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Direkt beim Hotel gelegen: Der Kulm Golf Club. | © Kulm Hotel St. Moritz

Golf, Genuss und Glamour – eine Reise nach St. Moritz

Kaum ein Ort in den Alpen steht so sehr für Luxus, Glamour und Sportgeschichte wie St. Moritz. Wer den Namen hört, denkt an schillernde Bilder von Polospielen auf dem gefrorenen See, an Olympische Winterspiele, an Pelz und Champagner. Doch das Engadin kann auch ganz anders: Im Sommer zeigt sich die Region von einer leiseren, aber nicht minder faszinierenden Seite. Dann verwandelt sich die mondäne Wintersportdestination in ein alpines Paradies für Golfer, Wanderer und Genießer.

Kulm Golf Club – Golfgeschichte im Kleinformat

Direkt beim Kulm Hotel beginnt die Golfgeschichte des Engadins. Der Kulm Golf Club wurde 1891 eröffnet und ist damit einer der ältesten Plätze der Alpen. Er verfügt über neun Par-3-Löcher, die in eine parkähnliche Landschaft oberhalb des Ortes eingebettet sind.

 

Auf den ersten Blick wirkt der Platz unspektakulär: Es gibt keine weiten Fairways und keine monumentalen Wasserhindernisse. Doch wer spielt, merkt schnell: Hier geht es um Präzision. Die Bahnen sind eng, die Höhenunterschiede fordern Technik und Kondition und die Grüns sind kleiner als bei modernen Anlagen. Ein Platz, der Demut lehrt und mit seiner historischen Aura besticht.

 

Natürlich darf man kritisch fragen: Reicht ein Neun-Löcher-Platz, um internationale Golfer anzuziehen? Wahrscheinlich nicht. Aber das ist auch nicht der Anspruch. Der Kulm Golf Club ist ein Stück lebendige Geschichte und perfekt für eine entspannte Runde am Nachmittag oder als Einstieg in die Golfwelt des Engadins.

 

Greenfee: 53 € (9 Löcher)

Engadin Golf Club – Samedan und Zuoz

Samedan – der Klassiker im Hochtal

Der 1893 gegründete Engadin Golf Club Samedan ist der älteste Golfclub der Schweiz. Er liegt nur wenige Minuten von St. Moritz entfernt auf 1.700 Metern Höhe und gilt damit als einer der höchstgelegenen 18-Löcher-Plätze Europas.

 

Hier zeigt sich Golf im alpinen Hochtal: Weite Fairways, gesäumt von Lärchen, strategisch ins Spiel eingreifende Wasserläufe und ein Wind, der die Runde schnell zu einer Herausforderung macht. Wer meint, hier oben spiele sich Golf wegen der dünneren Luft und der längeren Flugkurven leichter, irrt. Gerade die Kombination aus Höhe, Weite und Wetter macht den Platz so spannend.

 

Aus kritischer Sicht fehlt es dem Platz an spektakulären „Wow-Bahnen“. Viele Löcher ähneln sich, was den Spielfluss zwar angenehm, aber nicht unbedingt abwechslungsreich macht. Dafür überzeugt Samedan mit seiner klassischen Eleganz und einem Clubhaus, in dem die Tradition spürbar wird.

 

Greenfee: 117 €

Zuoz-Madulain – jung, abwechslungsreich, modern

Ganz anders präsentiert sich der zweite Platz des Engadin Golf Clubs in Zuoz-Madulain, der rund 20 Minuten entfernt liegt. Er ist jünger, moderner und abwechslungsreicher. Hier geht es öfter bergauf und bergab, die Grüns sind groß und stark onduliert und die Bunker liegen genau dort, wo man sie nicht haben will.

 

Zuoz ist anspruchsvoll und zugleich landschaftlich ein Erlebnis. Wer hier spielt, muss strategisch denken und seine Schläge gut einteilen. Viele empfinden ihn als spannender und abwechslungsreicher als Samedan. In Kombination sind beide Plätze somit perfekt: der Klassiker und das moderne Pendant.

 

Greenfee: 107 €

Und wer seinen Golfurlaub ausdehnen möchte, findet auch außerhalb von St. Moritz spannende Ziele: Der Golf Club Alvaneu Bad im Albulatal (ca. eine Stunde entfernt) bietet 18 spektakuläre Löcher inmitten einer dramatischen Landschaft (Greenfee: ab 96 €). In rund 90 Minuten Entfernung liegen der traditionsreiche Golf Club Davos (Greenfee: 107 €) und der landschaftlich reizvolle Golf Club Lenzerheide (Greenfee: ab 85 €). Beide sind hervorragende Optionen für ambitionierte Golfer, die Abwechslung suchen.

Kulinarik zwischen Pizza und Haute Cuisine

Nach den Runden kommt der Genuss – und auch hier bietet St. Moritz eine große Vielfalt:

 

  • Kulm Pizzeria: unkompliziert, authentisch, ideal für einen entspannten Auftakt.
  • Chesa al Parc: Engadiner Spezialitäten im Chalet-Stil, direkt am Golfplatz gelegen, bodenständig und charmant.
  • Kronenstübli: Haute Cuisine in historischem Ambiente. Wer einen besonderen Abend sucht, wird hier fündig.
  • Kulm Country Club by Mauro Colagreco: Der Sternekoch bringt internationale Raffinesse ins Engadin – und ein Preisniveau, das selbst in St. Moritz nicht jedem schmeckt.

