Stuttgart überrascht die Gastgeberinnen und steht im Finale
Hamburg – Was gibt es schöneres, als bei einem großen und wichtigen Turnier auf eigenem Platz und vor heimischem Publikum abschlagen zu dürfen? Nach dem souveränen Auftritt der Spielerinnen des Hamburger GC am Vortag bei der Zählspielqualifikation, waren die Ziele nicht gerade kleiner geworden – der Einzug ins Finale sollte es sein, um die Chance auf den Titel bei der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft (DMM) zu erhalten. Nach starkem, erstem Lochspielduell im Viertelfinale waren es dann jedoch die Konkurrentinnen des Stuttgarter GC Solitude, die im Halbfinale das bessere Ende für sich hatten und die Gastgeberinnen ins Duell um Bronze schickten. Während Stuttgart gegen den GC Neuhof um Gold spielen wird, kommen die Gegnerinnen der Hansestädterinnen vom GC Starnberg.
Gastgeberinnen dominieren nach Rückstand bei DMM AK 30 Damen
Zum Auftakt in die Lochspiele wartete auf die Auswahl des Hamburger GC ein stadtinternes Duell mit den Vertreterinnen des GC Hamburg-Ahrensburg. Und das Team aus Ahrensburg schöpfte direkt ein bisschen Hoffnung auf eine Überraschung, schließlich ging der Vierer mit 1auf für sie aus. Danach machte jedoch der Hamburger GC Druck, glich erst durch Katinka Mühldorfer (1auf) aus und holte in der Folge sogar alle weiteren Einzel. Auf dem Papier sehr souverän stand nach Abschluss des Viertelfinals ein 4:1-Sieg und der seitens der Gastgeberinnen zu erwartende Einzug ins Halbfinale.
Im zweiten Viertelfinale buchte derweil das Team des Stuttgarter GC Solitude das Ticket für die Vorschlussrunde. Der GC Hösel hatte sich recht deutlich den Vierer und das erste Einzel geholt und benötigte nur noch einen Punkt zum Weiterkommen. Doch die Schwabinnen konterten, siegten in den verbliebenen drei Einzel und zogen mit 3:2 gegen die Mannschaft aus NRW in die nächste Runde und ins Duell mit den Hamburgerinnen ein. In den weiteren Viertelfinalmatches setzten sich der GC Starnberg (3,5:1,5 gegen den Frankfurter GC) und der GC Neuhof durch. Neuhof musste dabei nach 2,5:2,5 ins Stechen gegen den G&CC Seddiner See. In diesem sicherte Linn Weber am ersten Extraloch das Weiterkommen für ihre Mannschaft.
Hamburg gegen Stuttgart mit Entscheidung am letzten Loch
Beflügelt vom Last-Minute-Sieg im Viertelfinale machten die Neuhoferinnen im Halbfinale direkt stark weiter. Ein 3&2 im Vierer gefolgt von einem 1auf durch Britta Schneider brachten die Hessinnen schnell mit zwei Punkten in Front. Doch Ramona Neumann-Mangoldt (3&2) verkürzte umgehend für Starnberg. Das bessere Ende hatte dennoch die Auswahl Neuhofs für sich. Die beiden abschließenden Einzel wurden geteilt, so dass mit 3:2 der Einzug ins Endspiel unter Dach und Fach gebracht wurde. Dort kommt es etwas überraschend nicht zum Duell mit den Gastgeberinnen, sondern der Mannschaft aus Stuttgart.
Mit 4&3 ging der erste Punkt zwar bereits am sechsten von neun Löchern an das Heim-Team, Britta Borho glich jedoch mit einem 3&2 nur Minuten später aus. Es folgten zwei sehr ausgeglichene Einzel, die beide über die volle Distanz gehen sollten. Im letzten Einzel fiel die Entscheidung hingegen recht früh. Ebenfalls durch ein 3&2 holte Bianca Ruf einen weiteren vollen Punkt für die Stuttgarterinnen. Alles blickte nun also auf die zwei verbliebenen Duelle. Und die brachten jeweils erst mit dem letzten Putt die Entscheidung – eine doppelte Punkteteilung, gleichbedeutend mit 3:2 Punkten für die Süddeutschen und dem Platz im Finale. Stuttgart freut sich also auf ein abschließendes Spiel um Gold und stieg zum Partycrasher in Hamburg auf. Während sie am Sonntag also um den Titel gegen den GC Neuhof kämpfen, wartet auf die Golferinnen des gastgebenden Hamburger GC ein Duell um Bronze gegen Starnberg.







