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Sie beendete die Chevron Championship in den vergangenen beiden Jahren jeweils unter den Top 20: Esther Henseleit. | © 2026 Getty Images

Henseleit mit guten Erinnerungen zum ersten Major

LPGA Tour: Chevron Championship

Memorial Park Golf Course, Texas, 23. bis 26. April

Auf der LPGA Tour wird es jetzt ernst: In Texas steht mit der Chevron Championship das erste Major des Jahres an – und damit eine Woche, in der Geschichte geschrieben werden kann. Erstmals wird das Turnier im Memorial Park Golf Course ausgetragen. Der von Tom Doak (mit Unterstützung von Brooks Koepka) designte Kurs bringt Major-Golf mitten ins Herz von Houston. 132 Spielerinnen kämpfen um ein Gesamtpreisgeld von neun Millionen Dollar und um einen der prestigeträchtigsten Titel im Damengolf.

 

Titelverteidigerin ist Mao Saigo, die 2025 in einem historischen Fünfer-Playoff ihren ersten LPGA-Sieg überhaupt feierte – und das direkt bei einem Major. Eine Titelverteidigung wäre der nächste große Schritt in ihrer Karriere. Das Feld ist hochkarätig besetzt, wie es sich für ein Major gehört: An der Spitze stehen die Top drei der Weltrangliste: Jeeno Thitikul, Nelly Korda und Hyo Joo Kim, die allesamt bereits in dieser Saison gewonnen haben. Besonders Thitikul jagt noch ihren ersten Major-Titel und bringt dafür beste Voraussetzungen mit.

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Auch mehrere Spielerinnen können in dieser Woche Geschichte schreiben: In Gee Chun, Minjee Lee und Anna Nordqvist haben die Chance, mit einem Sieg den Career Grand Slam zu vollenden. Und Lydia Ko könnte mit einem Triumph zudem an Annika Sörenstam in der ewigen Preisgeldliste vorbeiziehen. Ein emotionaler Moment steht ebenfalls bevor: Stacy Lewis bestreitet ihr letztes Turnier auf der LPGA Tour. Die zweifache Major-Siegerin verabschiedet sich damit von der großen Bühne.

 

Im vergangenen Jahr waren bei der Chevron Championship noch drei deutsche Spielerinnen am Start. Weder Caroline Masson noch Sophia Popov nehmen diese Woche jedoch teil, sodass einzig Esther Henseleit die deutsche Fahne hochhält. Ihr Auftritt bei der vergangenen Ausgabe war überzeugend. Dank einer 69 am Finaltag erreichte die Spielerin des Elite Team Germany die Top 20 – zum zweiten Mal in Folge bei diesem Turnier. Das erste Major des Jahres lag der 27-Jährigen also zuletzt. Ihre aktuelle Form lässt hingegen zu wünschen übrig. Sowohl bei der Aramco Championship als auch bei der LA Championship verpasste Henseleit den Cut. Es ist also an der Zeit, wieder in den Major-Modus zu kommen.

PGA Tour: Zurich Classic

TPC Louisiana, Louisiana, 23. bis 26. April

Wenn auf der PGA Tour nicht mehr nur Einzelleistungen zählen, sondern echtes Teamwork gefragt ist, dann ist es wieder Zeit für ein ganz besonderes Event: die Zurich Classic of New Orleans. Als einziges offizielles Teamturnier im Kalender sorgt es für willkommene Abwechslung im Tour-Alltag und begeistert regelmäßig mit spektakulärem Golf. Austragungsort ist wie gewohnt der TPC Louisiana, ein von Pete Dye entworfener Par-72-Kurs (6.789 Meter), der trotz zahlreicher Wasserhindernisse als durchaus „scorable” gilt. Genau das macht ihn perfekt für das besondere Format: 74 Zweierteams kämpfen über vier Runden um den Titel.

 

Das Spielsystem sorgt für zusätzliche Spannung: In der ersten und dritten Runde wird im Vierball (Bestball) gespielt – hier sind niedrige Scores fast garantiert. Runde zwei und die Finalrunde hingegen werden im klassischen Vierer (Alternate Shot) ausgetragen. Titelverteidiger sind Ben Griffin und Andrew Novak, die im Vorjahr ihren ersten PGA-Tour-Sieg feiern konnten. Nun greifen sie nach einer historischen Titelverteidigung, die im Teamformat bislang noch niemandem gelungen ist.

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Im Fokus stehen auch die Fitzpatrick-Brüder: Matt Fitzpatrick reist nach Siegen beim RBC Heritage und bei der Valspar Championship in Topform an. Bruder Alex Fitzpatrick feierte kürzlich seinen ersten Titel auf der DP World Tour. Ein weiteres hochkarätiges Duo bilden Brooks Koepka und Shane Lowry. Lowry kennt das Turnier bestens und gewann es 2024 gemeinsam mit Rory McIlroy.

 

Mit Stephan Jäger, Jeremy Paul und Matti Schmid sind gleich drei Spieler des Elite Team Germany am Start. Ein reindeutsches Team gibt es jedoch nicht. Jäger spielt gemeinsam mit Jackson Suber, Paul mit Harry Higgs und Schmid mit dem Iren Seamus Power. Im vergangenen Jahr kam es noch zu einer besonderen Konstellation: Die Paul-Brüder Jeremy und Yannik bildeten ein Team und erfüllten sich damit einen Lebenstraum.

Ladies European Tour: Investec SA Womens Open

Royal Cape Golf Club, Südafrika, 23. bis 26. April

Nach dem dramatischen Playoff-Sieg von Agathe Laisne in Johannesburg zieht die Ladies European Tour weiter nach Kapstadt, wo mit der Investec SA Womens Open eines der traditionsreichsten Turniere im Kalender wartet. Erstmals wird das Turnier im Royal Cape Golf Club ausgetragen, einem geschichtsträchtigen Platz, der bereits 1885 gegründet wurde und als ältester Golfclub Südafrikas gilt. Eingebettet in die spektakuläre Kulisse des Tafelbergs bietet er eine würdige Bühne für die 33. Ausgabe des Turniers.

