Partner des DGV

Sieger in Irland: Italien
Sieger in Irland: Italien | © EGA

Italien Sieger, Deutschland verliert zum Abschluss

Die Platzierungsrunde war von Bundestrainer Christoph Herrmann zum Charaktertest ausgerufen worden. Nach dem bitteren Aus im Viertelfinale gegen Dänemark war zunächst Rang fünf das neue Maximalziel. Der Traum von einer Medaille war für das deutsche Team am Freitag frühzeitig geplatzt.

 

Doch wer in den verbleibenden Partien auf etwas leichtere Gegner spekuliert hatte, wurde schnell eines Besseren belehrt. Bereits am Samstag wartete mit Titelverteidiger Schweden ein echtes Kaliber, das die deutsche Auswahl nach hartem Kampf knapp bezwingen konnte. In der letzten Begegnung am Sonntag – es ging um Platz sieben – war Frankreich der Gegner. Ein weiteres Indiz für die enorme Leistungsdichte in diesem Wettbewerb.

 

Professionell, hellwach und engagiert wollte das Team die letzten Partien bestreiten. Doch nach dem bitteren Viertelfinal-Aus und der knappen Niederlage gegen Schweden gelang es der deutschen Mannschaft nicht, sich mit einem Sieg von dieser EM zu verabschieden. Frankreich war an diesem Samstag zu stark und gewann vier der fünf Matches.

0,5 : 4,5 gegen Frankreich

Im Foursome – in der Platzierungsrunde wird ein Vierer und vier Einzel gespielt – traten Peer Wernicke und Yannick Malik (beide GC Hubbelrath) gegen den französischen Top-Spieler Hugo Le Goff und Alexis Leray an. Das Duell war umkämpft, ging jedoch mit 2&1 an Frankreich.

 

In den Einzeln kam keine echte Spannung auf. Die Franzosen zeigten sich dominant: Louis Anceaux besiegte Tim Wiedemeyer (GC St. Leon-Rot), der vergangene Woche bei der BMW International Open noch für Furore sorgen konnte, klar mit 4&3. Oscar Couilleau setzte sich mit 5&4 gegen Wolfgang Glawe (GC Hubbelrath) durch und Paul Beauvy gewann 4&2 gegen Tom Haberer (GC Hubbelrath). In der letzten Partie zwischen Finn Kölle (GC St. Leon-Rot) und Ugo Malcor einigte man sich auf ein Unentschieden – ein halber Punkt, der am Gesamtausgang nichts mehr änderte. Am Ende landet die deutsche Auswahl auf dem achten Rang der Team-EM.

Italien beendet lange Durststrecke

Erstmals seit 1999 ging der Titel an Italien, das am Samstag Dänemark im Finale mit 6,5:0,5 deutlich bezwang. Bereits im Halbfinale hatten die Italiener mit einem spektakulären Sieg gegen England überzeugt und gingen mit viel Selbstvertrauen ins Endspiel. Zwei Siege in den morgendlichen Foursomes legten die Basis, ehe die starken Einzel den souveränen Gesamtsieg besiegelten. Dänemark, das sich am Freitag noch eindrucksvoll gegen Irland ins Finale gekämpft hatte, konnte diesmal nicht gegenhalten.

 

Coach Alberto Binaghi, früher selbst Profi, war nach dem Titelgewinn überwältigt: „Das ist kaum in Worte zu fassen. Wir sind sehr stolz – besonders, weil wir auf irischem Boden mit so großer Golfgeschichte gewonnen haben. Unser Spiel gegen England war schon großartig, aber heute waren wir einfach nicht zu stoppen.“

 

Im Spiel um Bronze setzte sich England knapp mit 4:3 gegen Gastgeber Irland durch – Charlie Forster sicherte mit einem starken Pitch auf dem 19. Loch den entscheidenden Punkt. Im weiteren Platzierungsspiel gewann Schweden mit 3:2 gegen Finnland.

 

Zum Scoring

Partner des DGV