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Nummer eins der Welt und Top-Favoritin: Nelly Korda
Nummer eins der Welt und Top-Favoritin: Nelly Korda | © golfsupport.nl/Leslie Plaza Johnson/ism

„Lernen, den Druck zu genießen”

Vorhang auf für die US Womens Open 2025: Vor dem Major in Erin Hills gaben sich Stars wie Nelly Korda, Lydia Ko, Yuka Saso, Allisen Corpuz und Jeeno Thitikul in den Pressekonferenzen offen, reflektiert und kämpferisch. Sie sprachen über Druck, Rückschläge, Lernprozesse – und die mentale Herausforderung, die Erin Hills mit seinen trickreichen Grüns bereithält. Dazu kommen ein Rekordpreisgeld von 12 Millionen Dollar, ein neues Technik-Level bei der TV-Produktion und ein sportliches Niveau, das kaum höher sein könnte.

 

„Das ist so ein Platz, bei dem ich nicht das Gefühl habe, dass hier jemand in dieser Woche 20 oder 25 unter Par spielt. Und ich hatte schon immer das Gefühl, dass ich richtig gut darin bin, auf Par zu spielen, auch mal richtig schwere Pars zu retten. Genau das wird auf diesem Kurs wichtig sein: einfach in der Lage zu sein, sich einen Score zu erkämpfen. Selbst wenn man nicht jeden Schlag perfekt trifft, gibt es meiner Meinung nach immer eine Chance zur Rettung.” Allisen Corpuz freut sich auf die anstehende Herausforderung

 

„Ja, es gab auf jeden Fall Frustration, aber ich denke, ich verstehe gut, dass Golf kein perfektes Spiel ist. Ich kann darin nicht perfekt sein. Ich glaube, das Kämpfen und Durchbeißen ist der Teil, den ich am meisten mag. Es lief nicht alles rund, aber ich wusste, wo ich mit meinem Spiel hin will – oder was ich tun musste. Ich war also nicht wirklich zufrieden, hatte aber trotzdem irgendwie Spaß dabei – was ein bisschen seltsam ist. Die Ergebnisse waren nicht da, wo ich sie gern gehabt hätte, aber ich denke, nicht gut zu spielen hilft mir, geduldiger zu werden und mehr Vertrauen in mich selbst zu entwickeln. Es hilft, Schwung aufzubauen. Aber das bedeutet nicht – wie sagt man? – das bedeutet nicht, dass ich denke: ‚Ich kann kein Golf mehr spielen.‘ So fühle ich mich nicht.“ Titelverteidigerin Yuka Saso über die Zeit nach ihrem großen Sieg im vergangenen Jahr

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Korda will den Druck genießen

„Je öfter man unter Druck gerät und um Siege spielt, desto mehr lernt man über sich selbst – und darüber, wie man mit solchen Momenten umgeht. Jahr für Jahr wurde ich herausgefordert, und jedes Mal habe ich ein Stück mehr über mich und meinen Umgang mit Drucksituationen gelernt. Es geht darum, sich selbst in diese Position zu bringen. Und am Ende des Tages ist man es selbst, der genau das geschafft hat. Dafür sollte man dankbar sein – und lernen, den Druck zu genießen.“ Nelly Korda über Druck

 

„Mit dem Einzug in die Hall of Fame und dem Gewinn der olympischen Goldmedaille hatte ich mir innerlich eine Art Bremse auferlegt – sei es durch den selbst auferlegten Druck oder durch äußere Erwartungen. Jetzt, da all das erreicht ist, kann ich mit deutlich mehr Freiheit spielen. Ein gutes Beispiel war St. Andrews: Ich habe einfach den Moment genossen, die Stadt auf mich wirken lassen – und plötzlich war ich ganz vorne auf dem Leaderboard. Seitdem habe ich das Gefühl, dass ich genau darin besser geworden bin. Es ist schön, denn es öffnet mir die Augen. Ich besuche Orte, die ich längst kenne, aber entdecke auch neue Restaurants und bin nicht mehr nur zwischen Golfplatz und Hotel unterwegs. So sollte es eigentlich sein. In gewisser Weise bedaure ich, dass ich das früher nicht gemacht habe – vielleicht war ich zu fokussiert. Aber heute eröffnet mir diese neue Haltung ganz andere Möglichkeiten.“ Lydia Ko über ihren neuen Ansatz

 

„Man muss den Ball definitiv gut treffen, aber der Schlüssel ist Geduld. Unter schwierigen Bedingungen zu spielen, auf einem anspruchsvollen Platz, mental herausfordernd – vor allem, weil es eine große Bühne ist und man sich mit den besten Spielern der Welt misst. In solchen Momenten wird Geduld enorm wichtig. Und genau diese Geduld möchte ich bis zur letzten Runde bewahren.“ Jeeno Thitikul über den Schlüssel zum Sieg bei der US Womens Open

Whan schwärmt von Meilensteinen

„Preisgeld: 12 Millionen Dollar – 2,4 Millionen für die Siegerin. Selbst wer den Cut verpasst, erhält noch 10.000 Dollar. Wie ich jedes Jahr betone: Wer in dieses Feld kommt, hat sich das verdient. Über 1.900 Spielerinnen haben versucht, einen der 156 Startplätze zu ergattern. Und dann die TV-Übertragung: Im Frauengolf gibt es praktisch nichts Vergleichbares. Kein anderes Turnier wird in diesem Jahr von mehr Sendern übertragen. Wenn es um Premieren geht, setzen wir Maßstäbe: Das erste Turnier mit drei, fünf, zehn – und nun zwölf Millionen Dollar Preisgeld. Pebble Beach wurde in der Primetime übertragen. Wir waren die Ersten, die ShotLink bei den Frauen eingeführt haben – und in dieser Woche sind wir die Ersten mit einem Drone Tracer. Darauf sind wir stolz.“ Mike Whan, CEO der USGA, ist stolz auf die Meilensteine des Turniers

 

„Erin Hills stellt die Spieler vor strategische Herausforderungen. Die großzügigen Fairways laden dazu ein, Winkel gezielt zu nutzen – je nach Tagesposition der Fahne kann das spielentscheidend sein. Abschläge und Grüns liegen auf Dünen, was zu vielen unebenen Balllagen sowie zu blinden oder halbblinden Schlägen führt – sowohl ins Grün als auch vom Abschlag. Die Grüns selbst sind architektonisch anspruchsvoll: Hänge können den Ball Richtung Fahne lenken – oder auch davon weg. Deshalb rückt die Schlägerwahl rund ums Grün in den Fokus: Putten, chippen, vielleicht sogar ein Hybrid? Wie bekomme ich den Ball aus dieser kniffligen Lage nah ans Loch? Erin Hills ist ein langer Platz, der die Spielerinnen und Spieler mental wie körperlich fordert.“ Shannon Rouillard, Senior Director of Championships der USGA, über die Besonderheiten von Erin Hills
 

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