Langers Erfolgsrezept: Fünf Schwungprinzipien für mehr Konstanz
Man könnte ihm stundenlang zuschauen, wenn er Bälle schlägt. Bernhard Langer zu beobachten, selbst dann, wenn er nur auf der Driving Range trainiert, kann manchmal mehr für das eigene Spiel bringen, als selbst zum Schläger zu greifen. Kommt natürlich, wie immer, darauf an, wie man trainiert. Langer zählt seit Jahrzehnten zu den konstantesten Golfern der Welt. Gleichzeitig entwickelt er sich und seinen Schwung stetig weiter, passt seine Bewegungen den Veränderungen seines Körpers an. Fünf Aspekte stechen heraus. Im Video (s. unten) können Sie diese in bewegten Bildern studieren. Aber lesen Sie erst einmal den Text ...
1. Schmaler Stand am Ball
Der erste Blick gilt dem Setup. Langer steht vergleichsweise schmal am Ball. Viele Amateure wählen vor allem mit dem Driver einen sehr breiten Stand, weil sie sich davon mehr Stabilität versprechen. Tatsächlich schränkt das häufig die Rotation der Hüfte ein. Der Tipp: Die Füße etwa schulterbreit aufstellen, so wie Langer das macht. Dadurch bleibt man beweglicher und gleichzeitig ausbalanciert.
2. Die Bewegung der rechten Hüfte
Im Rückschwung verlagert Langer das Gewicht zwar auf die rechte Seite, entscheidend ist aber die Bewegung der rechten Hüfte. Sie arbeitet leicht nach oben und hinten, statt einfach nur zu rotieren. Gerade ältere Golfer profitieren davon, weil die großen Muskelgruppen die Arbeit übernehmen. Das entlastet den Rücken und sorgt gleichzeitig für mehr Konstanz.
3. Den Kopf mitdrehen
Auffällig ist außerdem Langers Kopfbewegung. Er hält das Kinn nicht starr über dem Ball, sondern dreht den Kopf mit der Schulterrotation leicht mit. Dadurch wird die Bewegung flüssiger und der Oberkörper weniger eingeschränkt.
4. Natürliche Bewegung im Abschwung
Ein weiterer Punkt fällt im Übergang vom Rück- in den Abschwung auf. Langer versucht nicht, den Schläger aktiv mit den Händen oder Armen in eine flachere Position zu bringen. Stattdessen bleibt die Verbindung zwischen Oberkörper und Armen erhalten. Der Schläger folgt der Körperrotation nahezu automatisch in den Abschwung. Gerade viele Amateure versuchen, den Schläger bewusst von innen an den Ball zu bringen und greifen dabei aktiv mit den Händen ein. Das führt häufig zu fehlender Konstanz im Treffpunkt. Langers Bewegung wirkt dagegen ruhig, natürlich und wiederholbar – der Schläger fällt durch die Rotation des Körpers nahezu von selbst auf die richtige Ebene.
5. Den Schläger freigeben
Im Treffmoment hält Langer die Schlagfläche nicht künstlich offen. Stattdessen lässt er Handgelenke und Schlägerkopf natürlich rotieren. Das sorgt für Geschwindigkeit, schont den Körper und führt zu einem entspannten Finish in Balance.
Das Fazit: Langers Schwung hat sich im Laufe der Jahre verändert, ohne seine Grundprinzipien aufzugeben. Wer selbst älter wird oder einfach konstanter spielen möchte, kann sich daran ein Beispiel nehmen. Weniger Kraft, mehr Beweglichkeit und eine natürliche Schwungbewegung führen oft zu den besseren Ergebnissen. Machen Sie es doch Langer einfach nach ...







