Korda vor drittem Major-Sieg
Auf dem Papier war die vergangene Saison für Nelly Korda eine Enttäuschung. Hatte die Amerikanerin 2024 noch sieben Siege erringen können, kam im Folgejahr kein weiterer dazu. Aber viel vorwerfen konnte sich die Olympiasiegerin von 2020 nicht. Im Gegenteil: Korda, 27, spielte auch im vergangenen Jahr herausragend gut Golf, verbesserte ihren Rundenschnitt sogar im Vergleich zum Vorjahr von 69,59 auf 69,44 Schläge. Dennoch kamen keine weiteren Pokale mehr zur imposanten Sammlung.
Auch 2026 zeigt die zweimalige Major-Siegerin wieder ihre große Klasse. Bei vier Starts stehen ein Sieg beim Saisonauftakt in Florida sowie drei zweite Plätze in der Bilanz. Obwohl sie auf Starts bei den Asien-Gastspiele verzichtete, steht ihr Name ganz oben in der Saisonwertung. Bei der Chevron Championship im Memorial Park Golf Course bei Houston galt sie im Vorfeld als Top-Favoritin auf den ersten Major-Titel der Saison – und wird dieser Rolle bislang absolut gerecht.
65, 65 und 70 Schläge stehen aktuell in der Bilanz. Die Folge: Mit 16 unter Par führt sie das prominent besetzte Feld deutlich an. Ihr Vorsprung auf die zweitplatzierte Thailänderin Patty Tavatanakit beträgt vor der Schlussrunde fünf Schläge.
Fünf Schläge Vorsprung vor dem Finale
„Ich habe auf den ersten Neun wirklich solide gespielt, aber dann – vielleicht war es nicht mal Konzentrationsmangel, aber der Wind frischte auf“, kommentierte sie ihre etwas wechselhafte Leistung am Samstag. „Ich habe mich eigentlich in tolle Positionen gebracht, es dann aber bei der Ausführung einfach nicht gut zu Ende gebracht.“
Für den Finaltag steht sie nun vor einer Aufgabe, die mental nicht ganz einfach zu bewältigen ist: Einen deutlichen Vorsprung an einem Major-Sonntag über die Ziellinie bringen. Dazu Korda: „Genau deshalb machen wir das doch, oder? Um an einem Major-Sonntag ganz vorne mitzuspielen. Ich werde mich einfach nur auf mich selbst konzentrieren, an meinen Abläufen arbeiten und mich voll darauf einschießen. Ich will einen richtigen Tunnelblick entwickeln und die ganzen Nebengeräusche von außen komplett ausblenden.“
Als geteilte Dritte gehen Ruoning Yin und Pauline Roussin-Bouchard in das Finale. Bei -10 beträgt der Rückstand des Duos sechs Schläge auf die Spitze.
Esther Henseleit, die einzige Deutsche im Feld, hatte am Freitag den Sprung ins Wochenende verpasst. Es war der erste verpasste Cut bei einem der ganz großen Turniere seit der Womens British Open 2023.







