Henseleit zur Halbzeit beste Europäerin
Geduld ist enorm wichtig im Golf. Die Chinesin Ruoning Yin durfte das am zweiten Tag des Blue Ray LPGA in Hainan erleben. Es lief nicht wirklich nach Plan für die Lokalmatadorin. Okay, ihre zwei Bogeys konnte sie mit zwei Birdies am Freitag wieder ausgleichen, aber auf dem Par 3 der siebten Bahn begann dann die große Show. Yin zückte das Eisen acht, traf den Ball perfekt – und lochte vom Tee weg ein. Es war das erste Ass der noch jungen LPGA-Saison 2026.
„Mein Schwung war bis dahin nicht wirklich gut, aber ich habe gespürt, dass er diesmal perfekt war. Der Ball hatte die ideale Kurve, es war etwas ganz Besonderes. Meine Mutter schrie, da habe ich schon aus der Entfernung gemerkt, was passiert war“, so die Schützin selbst. Damit steuerte sie 20.000 US-Dollar Prämie für ein Kinderkrankenhaus bei. „Das bedeutet mir definitiv viel, denn das ist eine Menge Geld“, so Yin.
Eine Menge Geld ist auch für Esther Henseleit drin. Die Spielerin aus dem Elite Team Germany ist zur Halbzeit des Turniers in China nicht nur beste Deutsche, sondern auch beste Europäerin. Ihren drei Schlagverlusten standen in Durchgang zwei am Freitag vier Birdies gegenüber. Die Folge: eine 71 und gesamt -5, was ihr den geteilten elften Rang (neben Yin) einbringt. Damit liegt sie nur einen Schlag hinter den Top Ten und hat in China erneut gute Chancen, am Wochenende ein sehr gutes Ergebnis einzufahren.
Als Führende geht die Koreanerin Mi Hyang Lee ins Wochenende. Mit gesamt -11 unterstreicht sie einmal mehr die Dominanz der starken Asiatinnen. Dahinter lauern die Chinesin Yu Liu (-10) und die US-Amerikanerin Auston Kim (-9). Mit Isi Gabsa (+7), Polly Mack (+9) und Aline Krauter (+12) haben die drei weiteren deutschen Teilnehmerinnen den Sprung ins Wochenende verpasst.







