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Konstant wie Korda: Starke Drives sind nicht immer nur lang, sondern vor allem präzise. | © golfsupport.nl/Brian Spurlock/ism

Konstanz vom Tee: So treffen Sie endlich mehr Fairways

Eine gute Nachricht zum Einstieg, falls Sie sich hin und wieder grämen, weil Sie das Fairway vom Abschlag nicht treffen: Sie sind damit nicht allein! Selbst die besten Spieler der Welt weisen über eine Saison bloß eine durchschnittliche Quote von 72 bis 74 Prozent auf. Trotzdem scheint es oft, als würden viele Amateure Perfektion von sich erwarten. „Wir Deutschen wollen bei Konstanz oft 100 Prozent. Das ist nicht erreichbar“, sagt Frank Adamowicz, PGA Golf Professional. Sein Credo: Setzen Sie sich realistische Maßstäbe und bleiben Sie entspannt, wenn Schläge misslingen. „Wenn du konstant werden willst, musst du auch konstant denken. Hake den Ausreißer ab – der nächste kommt besser.“

Der Treffpunkt entscheidet

Der für Adamowicz wichtigste technische Aspekt für weite und präzise Drives ist klar: ein sauberer Treffpunkt in der Mitte der Schlagfläche. „Ihr wollt alle weit schlagen – verstehe ich. Aber es gibt etwas Wichtigeres: Mittigkeit. Triff den Ball da, wo er hingehört“, sagt er im Video (s.u.). Der Weg dorthin führt über Rhythmus, Timing und ein vollständiges Ausholen. „Ruhig schwingen heißt nicht lahm. Es heißt, dass die Ausholbewegung fertig ist – und dann geht erst die Fahrt los.“ Viele Tourprofis halten oben „bewusst kurz an“, um den Abschluss des Rückschwungs zu spüren.

So erzeugen Sie Wiederholbarkeit

Zur Routine empfiehlt Adamowicz ein klares Zielbild wie auf dem Platz – inklusive Zwischenziel am Boden. Der Ablauf: „Geh hinter den Ball, such dir ein Zwischenziel, entspanne die Handgelenke, richte erst den Schläger aus, dann die Füße. Blick nach vorn, Ampel auf Grün – und dann ein ruhiger Schwung.“ Wer so trainiert, erzeugt Wiederholbarkeit. Und: Es muss nicht immer der Driver sein vom Abschlag. Gerade auf engen Bahnen kann auch ein Fairwayholz vom Tee eine gute Wahl sein. 

Wie Konstanz entsteht

Ein unterschätzter Aspekt ist Zeitdisziplin. „Du hast für den Schlag 45 Sekunden. Die wenigsten brauchen mehr als 20 bis 24“, sagt Adamowicz. Sein Argument: Der Aufwand für das Golfspiel sei groß, „Zeit, Geld, Energie – und dann lasse ich mir am Ball keine Zeit? Das passt nicht.“


Sein Fazit: Konstanz entsteht aus realistischer Erwartung, klarer Routinen, ruhigem Rhythmus und dem Mut, situativ das passende Werkzeug zu wählen – notfalls ein Holz statt des Drivers. „Trainiert qualitativ besser, ruhiger. Dann stellt sich die Konstanz ein – und das Spiel macht mehr Spaß.“

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