedeutet somit eine Rückkehr zu den Wurzeln, nachdem die Austrian Open zwischenzeitlich auf anderen renommierten Plätzen in Österreich, wie Fontana oder dem Diamond CC bei Wien, ausgetragen wurden. Langer ist übrigens nicht der einzige ehemalige Turniersieger in unserem beliebten Nachbarland. 1995 triumphierte Alex Cejka, als das Turnier im GC Waldviertel stattfand.

 

Diese Woche also die Rückkehr nach Gut Altentann. Der in Henndorf am Wallersee in der Nähe von Salzburg gelegene 18-Loch-Golfplatz war der erste in Kontinentaleuropa, der vom 18-fachen Major-Champion Jack Nicklaus entworfen wurde. Mit seiner Philosophie, dass Golf ein Spiel der Präzision und Strategie sein sollte, wurden diese Prinzipien in das Design integriert. Bei der jüngsten Umgestaltung wurde versucht, die ursprüngliche Vision Nicklaus' wiederherzustellen und gleichzeitig moderne Standards zu erfüllen. Ein Schlüsselelement dieser Neugestaltung war die Neuordnung der Spielbahnen: Das 18. Grün – das frühere neunte – liegt nun direkt vor dem Clubhaus.

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Die österreichischen Golffans dürfen sich auf einige große Namen freuen. Mit Luke Donald, Edoardo Molinari und Nicolas Colsaerts sind unter anderem einige Größen des Ryder Cups im Feld. Donald, der aktuelle Ryder-Cup-Captain, gibt sein Österreich-Debüt und freut sich darauf, ein neues Land kennenzulernen: „Es ist immer ein Privileg, vor neuen Fans zu spielen, und ich freue mich darauf, ihre Unterstützung zu spüren, während wir uns dem Ryder Cup in New York nähern.“ Einen gewissen Ryder-Cup-Flair versprüht auch Bernd Wiesberger. Er war 2021 als erster Österreicher überhaupt Teil des europäischen Teams. Sepp Straka trat 2023 in dessen Fußstapfen, ist diese Woche aber nicht dabei.

 

Wiesberger konnte die nationale Open 2012 schon einmal gewinnen. Die größten Hoffnungen der Heimfans ruhen auf ihm und Landsmann Matthias Schwab. Insgesamt sind 14 Österreicher am Start, darunter sechs Amateure. Aus internationaler Sicht zählen Jordan Smith (England), Rasmus Neergaard-Petersen (Dänemark) und Hao Tong Li (China) zu den Top-Favoriten.

 

Deutschland ist mit Marcel Siem, Tiger Christensen, Freddy Schott, Yannik Paul, Maximilian Kieffer, Marcel Schneider, Alexander Knappe, Nicolai von Dellingshausen und Jannik de Bruyn stark vertreten. Bei der letzten Austragung in Österreich im Jahr 2021 erreichten mit Kieffer und Martin Kaymer zwei Deutsche die Top Drei. Der Spieler des Elite Team Germany, Maximilian Kieffer, unterlag erst im Stechen dem US-Amerikaner John Catlin.

PGA Tour: the Memorial Tournament

Muirfield Village Golf Club, Ohio, 29. Mai bis 1. Juni

Und diese Woche hält ein drittes Highlight bereit. Beim Memorial Tournament, dem vorletzten Signature Event des Jahres, sind außer Rory McIlroy alle Topstars im Muirfield Village Golf Club am Start – mit Ausnahme der beiden verletzten Billy Horschel und Will Zalatoris. Scottie Scheffler tritt als Titelverteidiger in bestechender Form an. Zwei seiner letzten drei Turniere konnte er gewinnen, darunter die PGA Championship vor zwei Wochen. Gerne würde der Weltranglistenerste als erster Spieler seit Tiger Woods seinen Titel beim Memorial erfolgreich verteidigen. Das Problem ist nur: Jedem seiner 71 Konkurrenten im Feld ist ein Sieg zuzutrauen.

 

Warum österreichische Golffans nicht allzu sehr vom Heimspiel abgelenkt sein sollten, ist die Teilnahme ihrer aktuellen Nummer eins: Sepp Straka konnte das letzte Signature Event gewinnen und zählt zu den besten Spielern der Saison. Zwei Titel konnte der Ryder-Cup-Star in diesem Jahr bereits holen. Zudem beendete er das Memorial in den vergangenen beiden Jahren unter den Top 20.

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Weitere Spieler, denen das von Jack Nicklaus und Desmond Muirhead designte Layout liegt, sind Shane Lowry, Collin Morikawa und Corey Conners. In der Vergangenheit kamen also weniger die Longhitter als vielmehr die präzisen Eisenspieler mit Top-Ergebnissen davon.

 

Die 50. Ausgabe des Memorial Tournaments ist übrigens etwas ganz Besonderes. Das von Nicklaus ausgetragene Turnier steht dieses Jahr ganz im Zeichen seiner Frau Barbara. Ohne ihr Engagement, ihre Unterstützung und ihre Liebe wäre dieses Turnier in dieser Form niemals möglich gewesen. Entsprechend ist die „First Lady of Golf“, mit der Nicklaus seit 65 Jahren verheiratet ist, dieses Mal Ehrengastgeberin. Im Rahmen einer Zeremonie am Mittwoch soll die 85-Jährige gefeiert werden.

 

Besonders ist das Memorial Tournament auch für Matti Schmid. Der Spieler des Elite Team Germany feiert sein Debüt bei einem Signature Event. Seinen Startplatz sicherte er sich durch seinen zweiten Platz bei der Charles Schwab Challenge. Damit ist Stephan Jäger ausnahmsweise mal nicht der einzige Deutsche bei einem Event dieser hochdotierten Serie. In dieser Woche geht es um stattliche 20 Millionen US-Dollar und 700 FedExCup-Punkte, während es bei regulären PGA-Tour-Events 500 sind. Für Schmid ist dies also eine große Chance, sich im FedExCup eine gute Ausgangsposition zu verschaffen und vielleicht erstmals die FedExCup-Playoffs zu erreichen. Aktuell liegt er auf Rang 55. Die besten 70 qualifizieren sich für die FedEx St. Jude Championship.

Weitere Turniere mit deutscher Beteiligung:

PGA Tour Champions: Principal Charity Classic

Wakonda Club, Iowa, 30. Mai bis 1. Juni

 

Alex Cejka und Bernhard Langer

 

Korn Ferry Tour: UNC Health Championship

Raleigh Country Club, North Carolina, 29. Mai bis 1. Juni

 

Jonas Baumgartner

 

LET Access Series: Santander Golf Tour – Avila

Naturavila Golf, Spanien, 29. bis 31. Mai

 

Hannah Karg und Kimberley Sommer

 

HotelPlanner Tour: Challenge de Cadiz

Iberostar Real Golf Novo Sancti Petri, Spanien, 29. Mai bis 1. Juni

 

Anton Albers, Philipp Katich, Alexander Korioth, Nick Bachem, Hurly Long und Maximilian Schmitt

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