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Los geht's! Zum Start in die neue Saison ist ein klarer Turnierplan wichtig. | © golfsupport.nl/Carl Fourie

Erfolgreich durch die Saison: Der ABC-Plan für Turniergolfer

Es sind höchstens noch ein paar Wochen, bis die ersten Turniere der neuen Saison beginnen. Bei vielen Golferinnen und Golfern steigt die Vorfreude. Für PGA Golf Professional Fabian Bünker ist klar: Turniere gehören zu unserem Sport dazu. „Turniergolf ist etwas, was ich jedem Golfer und jeder Golferin empfehle, denn nur dort siehst du, wo du wirklich stehst“, sagt er im Video (s.u.). 

Das Problem vieler Amateure

Viele Amateure stellt das vor Probleme. Sobald die Saison startet, liegt der Fokus oft auf den Wettkämpfen gespielt. Das Training rückt in den Hintergrund – und die Ergebnisse bleiben häufig hinter den Erwartungen. „Das Problem dabei ist: Wenn nur gespielt wird, schleichen sich kleine technische Fehler ein“, erklärt Bünker. Ausrichtung, Griff oder Schwunggefühl verändern sich schleichend – und die Leistungen werden zunehmend inkonstant. Die Folge: Viele Spieler versuchen kurzfristig gegenzusteuern, etwa mit schnellen Trainerstunden vor dem nächsten Turnier. Oft erfolglos. 

Machen Sie es wie die Profis

Ein Blick in die Welt der Profis zeigt, dass es anders funktionieren kann. Selbst Weltklassespieler planen ihre Turniere bewusst – und bauen gezielte Trainingsphasen ein. „Topspieler spielen maximal drei Turniere am Stück und machen danach ein bis zwei Wochen Pause“, erklärt Bünker. In dieser Zeit wird intensiv trainiert, um kleine technische Veränderungen frühzeitig zu korrigieren. Diese Denkweise, so Bünker, lässt sich durchaus auch auf den Amateurbereich übertragen.

Unterscheiden Sie A-, B- und C-Turniere

Als einfache Struktur empfiehlt Bünker eine sogenannte ABC-Turnierplanung. Bedeutet: Nicht jedes Turnier bekommt die gleiche Gewichtung in der Bedeutung. Stattdessen wird die Saison in drei Kategorien eingeteilt: A-Turniere sind die sportlichen Höhepunkte – etwa Clubmeisterschaften oder wichtige Serienfinals. Hier soll die Leistung auf den Punkt stimmen. B-Turniere dienen als Vorbereitung unter Wettkampfbedingungen. Spieler testen hier, ob Technik, Strategie und mentale Abläufe funktionieren. C-Turniere schließlich sind Trainingsrunden im Turnierformat. Hier können Sie ausprobieren – etwa eine neue Strategie oder bestimmte Schläge. Ohne Ergebnisdruck.

Bünkers Fazit

Der Vorteil dieser Struktur liegt vor allem im mentalen Bereich. „Dadurch bekommen Turniere eine definierte Rolle, einen definierten Sinn“, erklärt Bünker. Spieler können Ergebnisse besser einordnen und nehmen Druck aus einzelnen Runden. Am Ende geht es laut Bünker nicht nur um das Handicap. Viel wichtiger: die langfristige Entwicklung des eigenen Spiels. Bünkers Fazit: Eine gute Planung sorgt dafür, „dass du mit mehr Leichtigkeit durch die Saison kommst.“

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