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Seit Jahrzehnten Deutschlands erfolgreichster Golfprofi: Bernhard Langer. | © Andrew Wevers/Getty Images

Langers beste Tipps für ein langes Golfleben

Bernhard Langer (68) bricht auch nach Jahrzehnten als Golfprofi immer wieder Rekorde. Er ist nicht nur der älteste Sieger eines PGA-Tour-Champions-Events (mit 67 Jahren), er hält auch die Plätze zwei bis sechs dieser Bestenliste – ein Alleinstellungsmerkmal in der Geschichte des Seniorengolfs. Insgesamt hat er seit seinem 50. Geburtstag 47 Titel auf der Champions Tour gewonnen, mehr als jeder andere Spieler. Dazu kommen 156 Top-5-Platzierungen.

Ausgewogenes Verhältnis aus Training, Wettkampf und Regeneration

Warum er so lange konkurrenzfähig geblieben ist und welche seiner Prinzipien auch Hobbygolfern helfen können, um das Spiel bis ins hohe Alter genießen und sogar noch verbessern zu können, hat Deutschlands erfolgreichster Golfstar kürzlich dem amerikanischen Magazin Golf Digest verraten. Langer verweist auf gute Gene und einen gesunden Lebensstil: viel Schlaf, wenig Alkohol, bewusstes Training und das ständige Arbeiten an seiner Technik. „Ich liebe den Wettbewerb – und ich weiß, wann ich trainieren kann und wann ich eine Pause brauche“, sagt er den amerikanischen Kollegen. Entscheidend sei ein ausgewogenes Verhältnis aus Training, Wettkampf und Regeneration.

Wie Langer seinen Schwung ans Alter anpasst

Technisch hat Langer sein Spiel gezielt an das Älterwerden angepasst. Eine schmalere Standbreite etwa ermögliche ihm trotz eingeschränkter Beweglichkeit eine bessere Rotation. Sein deutliches Kopfdrehen im Rückschwung sei der einzige Weg, trotz steifer Halswirbelsäule voll auszuholen. Gleichzeitig hat er – auf Rat seines früheren Coaches Willy Hoffman – schon früh seinen Durchschwung verändert, um die Wirbelsäule zu schonen und nachhaltig spielen zu können.

Kraft aus Unterarmen und Handgelenken

Mit zunehmendem Alter setzt Langer stärker auf die Kraft aus Unterarmen und Handgelenken, um verlorene Länge teilweise zu kompensieren. „Ich versuche, die Geschwindigkeit erst kurz vor dem Treffmoment zu erzeugen“, erklärt er. Den größten Ausgleich für nachlassende Kraft sieht Langer jedoch im Kurzspiel. Hier ließen sich auch ohne physische Power enorm viele Schläge gutmachen: Chippen mit unterschiedlichen Schlägern, mehr Fokus auf das Laufenlassen des Balls und simple, wiederholbare Bewegungen seien für ältere Golfer oft effektiv. 

Warum Langer zum langen Putter greift

Beim Putten berichtet Langer offen von seinen Yips-Erfahrungen und warum der Wechsel zum langen Putter für ihn ein Ausweg war – nicht unbedingt einfacher, aber stabiler und körperlich schonender. Entscheidend sei, eine Technik zu finden, die Vertrauen gibt: „Komfort ist das A und O“, sagt er. 

Langers Fitness-Geheimnis: Cardio, Stretching, leichte Gewichte

Sein letzter großer Rat betrifft das Thema Fitness. Langer trainiert fast täglich: Cardio, Stretching, leichte Gewichte. Besonders wichtig sei ein Dehnprogramm, das die gesamte Vorderseite des Körpers öffnet – als Ausgleich für stundenlanges Sitzen, Reisen und lange Runden. Sein Fazit: Wer lange gut Golf spielen will, braucht nicht nur Talent, sondern Disziplin, clevere Trainingsanpassungen – und große Freude am Spiel. Langers Karriere beweist, dass dieser Weg selbst mit Ende 60 noch zu Siegen führen kann.

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