Mack startet stark in LA
Es war ein ruhiger, friedlicher Donnerstagmorgen. Polly Mack nutzte die guten Bedingungen im El Caballero Country Club im Nordwesten von Los Angeles und eröffnete die JM Eagle LA Championship mit einer starken 66. Mit gesamt -6 liegt sie zum Auftakt des LPGA-Events in Kalifornien damit auf T5, und es wäre sogar noch mehr drin gewesen für die 27-jährige Berlinerin aus dem National Team Germany, aber ein Dopppelbogey auf Bahn zwölf verhinderte einen noch besseren Score. Nach Tag eins allerdings in den Top Ten zu liegen, verschafft ihr eine hervorragende Ausgangsposition für den Freitag, an dem sie etwas länger schlafen und erst gegen Mittag abschlagen darf.
Den Tages-Topscore lieferte Chisato „Chizzy“ Iwai ab. Die Japanerin hatte nach sieben Löchern bereits bei sieben unter gelegen (inklusive Eagle) und am Ende eine bogeyfreie 63 (-9) auf der Karte. „Ich hatte ein sehr gutes Gefühl und bin wirklich gut reingekommen. Es war friedlich am Morgen, gute Bedingungen. Und tatsächlich habe ich zwischendrin geglaubt, dass eine 59 oder sogar 58 möglich sein könnte. Aber Golf ist eben nicht einfach“, so Iwai. Am Ende wurde es eine 63 (-9), die ihr die Führung nach Tag eins beschert.
Es sind einmal mehr die starken Asiatinnen, die in Los Angeles den Ton angeben. Mack ist als T5 gemeinsam mit der Belgierin Manon De Roey beste Europäerin. Für Aline Krauter (72/Even) sowie Helen Briem und Esther Henseleit (beide 73/+1) lief es zum Start des Events noch nicht ganz nach Plan. Alle drei werden sich steigern müssen, um es ins Wochenende zu schaffen. Mit Isi Gabsa ist eine fünfte deutsche Spielerin am Start. Die Münchenerin wird nach ihrer 78 (+6) allerdings am Ende des Tableaus geführt.
Über den Schlag des Tages freute sich die Chinesin Yu Liu. Auf dem Par 3 der 15. Bahn gelang ihr das Hole-in-One. „Es war mein insgesamt zweites, aber mein erstes Ass in einem Turnier. Es war cool, weil ich gesehen habe, wie der Ball aufgekommen und ins Loch gerollt ist“, so die Kunstschützin. Mit einer 68 (-4) liegt sie zum Auftakt im vorderen Mittelfeld. Titelverteidigerin ist die Schwedin Ingrid Lindblad, die im vergangenen Jahr in ihrem erst dritten LPGA-Start triumphiert und sich damit direkt in den Fokus gespielt hatte. Das Gesamtpreisgeld beträgt 3,75 Mio. US-Dollar; somit ist das Turnier eines der höchstdotierten außerhalb der Majors.








