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Dritter-Major-Sieg: Nelly Korda
Dritter-Major-Sieg: Nelly Korda | © Sarah Stier/Getty Images

Korda wieder die Nummer eins

Es gibt diese Major-Sonntage, die großes Drama liefern und es gibt jene, bei denen die Golffans auf einen Titel-Thriller verzichten müssen. Einfach, weil ein Akteur ein Tempo vorlegt, das die Konkurrenz nicht mitgehen kann. Zweiteres war bei der Chevron Championship der Fall, die in diesem Jahr erstmals im Memorial Park in Houston stattfand.

 

Nelly Korda hatte das Turnier mit zwei 65er Runden zum Auftakt früh dominiert und gab ihren Vorsprung nicht wieder her. Fünf Schläge Vorsprung hatte sie vor der Finalrunde des ersten Major-Turniers der Frauen, fünf waren es auch nach dem Ende des Turniers. Eine 70 (-2) war am Sonntag genug, um die Konkurrentinnen nicht näher als vier Schläge an sie heranrücken zu lassen.

 

„Es ist nicht einfach, mit so einem großen Vorsprung ins Rennen zu gehen“, sagte Korda. „Die Herausforderung ist dann: Wo spiele ich weiter mein normales Spiel – und wo werde ich etwas defensiver?“ Diese Herausforderung meisterte sie imposant. Zwei Birdies und sieben Pars auf den ersten Neun, je zwei Birdies und Bogeys auf den Löchern zehn bis 18. Am Ende triumphierte sie mit einem Gesamtergebnis von -18 vor Ruoning Yin und Patty Tavatanakit (-13).

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Es war ihr dritter Major-Titel, der 17. Sieg auf der LPGA Tour und der 21. weltweit. Der Lohn: 1,35 Millionen US-Dollar und die Rückkehr an die Spitze der Weltrangliste, die sie im August 2025 an Jeeno Thitikul abgegeben hatte.

 

„Einfach unglaublich“, so Korda weiter. „Ich glaube, es ist noch gar nicht richtig bei mir angekommen, aber was für eine Woche. Ich bin vor allem erleichtert, wenn ich daran denke, wie ich mich während der Runde gefühlt habe – die Nerven, diesen Vorsprung zu verteidigen, der Platz. Und jetzt bin ich einfach nur glücklich.“
 

Zurück im Kreis der Siegerinnen

Auf dem Papier war die vergangene Saison für Nelly Korda eine Enttäuschung. Hatte die Amerikanerin 2024 noch sieben Siege erringen können, kam im Folgejahr kein weiterer dazu. Aber viel vorwerfen konnte sich die Olympiasiegerin von 2020 nicht. Im Gegenteil: Korda, 27, spielte auch im vergangenen Jahr herausragend bestechend gut Golf, verbesserte ihren Rundenschnitt sogar im Vergleich zum Vorjahr von 69,59 auf 69,44 Schläge. Dennoch kamen keine weiteren Pokale mehr zur imposanten Sammlung.

 

2026 sieht es für die Solheim-Cup-Spielerin wieder anders aus. Bei fünf Starts stehen nun bereits zwei Siege sowie drei zweite Plätze in der Bilanz. Obwohl sie auf Starts bei den Asien-Gastspielen verzichtete, stand ihr Name bereits vor dem Major ganz oben in der Saisonwertung.

 

Esther Henseleit, die einzige Deutsche im Feld, hatte am Freitag den Sprung ins Wochenende verpasst. Es war der erste verpasste Cut bei einem der ganz großen Turniere seit der Womens British Open 2023.

 

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