Gögele: "Noch mehr mein bestes Golf spielen"
"Das ist auf jeden Fall meine zweitbeste Saison nach 2024", sagte Thomas Gögele im Gespräch mit Uwe Bornemeier im Constance Belle Mare Plage Resort im Zuge des Saisonfinals MCB Mauritius Legends. Der 55-jährige Legends-Tour-Pro zog ein überaus positives Fazit für die nunmehr endende Saison auf der Tour der Über-50-Jährigen. Im Vorjahr hatte er mit einem Sieg bei der Sergio Melpignano Senior Italian Open 2024 Geschichte schreiben können. Ein paar Höhen und Tiefen habe das Jahr 2025 gehabt, aber mit zwei zweiten Plätzen und insgesamt fünf Top-Ten-Ergebnissen sei das "auf jeden Fall eine ordentliche Saison gewesen". Diese könnte dann mit einem erfolgreichen Abschluss auf Mauritius auch noch gekrönt werden: Am zweiten Tag gelangen ihm acht Birdies und mit der Fünf-unter-Par-Runde (67) rangierte er vor der Finalrunde in den Top 15.
Vor einigen Wochen bei der WINSTONgolf Senior Open hatte Gögele die überragende Leistung von Golflegende Bernhard Langer hautnah miterleben dürfen und meinte respektvoll über den 68-Jährigen: "Er spielt da drei Runden unter seinem Alter – ich bin froh, wenn ich das selber überhaupt einmal schaffe." Langer gewann das Legends-Tour-Event auf deutschem Boden überragend mit Runden von 62, 67 und 66 Schlägen (-21) – und Gögele wurde starker Zehnter mit 70, 73 und 65 Zählern (-8). Aber überrascht habe Langer dabei nicht – "weil Bernhard ist einfach richtig gut".
Auf die Frage, warum auf der europäischen Senioren-Tour nur er als einziger Deutscher unterwegs sei, meinte der gebürtige Hamburger, der das Golfspielen wie auch Langer in Bayern im Augsburger GC lernte, lachend: "Vielleicht, weil ich so gut gealtert bin." Und ergänzte: "Zu meiner Zeit waren wir vier Leute fest auf der European Tour – Bernhard, Alex Cejka, Sven Strüver und ich. Von uns spielen jetzt immer noch drei aktiv" – das sei doch eine "ganz gute Quote".
Langeweile in der Winterzeit kommt bei Thomas Gögele nicht auf: Viel Zeit mit den Kindern verbringen, etwas für den Verband arbeiten und in seiner Indoor-Anlage unterrichten – aber dann habe er schon auch wieder Hummeln im Hintern, um on Tour "mein bestes Golf zu spielen" … "Wenn ich mich mental da hinbringe, wo ich sein möchte, dann ist das mega."










