Die zehn spannendsten Löcher auf der PGA Tour
#17 TPC Sawgrass, Par 3
Über die 17 des Stadium Course im TPC Sawgrass ist so viel geschrieben worden wie über kein anderes Loch. In diesem Jahr trafen die späteren Major-Sieger Rory McIlroy und J.J. Spaun am Montagmorgen im Stechen der The Players aufeinander, und erneut fiel die Entscheidung auf dem berühmten Inselgrün. Vor dem Playoff hatten sich die beiden Protagonisten akribisch mit dem Launch Monitor auf der Driving Range mit dem entscheidenden Schlag auseinandergesetzt, doch Spauns Ball landete dennoch im Wasser. Es war ein Ereignis, das den Mythos dieser weltberühmten Bahn noch weiter intensivierte.
#13 Augusta National, Par 5
Seitdem der Abschlag auf dieser ebenfalls weltberühmten Bahn ein Stück weit nach hinten wanderte, müssen die Asse beim Masters noch härter für ein Birdie kämpfen. Rory McIlroy agierte in der Finalrunde beim diesjährigen Major-Höhepunkt im April vorsichtig, legte seinen zweiten Schlag auf Wedge-Distanz zum Grün ab – und versenkte seinen Ball dennoch im Bachlauf. So wurde es im Rennen um das Grüne Jackett doch noch einmal spannend. Fest steht: Selbst eines der auf dem Papier einfachsten Löcher des Augusta National hat das Potenzial, enormen Schaden auf der Scorekarte anzurichten.
#16 TPC Scottsdale, Par 3
Doppelbogeys sind selten auf dem berühmten Stadionloch im TPC Scottsdale. Das kurze Par 3 gehört weniger wegen seines spektakulären Layouts zu den bekanntesten Löchern der Welt, sondern wegen des Ambientes. Mehr als 20.000 zum großen Teil zumindest angeheiterte Golffans sorgen beim Wüsten-Stopp der PGA Tour alljährlich für ein einzigartiges Drumherum und lassen selbst bei den abgebrühtesten Profis den Pulsschlag steigen.
#9 Oakmont Country Club, Par 4
Bei einer US Open gelten andere Gesetze. Die Organisatoren bewegen sich bei dem US-Major in puncto Platz-Setup traditionell an der Grenze zwischen „noch fair“ und „leicht unfair“. Und trotz nasser Bedingungen war der Platz des Oakmont Country Clubs auch in diesem Jahr ein enorm harter Test. Auf der neunten Bahn, einem Par 4, das bergauf in Richtung Clubhaus geht, verloren die besten Golfer der Welt im Schnitt mehr als einen halben Schlag. Kein Loch richtete im vergangenen Jahr mehr Schaden an. Was das Loch so einzigartig macht, ist die Größe des Grüns, auf dem sich im hinteren Bereich die Spieler auf ihre Runde vorbereiten, während sie im vorderen Bereich, der zur Bahn gehört, reichlich Drei- oder sogar Vier-Putts beobachten können.
#10 Riviera Country Club, Par 4
In einem Punkt sind sich die meisten Designer einig: Kurze Par-4-Bahnen geben einem Platz Charakter. Der Riviera Country Club, wo in diesem Jahr aufgrund der verheerenden Brände im Großraum Los Angeles leider kein Turnier stattfand, hat in dieser Kategorie die zehnte Bahn im Angebot. Auf dem Papier wirkt das Par 4 scheinbar bestens lösbar, viele Spieler benötigen nicht einmal einen Driver, um das Grün vom erhöhten Abschlag direkt vor dem Clubhaus zu erreichen. Doch wenn der Abschlag nicht sitzt, folgen enorm spannende Aufgaben. In Zahlen: Keine zwei Drittel der Spieler treffen das rekordverdächtig schmale und bestens verteidigte Grün aus unter 70 Metern Distanz. Kein anderes Grün auf der Tour sorgt auch nur ansatzweise für einen ähnlichen Nervenkitzel bei kurzen Pitches.
