Sunshine Tour: John zur Halbzeit vorne
Allen John geht als Führender ins Wochenende der Serengeti Playoffs. Mit einer starken 63er Runde am Freitag setzte sich der Rookie der Sunshine Tour mit insgesamt 13 Schlägen unter Par an die Spitze des Feldes im Serengeti Estates in Südafrika. Zwei Schläge hinter ihm liegt der Südafrikaner Daniel van Tonder, der ebenfalls eine 63 unterschrieb. Dahinter folgen Jaco Prinsloo und Ockie Strydom mit jeweils neun unter Par.
Für John ist die Führung auch eine Belohnung für anstrengende Wochen. Der Deutsche musste zuletzt mehrfach durch die Vorqualifikation der Sunshine Tour und verpasste anschließend mehrere Cuts. Erst bei der Joburg Open gelang ihm der Befreiungsschlag: Beim gemeinsam von der Sunshine Tour und der DP World Tour ausgetragenen Turnier spielte er erstmals wieder bis zum Wochenende und belegte Rang 18.
„Ich bin sehr zufrieden mit der heutigen Runde“, sagte John. „Ich habe mir viele Chancen erarbeitet und die meisten davon genutzt. Es ist immer schön, eine niedrige Runde zu spielen. Die letzten Wochen waren körperlich und mental sehr schwierig, deshalb fühlt sich dieses Ergebnis wie ein Wendepunkt an.“ Besonders bemerkenswert ist, dass John gehörlos geboren wurde und trotz seiner starken Hörbeeinträchtigung auf professionellem Niveau spielt. Mit Hörgeräten erreicht er etwa 85 Prozent Hörvermögen. Dennoch fehlen ihm viele akustische Rückmeldungen, die andere Profis im Spiel nutzen.
„Ein Profi reagiert normalerweise auf das Geräusch, wenn der Ball den Schläger trifft, oder darauf, wie der Schläger den Boden berührt“, erklärt John. „Diese Geräusche kann ich nicht wirklich wahrnehmen. Ich orientiere mich deshalb komplett am Gefühl – an dem, was ich beim Schlag spüre.“ Trotz dieser besonderen Herausforderungen fühlt sich der Deutsche derzeit wohl auf dem Platz. „Ich genieße dieses Turnier hier sehr. Am Wochenende warten noch 36 Löcher, aber ich bin glücklich mit meiner Ausgangsposition. Mal sehen, was die nächsten Tage bringen.“







