LET-Highlight in Vegas und Jägers letzte Masters-Ausfahrt
LPGA & Ladies European Tour: Aramco Championship
Shadow Creek, Nevada, 2. bis 5. April
Die Ladies European Tour schlägt ein neues Kapitel auf – und das gleich mit einem echten Highlight. Nach einer kurzen Pause geht es für die LET in die USA, wo mit der Aramco Championship in Las Vegas eines der spektakulärsten Turniere der Saison ansteht. Austragungsort ist der legendäre Shadow Creek Golf Course, der zum ersten Mal Gastgeber eines gemeinsamen Events von LET und LPGA Tour ist. Damit schreibt das Turnier Geschichte. Noch nie zuvor wurde ein Event der PIF Global Series auf US-Boden co-sanktioniert. Gespielt wird über 72 Löcher im Zählspielmodus mit Cut nach zwei Runden. Insgesamt geht es um ein Preisgeld von vier Millionen US-Dollar.
Sportlich verspricht die Woche absolute Weltklasse. Erstmals seit 2017 sind bei einem regulären Turnier – außerhalb von Majors und Tourfinals – die kompletten Top 20 der Weltrangliste am Start. Das Feld wird von Jeeno Thitikul angeführt, dahinter folgen unter anderem Nelly Korda und Charley Hull. Auch Hyo-Joo Kim und Hannah Green reisen in Topform an.
Neben den LPGA-Stars sind auch die besten Spielerinnen der LET vertreten. Im Fokus stehen unter anderem die aktuelle Order-of-Merit-Führende Casandra Alexander sowie die Vorjahressiegerin der Jahreswertung, Shannon Tan. Titelverteidigerin ist Nuria Iturrioz, die im vergangenen Jahr in Houston triumphierte.
Der Platz selbst ist eine echte Ikone: Shadow Creek, 1990 von Tom Fazio entworfen, gilt als einer der exklusivsten und anspruchsvollsten Golfplätze der Welt. In den vergangenen Jahren war er bereits Schauplatz hochklassiger Veranstaltungen und stellt mit seinem Layout selbst die besten Spielerinnen vor große Herausforderungen.
Mit Esther Henseleit, Helen Briem, Leonie Harm und Laura Fünfstück sind gleich vier deutsche Spielerinnen im Feld. Angesichts der hohen, major-esken Leistungsdichte ist das ein starker Wert. Während Henseleit über die LPGA Tour ins Feld rückte, haben sich die anderen drei über ihre Platzierung in der LET Order of Merit 2025 qualifiziert. Die aktuell beste Deutsche im Saisonranking der LET, Alexandra Försterling (Platz sechs), ist dagegen nicht dabei. Dafür dürfen sich mit Henseleit (Top Ten in der vergangenen Woche) und Harm (Platz 15 im LET-Ranking) gleich zwei Spielerinnen aus dem Golf Team Germany dank ihrer starken Form berechtigte Hoffnungen auf eine Top-Platzierung bei diesem US-Highlight machen.
PGA Tour: Valero Texas Open
TPC San Antonio, Texas, 2. bis 5. April
Die PGA Tour bleibt in Texas und liefert mit der Valero Texas Open den letzten Härtetest vor dem ersten Major des Jahres. Eine Woche vor dem Masters in Augusta geht es nicht nur um Form und Feinschliff, sondern auch um die allerletzte Chance, sich noch einen Platz im Teilnehmerfeld zu sichern. Der Sieger erhält, sofern er sich noch nicht qualifiziert hat, das begehrte Ticket zum Masters. In den vergangenen Jahren haben immer wieder Spieler diese Gelegenheit genutzt, um sich kurzfristig einen Startplatz zu sichern.
Das Feld wird von Collin Morikawa angeführt, der nach seinem frühen Aus bei der Players Championship zurückkehrt und das Turnier als Vorbereitung auf Augusta nutzt. (Anmerkung: Morikawa zog seinen Start zwei Tage vor Turnierbeginn zurück) Auch Tommy Fleetwood reist in starker Form an, während Ludvig Åberg nach durchwachsenen Leistungen zuletzt wieder angreifen will. Weitere Topspieler wie Russell Henley, Sepp Straka und Alex Noren vervollständigen das hochklassige Teilnehmerfeld.
