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Starker Aufsteiger: Korbinian Walther und sein GC Am Habsberg dominieren den Samstag am letzten Spieltag der 1. Bundesliga Süd in München und melden Final-Four-Ambitionen an. | © DGV/Eibl

Habsberg marschiert

Seit Jahren ist der Münchener GC so etwas wie die sportliche Nummer eins im bayerischen Männer-Golf. Nun kommt plötzlich ein ziemlich frecher und bärenstarker Aufsteiger um die Ecke und meldet Ambitionen an. Das Team aus dem GC Am Habsberg hatte es in nur fünf Jahren von der Landes- in die 1. Bundesliga geschafft – und schickt sich an, in seiner ersten Saison im Oberhaus gleich für einen Coup zu sorgen: Die Mannschaft von Trainer Peter Wolfenstetter dominierte Einzel und Vierer am fünften Spieltag der Deutschen Golf Liga presented by All4Golf in München in beeindruckender Art und Weise. Habsberg führt vor den Einzeln am Sonntag mit gesamt -22 vor Tabellenführer St. Leon-Rot (-18) und Gastgeber München (-10). Der Abstand zum Frankfurter GC (-7), mit dem sich Habsberg um den zweiten Final-Four-Platz streitet, beträgt 15 Schläge.

 

„Das war heute eine sehr ordentliche Leistung meiner Jungs, auf die sie zurecht stolz sein können. Bei uns wissen alle um die große Chance, die wir als Aufsteiger haben. Vor der Saison hatte uns keiner der Konkurrenten so richtig auf dem Schirm, wenn es um die Verteilung der Riedhof-Tickets geht. Spätestens jetzt wissen alle, dass mit uns zu rechnen ist“, erklärt Wolfenstetter. Er wolle mit seinem Team am Sonntag direkt an die starke Leistung anknüpfen, um dann die Zimmer fürs Final Four (1./2. August, GC München-Riedhof) buchen zu können. Wolfenstetter hatte 2019 die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft mit dem Stuttgarter GC Solitude gewonnen und ist mit Habsberg nun auf dem besten Weg, sich an die nationale Spitze zu pirschen.

Die Männer aus dem Frankfurter GC stehen vor der Entscheidung am Sonntag des fünften und letzten DGL-Spieltages mit gesamt -7 auf Rang vier und werden in den letzten Einzelpartien der Saison 2026 alles daran setzen, Habsberg noch einzuholen. FGC-Coach Jan Pelz: „Wir werden am Sonntag Gas geben.“ Gastgeber München möchte in seinem Heimspiel einen versöhnlichen Saisonabschluss feiern und zu Hause unbedingt gewinnen. Mit Bence Somogyi und Maximilian Hirsch erzielten zwei MGC-Akteure jeweils die tiefste Einzelrunde in Straßlach (66/-6).

 

Für den GC Augsburg gehen derweil zwei Jahre in der 1. Bundesliga Süd der Männer zu Ende. Die Schwaben stehen bereits als Absteiger fest und auch nach Einzeln und Vierern des Samstags ganz unten in der Tabelle. Der Club wird sich zudem einen neuen Coach für das Team suchen müssen, denn Felix Eibl wird Augsburg zum Jahresende verlassen. Der frühere Playing Pro wird Coach am Leistungszentrum des Bayerischen Golfverbandes in München – und ist begeistert: „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe. Aber klar, es gehen für mich auch viele tolle Jahre beim GCA zu Ende“, so Eibl.

In der 1. Bundesliga Süd der Frauen sind bereits alle Entscheidungen vor dem fünften und letzten Spieltag in München gefallen. Die beiden Teams aus St. Leon-Rot und Stuttgart, die im Vorjahr Gold und Silber geholt hatten, stehen bereits als Final-Four-Teilnehmer fest. Der 1. GC Fürth kann das rettende Ufer aus eigener Kraft nicht mehr erreichen und hat sich bereits selbst zum Absteiger erklärt. Nach den Einzeln und Vierern am Samstag führt Meister SLR mit gesamt Even Par vor München und Stuttgart (jeweils +5).

 

„Der Samstag war grundsätzlich solide. Wir haben wenige Fehler zugelassen und gute Putts gemacht, die leider nicht gefallen sind. Aber die Fortschritte im Bereich des Speedmanagements waren deutlich erkennbar. Wir werden nochmal an den Speed/Break-Match rangehen und morgen natürlich unser Bestes geben, um die fünf Punkte mit nach Hause zu nehmen“, erklärt SLR-Coach Sebastian Buhl die Marschroute.

Weitere Stimmen

Philipp Schweyer, Captain GC Augsburg: „Unsere Situation war vorher schon klar. Abstieg nach vier Spieltagen, klar, das ist nicht schön. Dennoch wollen wir am letzten Spieltag in München beweisen, dass wir in diese Liga gehören. Die Ergebnisse entwickeln sich in die richtige Richtung und es ist noch Luft nach oben. Wir wollen uns mit wehenden Fahnen und mit einem guten Gefühl nur für kurze Zeit aus Liga eins verabschieden.“

 

Marco Müntnich, Trainer SLR Männer: „Wir sind heute Früh in den Einzeln ordentlich in den Tag gestartet. Den Nachmittag haben wir uns natürlich anders vorgestellt, rücken aber nicht von der Zielsetzung ab, die fünf Punkte mit nach St. Leon-Rot zu nehmen. Wir nehmen morgen die Rolle des Jägers an und freuen uns auf einen spannenden Sonntag.“

 

Heiko Burkhard, Trainer Stuttgart Frauen: „Wir hatten etwas Glück mit dem Wetter; die Gewitter sind vorbeigezogen. Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden, denn die eine oder andere bei uns hatte ihren ersten Einsatz. Die Vierer waren gut, morgen werden wir etwas nachjustieren und schauen, was am Ende für uns rauskommt. Wir freuen uns drauf.“

 

Michael Heffner, Trainer Fürth Frauen: „Ich bin ganz zufrieden. Wir sind in einer guten Ausgangsposition und können das ein oder andere Team noch hinter uns lassen. Morgen geben wir Vollgas und werden es nochmal genießen, in der 1. Bundesliga abzuschlagen.“

 

Arne Dickel, Trainer München Männer: „Wir hatten heute sehr gute Einzel und waren wirklich zufrieden. Leider waren dann die Vierer am Nachmittag nicht so, wie wir uns das vorgestellt hatten. Dennoch werden wir morgen noch mal alles geben und versuchen, noch den einen oder anderen Platz aufzuholen.“

 

 

Zwischenstand 1. Bundesliga Frauen Süd > > >

 

 

Zwischenstand 1. Bundesliga Männer Süd > > >

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