 

Insgesamt 120 Spielerinnen aus 35 Nationen kämpfen über vier Runden um ein Preisgeld von 350.000 Euro. Das Turnier ist der achte Saisonstopp der LET und gleichzeitig das zweite Event des Südafrika-Swings gemeinsam mit der Sunshine Ladies Tour. Im Fokus steht natürlich Siegerin Laisne, die nach ihrem Triumph nun auch die Order of Merit anführt und mit viel Selbstvertrauen an den Start geht. Doch die Konkurrenz ist stark, allen voran Lokalmatadorin Casandra Alexander, die in der Vorwoche im Playoff knapp unterlag und nun vor heimischem Publikum auf Revanche hofft.

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Auch Kirsten Rudgeley, die ebenfalls im Stechen von Johannesburg stand, gehört zum erweiterten Favoritenkreis. Insgesamt sind 28 LET-Siegerinnen im Teilnehmerfeld vertreten. Besondere Aufmerksamkeit verdient zudem Lee-Anne Pace: Die Lokalheldin hat das Turnier bereits fünfmal gewonnen und könnte nun Geschichte schreiben, denn ein sechster Titel wäre einzigartig. Das Feld wird unter anderem durch frühere Siegerinnen wie Alice Hewson und Diksha Dagar ergänzt. 

 

Patricia Schmidt, Alexandra Försterling, Carolin Kauffmann, Verena Gimmy und Celina Sattelkau bilden ein deutsches Quintett, das in der vergangenen Woche in Südafrika bereits gemeinsam am Start war. Mit Olivia Cowan fehlt jedoch die beste Deutsche aus Johannesburg (T13). Schmidt landete ebenfalls in den Top 20 und feierte damit ihr bislang bestes Saisonergebnis. Försterling ist als Gesamtfünfte weiterhin beste Deutsche in der Order of Merit. 

DP World Tour: Volvo China Open

Shanghai Enhance Anting GC, China, 23. bis 26. April

In dieser Woche setzt die DP World Tour ihren Asian Swing mit der Volvo China Open, dem vorletzten Event dieser Serie, fort. Im Mittelpunkt steht Titelverteidiger Ashun Wu, der sich 2025 mit einer starken Schlussrunde seinen zweiten Sieg bei seinem Heimturnier sicherte. Nun greift der 40-Jährige nach Geschichte. Noch nie konnte ein Spieler seinen Titel bei diesem Turnier verteidigen oder gar dreimal gewinnen. Trotz Verletzungsproblemen im vergangenen Jahr zählt Wu erneut zu den Top-Spielern im Feld – ebenso wie Alexander Levy, der ebenfalls die Chance auf einen dritten Triumph hat.

 

Austragungsort ist erneut der Shanghai Enhance Anting Golf Club, ein moderner Platz, der von Robert Trent Jones II entworfen wurde. Das Turnier wird gemeinsam mit der China Tour organisiert und bringt ein großes, internationales Teilnehmerfeld mit 156 Spielern zusammen. Neben lokalen Stars sind auch bekannte Namen wie Thriston Lawrence, Nacho Elvira und Jordan Gumberg am Start. Insgesamt geht es um ein Preisgeld von 2,75 Millionen US-Dollar.

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Auch im Race to Dubai spielt das Turnier eine wichtige Rolle: Jordan Gumberg führt aktuell die Asian-Swing-Wertung an und könnte seine Position weiter ausbauen. Seine Verfolger, wie beispielsweise Jorge Campillo oder Eugenio Chacarra, wollen hingegen wichtige Punkte sammeln. Die drei besten Spieler dieser Wertung qualifizieren sich für die PGA Championship – ein zusätzlicher Anreiz in dieser Phase der Saison.

 

Auch unter den deutschen Teilnehmern Freddy Schott, Nicolai von Dellingshausen, Marcel Siem, Marcel Schneider und Jan Schneider befinden sich sicherlich Anwärter auf diese Startplätze. Schott befindet sich in absoluter Topform: Bei seinen vergangenen fünf Starts erreichte er dreimal die Top 20 – darunter sein Sieg in Bahrain. Zudem überzeugte der Longhitter bei seinem bislang einzigen Start bei der China Open 2024, als er geteilter Elfter wurde. Nicht viel zum Sieg bei diesem Turnier fehlte Siem vor zehn Jahren, als er vier Schläge hinter dem damaligen Sieger Haotong Li lag. Elite-Team-Germany-Spieler von Dellingshausen feiert nach einer zehnwöchigen Babypause sein Comeback auf der Tour.

Weitere Turniere mit deutscher Beteiligung:

PGA Tour Champions: Mitsubishi Electric Classic

TPC Sugarloaf, Georgia, 24. bis 26. April

 

Alex Cejka

 

Epson Tour: IOA Championship

Morongo Golf Club at Tukwet Canyon, Kalifornien, 24. bis 26. April

 

Sophie Hausmann, Christin Eisenbeiss und Jordan Fischer

 

Legends Tour: Barbados Legends

Apes Hill, Barbados, 24. bis 26. April

 

Thomas Gögele

 

Asian Tour: Singapore Open

Sentosa Golf Club, Singapur, 23. bis 26. April

 

Dominic Foos, Maximilian Rottluff und Marc Hammer

 

PGA Tour Americas: 94 Abierto del Centro Zurich

Cordoba Golf Club, Argentinien, 23. bis 26. April

 

Jonas Baumgartner

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