Besondere Aufmerksamkeit gilt Titelverteidiger Brian Harman, der sich im vergangenen Jahr unter schwierigen Bedingungen durchsetzen konnte. Der Kurs im Hill Country von Texas zählt zu den anspruchsvolleren Stationen im Kalender und ist stark wetterabhängig. Wind, wechselnde Temperaturen und mögliche Regenphasen können das Spielgeschehen massiv beeinflussen und niedrige Scores keineswegs selbstverständlich machen.
Neben dem Kampf um den Titel geht es im TPC San Antonio auch um wichtige Ranglistenpunkte – etwa im Hinblick auf die Qualifikation für weitere Signature Events. Doch der Fokus liegt klar auf Augusta: Für viele Spieler ist dieses Turnier die letzte Chance, sich den Traum vom Masters zu erfüllen. Dazu zählt mit Stephan Jäger auch ein Athlet aus dem Elite Team Germany. Der Münchner hat die vergangenen beiden Jahre am Masters teilgenommen, steht aktuell aber noch ohne Startplatz da. Generell sieht es aktuell so aus, als könnten wir in Augusta keinem deutschen Spieler die Daumen drücken, nachdem sich Bernhard Langer vergangenes Jahr offiziell vom Masters verabschiedet hat.
Jäger aber will seine letzte Chance wahrnehmen. Seit 2022 ist dies sein erster Start bei der Texas Open, und seine Form ist solide: Er hat drei Cuts in Folge geschafft, darunter einen geteilten siebten Platz sowie ein Ergebnis unter den Top 30 in der vergangenen Woche in Houston. Also: Warum denn nicht das Last-Minute-Ticket nach Augusta lösen? Schließlich hat Jäger bereits in Texas bewiesen, dass er auf der PGA Tour gewinnen kann.
Asian Tour: International Series Japan
Caledonian Golf Club, Japan, 2. bis 5. April
Der Weg zurück auf die große Bühne beginnt in Japan: Mit der International Series Japan startet die Asian Tour in ihre neue Saison und eröffnet gleichzeitig die nächste Chance auf den Sprung in die LIV Golf League. Gespielt wird im Caledonian Golf Club, wo das mit zwei Millionen US-Dollar dotierte Turnier den Auftakt der International Series bildet. Die Eventreihe gilt als wichtigste Aufstiegsmöglichkeit in die LIV Golf League, weshalb die Motivation im Teilnehmerfeld hoch ist, früh wertvolle Punkte für die Saisonwertung zu sammeln.
Im Fokus stehen unter anderem Kieran Vincent und Andy Ogletree, die beide den Weg zurück in die LIV Golf League suchen. Während Vincent nach starken Leistungen im vergangenen Jahr erneut angreifen will, weiß Ogletree bereits, wie man sich über die International Series für höhere Aufgaben empfiehlt: Er gewann 2023 die Gesamtwertung und sicherte sich so seinen Platz auf der LIV-Tour. Der Caledonian Golf Club bietet dabei eine anspruchsvolle Bühne: Eingebettet in eine hügelige Landschaft verlangt der Kurs vor allem präzises Spiel und kluge Strategie. Schon im vergangenen Jahr zeigte sich, dass hier Disziplin und Geduld entscheidend sind.
Mit Dominic Foos und Maximilian Rottluff sind auch zwei Deutsche mit von der Partie. Während sich Foos über seinen Turniersieg im vergangenen Jahr einen Platz sicherte, ist Rottluff als Top-65-Spieler der vergangenen Asian Tour Order of Merit qualifiziert. Beide verfolgen seit einiger Zeit den Traum, sich über die asiatische Profitour für höhere Aufgaben zu empfehlen. Die LIV Golf League wäre ein erstrebenswertes Ziel für das deutsche Duo.
Weitere Turniere mit deutscher Beteiligung:
Korn Ferry Tour: Lecom Suncoast Classic
Lakewood National Golf Club, Florida, 2. bis 5. April
Jeremy Paul und Thomas Rosenmüller







