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Grenzwertig: Im Gateway Cities GC schlägt man auf Bahn neun in Kanada ab und puttet in den USA - eine Stunde später. | © Facebook.com/Gateway Cities GC

Eine Stunde für ein Par 3

Schon mal auf einem Par 3 abgeschlagen und den Ball erst eine Stunde später aus dem Loch geholt? Geht nicht? Doch. Geht - auf diesem Golfplatz in Nordamerika, denn: Der Gateway Cities Golf Club befindet sich quasi in Grenzgebiet: Das Clubhaus und die erste Abschlagbox liegen in Portal/North Dakota, also in den USA. Das neunte Grün gehört ebenfalls zu den Vereinigten Staaten. Allerdings ist die Abschlagbox der neunten Bahn noch in North Portal und damit in Kanada.

 

Und jetzt wird es kurios: Los geht die Runde im Gateway Cities GC also in den USA. Kurz darauf überquert man eine Straße und damit die Grenze; also geht es in Kanada weiter. Auf Abschlag neun ist es spannend, denn: Da das kanadische Saskatchewan keine Sommerzeit kennt, schlägt man beispielsweise um 13 Uhr ab. Der Ball landet aber eine Stunde später auf dem Grün der Neun, da es in North Dakota (wegen Sommerzeit) eine Stunde später ist. Die Kugel ist also – im übertragenen Sinn – eine Stunde lang unterwegs.

Die 2510 Meter lange Anlage ist ein Par 34 für Männer und ein Par 38 für Frauen. Einen besonderen Moment gibt es aber eben genau auf jener spektakulären Grenzbahn neun. Klar wirbt der Club auf seiner Facebook-Seite damit: „Es ist der einzige Club in der Welt, in dem man in Kanada abschlägt und in den USA puttet.“ Verrückt. Ähnliches gibt es im GC Reit im Winkl, in dem sechs Bahnen in Tirol und zwölf in Bayern liegen. Allerdings gibt es hier keine Zeitverschiebung.

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