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Sie wurde 2013 die Nummer eins der Welt und bestritt diese Woche in Houston ihren letzten offiziellen Start auf der LPGA Tour: Stacy Lewis. | © ©Icon Sportswire All Rights Reserved

Eine ehemalige Nummer eins tritt ab

Es war ein Abschied, der kaum passender inszeniert werden konnte: In Houston, wo sie aufgewachsen ist, spielte Stacy Lewis ihre letzte Runde als Vollzeit-Profigolferin auf der LPGA Tour. Beim Chevron Championship verpasste die 41-Jährige zwar den Cut, doch dieses Ergebnis geriet schnell zur Nebensache. „Ich bin bereit für das nächste Kapitel“, sagte Lewis nach ihrer Runde im Memorial Park. „Und ich bin bereit, nicht mehr über Acht-Fuß-Putts zu grübeln, wenn sie keine Bedeutung mehr haben.“

 

Der letzte Gang über das 18. Fairway wurde zu einem besonders bewegenden Moment. Zunächst trug ihr Ehemann die Tasche, dann übergab er sie für die Schlussbahn an Lewis’ Vater – ein symbolischer Kreis schloss sich. Schließlich war es ihr Vater, der sie schon in jungen Jahren begleitet hatte. „Ich hätte meinen Vater nicht anschauen sollen“, sagte Lewis später mit tränenerstickter Stimme. Beide konnten ihre Emotionen kaum zurückhalten.

Vom Rückenleiden zur Weltspitze

Dass Lewis überhaupt eine derart erfolgreiche Karriere erleben durfte, grenzt an ein kleines Wunder. Als Kind litt sie an schwerer Skoliose, musste jahrelang eine Rückenstütze tragen und sich schließlich einer Operation unterziehen. Doch sie kämpfte sich zurück: 13 Turniersiege auf der LPGA Tour, darunter zwei Major-Titel, sowie der Sprung an die Spitze der Weltrangliste machten sie zu einer der prägenden Spielerinnen ihrer Generation. 2013 wurde sie zur Nummer eins der Welt. Ihren ersten Major-Sieg feierte sie ausgerechnet bei jenem Turnier, bei dem nun ihr Abschied stattfand. Dieser Erfolg war der Startschuss für die erfolgreichste Phase ihrer Karriere.

 

Lewis prägte die Tour nicht nur sportlich. Sie engagierte sich auch abseits des Platzes: 2017 spendete sie ihre Preisgelder für die Opfer von Hurrikan Harvey – und gewann prompt. Zudem war sie eine wichtige Stimme innerhalb der LPGA und setzte sich für Spielerinnen sowie die Weiterentwicklung der Tour ein. „Man kann etwas bewegen“, sagte sie rückblickend. „Und man sollte nie aufhören, dankbar zu sein.“

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Ihr Rücktritt kommt nicht überraschend: Lewis ist mit ihrem zweiten Kind schwanger und möchte sich künftig stärker auf ihre Familie konzentrieren. Wie oft sie künftig noch Golf spielen wird, lässt sie offen. „Vielleicht nächstes Jahr hier im Pro-Am“, sagte sie schmunzelnd. „Aber jetzt geht es erst einmal zurück ins normale Leben.“

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