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Mit einem Birdie auf Bahn 18 seiner Finalrunde sichert sich der Oberammergauer Christoph Günther den Titel bei der 4. Dieter Praun Trophy und damit auch die German PGA Seniors Championship 2025. | © Matthias Lettenbichler

Günther gewinnt mit Birdie auf der 18

„Ich schaue schon seit ein paar Jahren auf dieses Turnier, weil ich natürlich wusste, dass die Uhr auch für mich in Richtung 50 tickt. Nun durfte ich endlich mitspielen.“ Mit diesen Worten eröffnete Christoph Günther seine Siegerrede, nachdem er seine große spielerische Klasse einmal mehr unter Beweis gestellt hatte – nun erstmals im Lager der Senioren, der Ü50-Mitglieder der PGA of Germany. Seit seinem 50. Geburtstag am 22. Juli 2025 ist er bei den Senioren spielberechtigt, und dass er das Golfen nicht verlernt hat, das demonstrierte der mehrfache deutsche Golflehrermeister, German PGA Champion, Challenge-Tour-Sieger und ehemalige Spieler der European Tour in Würzburg eindrucksvoll. Nicht weniger als 19 Birdies zauberte er in den drei Turnierrunden auf den topp präparierten Platz des GC Würzburg, nutzte die treuen Grüns immer wieder auch aus großer Distanz zum Schlaggewinn und glich die wenigen Fehlschläge stets postwendend wieder aus.

 

Wie gut er aktuell in Form ist, auch konditionell, das bewies er eindrucksvoll nicht zuletzt an der letzten Spielbahn des Turniers: Das Par 3 misst 162 Meter, für Nervenkitzel sorgt ein Wasserhindernis direkt hinter dem Grün. In diesen Teich hatte wenige Minuten zuvor der Australier Paul Archbold seinen Ball geschlagen, konnte zwar noch das Bogey retten, fiel aber zurück auf -5. Schlaggleich mit -6 standen Günther und der Südafrikaner Glen Hutcheson auf dem 18. Abschlag, beide trafen das ausladende Grün. Doch während Hutcheson seinen Putt aus elf Metern knapp am Loch vorbeischob, hatte Günther ganz offenbar keine Lust auf ein Stechen, lochte aus sechs Metern ebenso nervenstark wie abgeklärt zum Birdie ein und gewann damit seine erste Dieter Praun Trophy auf Anhieb – ganz nach dem Motto: Er kam, sah und siegte. „Der Putt war ein bisschen außerhalb rechts, ich hatte schon in Runde zwei an der 18 das Birdie gemacht, auch da von hinter der Fahne aus dem etwa gleichen Winkel. Das Grün ändert sich ja nicht grundsätzlich, und ich habe dann tatsächlich einfach an Menschen gedacht, die mir wichtig sind, und die sich sehr freuen würden, wenn ich den jetzt reinmache. Und es hat geklappt.“

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In seiner Siegerrede dankte der Champion zum einen Hella Schoepe-Praun, die das Turnier initiiert hatte und als Titelsponsorin aus dem Vermächtnis ihres Bruders Dieter Praun finanziert. Zum anderen richtete er sein Dankeschön an die Kollegen aus Großbritannien, die einen Großteil des Feldes stellen. „Was uns alle hier verbindet, ist die Leidenschaft für Golf. Eine Leidenschaft, die Dieter Praun gelebt hat, und die mit diesem Turnier weiterlebt. Wenn man sich das Leaderboard anschaut, sind da überwiegenden englische, schottische, irische, südafrikanische und australische Flaggen sowie auch ein paar österreichische zu sehen – es sind bei den Turnieren der Senioren stets sehr viele internationale Spieler am Start. Sie alle leben eine absolute Leidenschaft für den Golfsport vor und gehören einer ganz besonderen Generation an. Ich bin stolz, dieser Generation jetzt auch anzugehören – was auch praktische Vorteile hat: Früher war ich immer der Kürzeste bei den Turnieren, jetzt bin ich wohl einer der Längeren vom Tee.“

 

Mehr Präzision als Länge ist auf dem Platz am Stadtrand von Würzburg entscheidend, die Anlage fordert viel taktisches Geschick. „Der Platz ist wunderbar gelegen und spielerisch durchaus anspruchsvoll“, so der Turniersieger. Ein Urteil, dem sich auch Hella Schoepe-Praun anschloss: „Der Golf Club Würzburg ist ein absoluter Glücksgriff für dieses Turnier“, zeigte sich die Initiatorin hochzufrieden mit Auflage Nummer vier der Dieter Praun Trophy, die nach dem GC Schwanhof und dem St. Eurach Land- und Golfclub nun zum zweiten Mal in Folge in Würzburg gastierte und auch 2026 wieder auf der Anlage in Unterfranken ausgerichtet wird.
 

 

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