#7 Pebble Beach, Par 3
Nachdem die damaligen Platzarchitekten Jack Neville und Douglas Grant im Jahr 1919 die Bahnen an der kalifornischen Pazifikküste verwirklichten, stand ein Loch in der Kritik: die 7, ein Par 3, direkt am Wasser. Es sei zwar ein spektakulärer Standort, aber das Loch sei mit weniger als 100 Metern zu kurz. Zum Glück blieb das heute weltberühmte Layout in Pebble Beach bis heute weitgehend unverändert, und das kurze Par 3, auf dem je nach Wind von halbem Wedge bis zum 5er Eisen viele Schläger zum Einsatz kommen, gilt heute als eines der bekanntesten weltweit. Auch wenn dort viele Birdies auf die Karten wandern, hat das scheinbar einfache Loch seine Tücken. Fast ein Drittel der Profis befindet sich beim zweiten Schlag noch nicht auf der Puttfläche.
#16 Pete Dye Stadium Course, Par 5
Spätestens beim Schlag ins Grün kommt auf diesem Loch, das die Profis alljährlich beim The American Express besuchen, Spannung auf. Denn die Puttfläche wird von einem wahnwitzig tiefen Bunker verteidigt. In diesem Jahr erlebte William Mouw unfreiwillig einen Auftritt im Rampenlicht, als er in dem fast sechs Meter tiefen Sandgraben ein Fiasko erlebte. 13 Schläge, davon fünf aus dem erwähnten Bunker, standen am Ende auf der Karte. Dazu Mouw trocken: „Ich war nicht der Erste, den es hier erwischt hat, und werde ganz sicher auch nicht der Letzte sein.“
#6 Arnold Palmer’s Bay Hill Club & Lodge, Par 5
Ein weiteres Loch, das regelmäßig in die Schlagzeilen gerät, ist Bahn 6 in Bay Hill. Das Par 5 hat die Form eines Hufeisens – und je aggressiver die Pros beim Abschlag über den See zu Werke gehen, desto größer wird die Chance, sich eine Eagle-Chance zu erspielen. Stichwort Risk-and-Reward. Während Bryson DeChambeau, der mittlerweile bei LIV Golf abschlägt, nach einem mächtigen Hieb im Jahr 2021 nur noch einen kurzen Pitch ins Grün übrig hatte, notierte der legendäre John Daly hier einst eine 18 auf der Scorekarte.
#18 Quail Hollow Club, Par 4
Wenn es auf der PGA Tour darum geht, die schwierigsten Löcher zu identifizieren, landet dieses eindrucksvolle Schlussloch stets ganz weit oben auf der Liste. Die Eckdaten: bergauf, lang, ein omnipräsenter Bachlauf und drei unbequeme Bunker. PGA-Tour-Sieger Ryan Gerard hat an diesem Loch eine spezielle Erinnerung: „2018 kamen wir sechs Monate nach der PGA Championship nach Quail Hollow zur Vorbereitung auf die NCAA-Meisterschaften, und unser Trainer schickte alle sechs Teammitglieder zum 18. Abschlag. Wir mussten so lange spielen, bis alle gleichzeitig ein Par erzielt hatten. Wir waren ziemlich lange unterwegs.“
#16 Royal Portrush, Par 3
Wenn das Teilnehmerfeld bei einer Open Championship auf einem Par 3 nur zu knapp 40 Prozent das Grün trifft, dann muss man die Schwierigkeit eines Loches nicht mehr groß erklären. Die 16 in Portrush, Austragungsort der Open Championship 2019 und 2025, heißt Calamity Corner, geht – je nach Tee-Box und Fahnenposition – mit einer Distanz von mehr als 200 Metern den Berg hinauf, und auf der rechten Seite verteidigt eine Schlucht das Grün.








