Fitzpatricks brillieren, Korda krönt sich, Siem zieht zurück
Die erste Runde der China Open beendete Marcel Siem mit 79 Schlägen, zur zweiten trat der Routinier gar nicht mehr an. Den Grund verriet er im Anschluss bei Instagram: „Manchmal sagt einem der Körper, dass es Zeit ist, auf ihn zu hören. Wenn ich auf die vergangenen Monate zurückblicke, wird es deutlich: keine freie Rotation, Zurückhalten im Schwung, Loslassen des Schlägers – genau so hat es sich angefühlt.“ Deshalb habe sich Siem entschieden, nach Deutschland zu reisen und ein MRT machen zu lassen. „Ich habe hart im Kraftraum gearbeitet und vieles ausprobiert, aber nichts hat das Problem wirklich gelöst. Jetzt ist es Zeit, den richtigen Schritt zu gehen“, so Siem weiter.
Freddy Schott ging hingegen in Shanghai über die volle Distanz und bewies vor allem am Sonntag, wie gut er aktuell den Ball trifft. Seine 64 war mit Abstand die tiefste Runde des Finaltags. Dadurch ging es nach oben auf den fünften Rang. Der Sieger der Bahrain Championship verbesserte sich dadurch auf den zwölften Rang im Race to Dubai.
Bernd Wiesberger verlässt China mit dem Gefühl, es doch noch drauf zu haben. Der Österreicher, mittlerweile 40, gewann in einem spannenden Titelkampf gegen den Spanier Adrian Otaegui und sicherte sich den neunten Sieg auf der DP World Tour. Und das 1.762 Tage nach dem achten Titel (Mai 2021 in Dänemark). „Es waren harte Jahre“, gestand er in einem emotionalen Siegerinterview.
Eine deutliche Führung an einem Major-Sonntag über die Ziellinie zu bringen, gehört zu den anspruchsvollsten Aufgaben. Nelly Korda meisterte diese Nervenprobe bei der Chevron Championship in Houston maximal souverän. Die Amerikanerin spielte von Beginn an stabil und ließ die Konkurrenz auf Distanz. Am Ende gewann sie mit fünf Schlägen Vorsprung und wird ab Dienstag wieder als Nummer eins der Welt geführt werden.
Während Korda sich über ihren zweiten Saisonsieg und dritten Major-Titel freute, präsentierte sich auch Lexi Thompson in ansprechender Verfassung. Die Amerikanerin, die 2024 ihren Rückzug vom Profigolf verkündet hatte und seither nur noch sporadisch auftritt, glänzte vor allem am Samstag mit einer 66 und beendete das Turnier auf Platz zwölf. Ein beachtliches Ergebnis für eine Spielerin, die nur noch als Teilzeit-Profi antritt.
Vor wenigen Wochen freute sich Alex Fitzpatrick, 27, darüber, dass er durch seinen Premierensieg bei der Indian Open auf der DP World Tour seinen Status festigen konnte und einen festen Platz in den Feldern der lukrativen Turniere hat. Nun muss der jüngere Bruder von Ryder-Cup-Star Matt Fitzpatrick umplanen. Der Grund: Gemeinsam mit seinem Bruder im Team gewann er die Zurich Classic auf der PGA Tour – und erhält durch den Sieg zwei Jahre Spielrecht auf der US-Tour. Für Bruder Matt ist es nach dem Triumph beim RBC Heritage der zweite Titel in Folge. Beide stehen im Feld der PGA Championship in zwei Wochen und werden auch die restlichen Signature-Events gemeinsam angehen können.
Die Entscheidung ist getroffen: Jim Furyk übernimmt beim Ryder Cup 2027 in Adare Manor die Rolle des US-Kapitäns. Möglich wurde seine Rückkehr auch durch den Verzicht von Tiger Woods, der sich aus persönlichen und gesundheitlichen Gründen gegen das Amt entschied. Für Furyk ist es bereits die zweite Amtszeit – 2018 führte er das Team in Paris an, musste sich damals jedoch dem von Thomas Bjørn angeführten europäischen Team deutlich geschlagen geben.
Erfreulich aus deutscher Sicht: Alexandra Försterling holt sich in Kapstadt das dritte Top-Ten-Ergebnis der laufenden Saison. Bei wechselhaften Bedingungen kletterte die Berlinerin durch eine 71 am Sonntag noch auf Position zehn. Der Sieg ging an Esme Hamilton aus England.
+39 – und dennoch Sieger. Retief Goosen hat die Mitsubishi Electric Classic in Georgia gewonnen. Im modifizierten Stableford-Format setzte sich der südafrikanische Major-Sieger gegen Stephen Ames (Kanada) durch. Alex Cejka kam beim Gastspiel der PGA Tour Champions im TPC Sugarloaf auf Platz 14 ins Ziel.