 

Doch auch abseits des Kulm gibt es kulinarische Höhepunkte: Das Da Vittorio im Carlton Hotel steht für italienische Sterneküche, während das Ecco St. Moritz im Hotel Giardino Mountain mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnet ist. Wer es bodenständiger mag, ist im Veltlinerkeller gut aufgehoben, wo Engadiner Klassiker wie Capuns oder Pizzoccheri in gemütlicher Atmosphäre serviert werden. Und für die süße Pause zwischendurch lohnt sich ein Abstecher ins Hauser St. Moritz, dessen Confiserie seit Generationen berühmt ist.

St. Moritz – mehr als nur Golf

Wer St. Moritz besucht, sollte nicht nur die Golfplätze spielen, sondern auch die Region entdecken.

 

  • Der St. Moritzersee ist im Sommer ideal für Spaziergänge oder Runden mit dem Stand-up-Paddle.
  • Muottas Muragl: Ein Ausflug auf den 2.456 Meter hohen Aussichtsberg bietet ein Panorama, das schon Künstler wie Giovanni Segantini inspirierte.
  • Bernina Express: Die Panoramabahn nach Tirano zählt zu den schönsten Zugreisen der Welt.
  • Lago di Saoseo: Einer der malerischsten Bergseen der Schweiz, versteckt im Val da Camp.
  • Segantini Museum: Ein Pflichtbesuch für Kunstliebhaber und ein Stück Engadiner Kulturgeschichte.

 

Ein kleiner Fun Fact: St. Moritz war 1934 die erste Gemeinde der Welt, die den eigenen Namen als Marke schützen ließ. Heute steht „St. Moritz” nicht nur für einen Ort, sondern ist ein eingetragenes Gütesiegel für Luxus und Qualität.

Olympia, Bob und sportliche Weltgeschichte

St. Moritz ist der einzige Ort der Welt, der gleich zweimal Gastgeber Olympischer Winterspiele war – 1928 und 1948. Beide Male war das Kulm Hotel ein Zentrum des Geschehens: Hier logierten die Offiziellen, hier wurde gefeiert und hier wurde Geschichte geschrieben.

 

Ein weiteres Wahrzeichen ist die Cresta Run, die berühmte Natur-Bobbahn, die 1884 erstmals präpariert wurde und bis heute in Betrieb ist. Jedes Jahr stürzen sich Wagemutige mit bis zu 140 km/h kopfüber auf ihren Schlitten durch den Eiskanal – eine weltweit einzigartige Tradition. Auch die moderne Olympia-Bobbahn von St. Moritz-Celerina, die einzige Natureisbobbahn der Welt, zieht internationale Teams und Adrenalinjunkies an.

 

Diese sporthistorischen Fakten verleihen St. Moritz einen besonderen Glanz: Hier wurde Wintersportgeschichte geschrieben und eine Kultur entstand, die Tradition und Innovation verbindet – eine Atmosphäre, die auch Sommergäste spüren.

Kulm Hotel – Wie alles begann

Mitten in diesem Mythos steht das Kulm Hotel St. Moritz. Es ist nicht nur eine Unterkunft, sondern ein Stück Weltgeschichte. Gegründet wurde es im Jahr 1856 von Johannes Badrutt, dem Mann, der St. Moritz zum Wintersportzentrum machte. Berühmt ist die Geschichte seiner Wette: Er lud englische Sommergäste ein, im Winter zurückzukommen – falls es ihnen nicht gefiele, würde er ihre Reisekosten übernehmen. Sie kamen, sahen die Sonne über dem tief verschneiten See – und blieben. So wurde der Wintertourismus geboren und St. Moritz zur Wiege des alpinen Sports.

 

Das Kulm trägt diese Geschichte bis heute in sich: breite Flure, Salons voller historischer Fotografien, die von illustren Gästen berichten – von Charlie Chaplin und Alfred Hitchcock bis zu Königsfamilien. Zugleich hat sich das Hotel in die Moderne entwickelt: Es bietet großzügige Spa-Landschaften, Suiten mit Panoramafenstern und eine Gastronomie, die von Pizza bis Sternekoch reicht. Wer hier wohnt, spürt sowohl die Würde eines Grandhotels als auch die Offenheit einer Destination, die immer wieder Neues wagt.

 

Natürlich ist das Kulm nicht die einzige Adresse. Das Badrutt’s Palace Hotel steht ihm in puncto Grandezza in nichts nach und gilt als Inbegriff des St. Moritzer Glamours. Das Carlton Hotel überzeugt mit luxuriösem Boutique-Charakter und einem atemberaubenden Blick über den See. Das traditionsreiche Hotel Waldhaus in Sils-Maria ist eine ruhige, kulturell geprägte Alternative abseits des Jetsets.

Ein Sommermärchen im Engadin

St. Moritz ist nicht jedermanns Sache. Es ist exklusiv, manchmal auch inszeniert und die Preise sind hoch. Wer sich jedoch darauf einlässt, erlebt einen Ort voller Geschichte, Sport und Lebensart.

 

Golfer erwartet ein einzigartiges Angebot: ein geschichtsträchtiger Neun-Löcher-Platz, zwei anspruchsvolle 18-Löcher-Anlagen und eine unvergleichliche Naturkulisse. Dazu gibt es Hotels, die von Grandhotel-Geschichte bis hin zu Boutique-Luxus reichen, sowie eine Kulinarik, die vom rustikalen Chalet bis zur Sterneküche alle Facetten abdeckt.

 

Kurz gesagt: Das Engadin zeigt im Sommer ein mindestens ebenso spannendes Gesicht wie im Winter – weniger mondän, dafür nahbarer und sportlich reizvoll. Eine Reise, die Tradition und Moderne, Glamour und Authentizität vereint.

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