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Champion Golfer of the year: Ryan Fox
Champion Golfer of the year: Ryan Fox | © Tracy Wilcox/PGA TOUR via Getty Images

Fox-Sieg und DeChambeau-Diskussion

Als Ryan Fox auf dem schwierigen Par 4 der 18 (460 Meter) in Royal Birkdale auf dem Abschlag stand, war die Devise überraschend klar: Angriff. Der Neuseeländer, der bislang zwei Titel auf der PGA Tour sowie vier auf der DP World Tour gewonnen hatte, wollte sich mit einem Birdie zum Sieger krönen. Auf einem Loch, das im Laufe der Woche nur sehr wenige Birdies zugelassen hatte.

 

„Ich habe zu meinem Caddie Dean gesagt: Wir nehmen die Herausforderung an, wir versuchen zu gewinnen, und ich werde mit den Konsequenzen leben, wie auch immer sie ausfallen mögen“, erklärte er. „Wenn man einen schlechten Abschlag hat und ein Bogey dabei herauskommt, kann ich damit wahrscheinlich besser leben, als zu versuchen, auf Sicherheit zu spielen, ins Stechen zu kommen und auf diese Weise ein Bogey zu machen.“

 

Gesagt, getan. Es folgten zwei der wohl besten Schläge seiner Karriere, wie der 39-Jährige zugab. Diese mündeten in eine Birdie-Chance aus gut drei Metern. Und trotz der maximalen Drucksituation schaffte er es, den Ball im Loch unterzubringen. „Ich weiß, dass die Leute das manchmal so üben – na ja, ich habe einen Putt, um ein Major zu gewinnen. In der Realität sieht das ganz anders aus, das kann ich nun bestätigen.“

Young mit 64 am Sonntag

Durch den abschließenden Schlaggewinn zur 68 (-2) verbesserte Fox sein Gesamtergebnis auf zehn unter Par. Am Ende hatte er damit einen Schlag Vorsprung auf Cameron Young, der gut zwei Stunden zuvor seine Runde trotz eines Bogeys an der 18 mit sensationellen 64 Schlägen beendet hatte. Auf dem dritten Rang kam Sam Burns ins Ziel, der mit zwei Schlägen Vorsprung als Führender in die Finalrunde gestartet war. Platz vier teilten sich Lokalheld Tommy Fleetwood und Scottie Scheffler, die Nummer eins der Welt.

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„Ich weiß im Moment wirklich nicht, was ich davon halten soll“, kommentierte der Champion Golfer of the Year. „Ich muss mich bei vielen Menschen bedanken. Zuallererst bei meiner Familie – meine Frau und meine Kinder sind gerade in Florida. Ich habe gestern Abend mit meinen Kindern gesprochen, und sie sagten: ,Bring einen Pokal mit.‘ Ich glaube, das hier ist ein ziemlich cooler Pokal, den ich ihnen mitbringen kann.“

Hängepartie um DeChambeau

Bryson DeChambeau kam am Sonntag nicht über eine 72 (+2) hinaus und schloss das letzte Major des Jahres 2026 auf dem geteilten 14. Platz ab. Dennoch sorgte der Amerikaner für reichlich Gesprächsstoff. Ausgangspunkt war eine nachträgliche Strafe von zwei Schlägen am Freitag. Nach der zweiten Runde hatten die Referees eine Situation an Bahn 5 überprüft und kamen zu dem Schluss, dass DeChambeau den Bereich hinter seinem Ball vor dem Schlag so verändert hatte, dass sich sein geplanter Schwungweg verbesserte.

 

Was folgte, war eine Hängepartie. Gemeinsam mit den Referees kehrte DeChambeau zur fraglichen Stelle auf dem Platz zurück und diskutierte die Entscheidung. Zwischenzeitlich stand sogar ein Rückzug vom Turnier im Raum. Am Ende akzeptierte der Amerikaner jedoch die nachträgliche Strafe. Über die sozialen Medien kündigte er anschließend an, das Turnier fortzusetzen.

McIlroy schaltet sich ein

Die langwierige Klärung hatte auch Auswirkungen auf den Turnierablauf. Die R&A veröffentlichte die Startzeiten für die dritte Runde erst nach Abschluss des Verfahrens. Rory McIlroy übte anschließend deutliche Kritik und erklärte, es habe sich angefühlt, als würde DeChambeau „das Turnier als Geisel halten“.

 

„Ich glaube, vieles davon ist nur Show“, sagte McIlroy, der das Turnier auf Rang 40 (-1) beendete. „Ich glaube, vieles davon dient nur dazu, Aufmerksamkeit zu erregen. Das Turnier so in Geiselhaft zu nehmen und uns alle – Spieler, Freiwillige, einfach alle – darauf warten zu lassen, dass er ein Ende findet, fand ich nicht gerade vorteilhaft.“

 

Aus deutscher Sicht hatten der amtierende Europameister Tim Wiedemeyer sowie Tiger Christensen aus dem National Team Germany den Cut verpasst.

 

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