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Die Mädchen des Junior Team Germany vor einem der tradtionsreichsten Clubhäsuer Europas | © DGV

Golfjugend in Frankreich

Garches/La Ferté Saint Aubin/Frankreich – Für den Kampf um die Trophée Esmond qualifizieren sich die besten 64 der Zählspielqualifikation. Diese wird von 120 Talenten, vor allem aus Europa, über zwei Runden gespielt. Im Feld sind neun deutsche Athletinnen.

Nach zwei Tagen Zählspiel geht es im Matchplay Runde für Runde weiter.

Trophée Claude-Roger Cartier

Für die besten 16 Spielerinnen der U18, die den Cut zur Trophée Esmond verpasst haben, geht es im Matchplay um die Trophée Claude-Roger Cartier weiter. In Summe treffen also 48 Athletinnen im Matchplay aufeinander.

Frühere Siegerinnen

Die Siegerliste dieses Nachwuchsturniers liest sich wie das Who-is-who der LPGA Tour und LET. Einzige deutsche Siegerin war 2013 Laura Fünfstück, die neben den großen Namen wie Celine Boutier, Madelene Sagström, Leona Maguire, Florentyna Parker, Carlota Ciganda und Karine Icher auf dem Pokal verewigt ist. Bronte Law, Klára Spilková und Anna Nordqvist haben es immerhin bis ins Finale gebracht, wie auch Marion Thannhäuser, 1965 noch unter ihrem Mädchennamen Petersen.
Seit 2000 für die U18 die Trophée Claude-Roger Cartier zusätzlich ausgespielt wird, gab es immerhin drei deutsche Siegerinnen. Karolin Lampert gewann 2011, Charlotte Back folgte 2021. Katharina Anglett war 2022 die bislang letzte Siegerin aus Deutschland.

St. Cloud

Viel mehr an Tradition geht in Frankreich kaum, wenn es um einen Austragungsort für ein internationales Turnier geht. Golf de Saint-Cloud wurde 1913 gegründet. Auf dem von Harry S. Colt entworfenen Platz fand 14 Mal die Open de France statt.

Der Platz ist sehr selektiv und hat nicht zuletzt auf den Grüns seine Tücken. Eine Sichtachse wurde so angelegt, dass sogar der Eiffelturm im Blick ist.
Bundestrainer Sebastian Rühl zog einst den Vergleich zum vielleicht größten Traumplatz der meisten Golfer: „St. Cloud ist unser Augusta!“
Das Turnier findet immer in der Osterwoche statt, wechselt also die Daten und damit auch den jahreszeitlich bedingten Zustand.
 

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Jungen vor den Toren von Orleans

Während das Turnier der Mädchen traditionell immer am gleichen Ort stattfindet, wechseln die Jungen Jahr für Jahr den Platz, auf dem gespielt wird. In diesem Jahr wird auf Les Aisses Golf in der Sologne gespielt. Im Feld sind 13 Deutsche.

Auch bei den Jungen gibt es zunächst eine Zählspielqualifikation über zwei Tage. Die besten 32 steigen in die Matchplays um die Trophée Michel Carlhian auf. Zusätzlich spielen die besten acht U16-Athleten, die nicht im „großen Cut“ sind, ebenfalls im Matchplay die  Trophée Pierre Massie aus. Insgesamt dürfen also 40 Youngster nach dem Zählspiel noch in den Matchplays Erfahrungen sammeln.

Les Aisses Golf

Auf einem 270 Hektar großen Anwesen, auf dem Mitte des 19. Jahrhunderts ein Schloss, eine Orangerie, ein Taubenschlag, Wirtschaftsgebäude und ein Bauernhof standen, wütete ein Großbrand. Auf der dadurch frei gewordenen Fläche entstand ab 1992 eine Anlage mit drei 9-Loch-Plätzen, die von Olivier Brizon naturnah designt wurden. Heute gehört das Anwesen zum Natura-2000-Gebiet der Sologne. Eine Vielzahl von Baumarten, verschiedenen Heidekrautarten und zahlreichen Teichen rahmen die Golfbahnen ein, nachdem im Jahr 2006 unter der Leitung von Martin Hawtree eine komplette Umgestaltung vorgenommen wurde. Aus zwei der drei Plätze wurde der 18-Loch-Heide-Course, auf dem heute unter dem Namen „Les Aisses Golf“ gespielt wird.

Deutsche Sieger im Rückblick

Das Turnier blickt auf eine lange Historie mit deutschen Erfolgen zurück. Zu den Siegern zählten unter anderem Tobias Biermann (1993), Moritz Lampert (2010) und Carl Siemens (2022). In der seit 2016 vergebenen U16-Wertung, der Trophée Pierre Massie, gewann Michael Mayer 2024 als erster Deutscher.


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