Die Langers wollen den Hattrick
PGA Tour Champions: PNC Championship
Ritz-Carlton GC, Florida, 20. & 21. Dezember
Auch 2025 bildet die PNC Championship einen stimmungsvollen Schlusspunkt des Golfjahres und bringt große Namen sowie familiäre Geschichten nach Orlando, Florida. Beim traditionsreichen Einladungsturnier treten Major-Champions gemeinsam mit einem Familienmitglied in einem 36-Loch-Scramble an. Damit sorgt das Turnier für eine besondere Mischung aus sportlichem Ehrgeiz und generationsübergreifendem Golf.
Im Fokus stehen erneut Bernhard Langer und sein Sohn Jason, die nach zwei Siegen in Folge einen historischen Dreifacherfolg anstreben. Insgesamt haben Mitglieder der Familie Langer bereits sieben der bisherigen 27 Austragungen gewonnen, was ihre herausragende Rolle in der Turniergeschichte unterstreicht. Das Duo gilt auch in diesem Jahr als das Team, das es zu schlagen gilt.
Nicht am Start ist hingegen das Publikumslieblingsteam Tiger Woods und Sohn Charlie. Nach Platz zwei im Vorjahr und einer dramatischen Niederlage im Playoff verzichtet Woods aufgrund seiner anhaltenden Rückenprobleme auf einen Start, um – wie er selbst betonte – seinem Sohn und dem Wettbewerb gegenüber fair zu bleiben. Durch ihre Abwesenheit verliert das Turnier zwar einen Star, seine Attraktivität bleibt jedoch unangetastet.
Das Teilnehmerfeld bleibt hochklassig und vielseitig besetzt. Neben den „Langers” sorgen Paarungen wie Nelly Korda mit ihrem Vater Petr, Annika Sörenstam mit ihrem Sohn Will McGee oder Steve Stricker mit seiner Tochter Izzi für besondere Aufmerksamkeit. Auch Routiniers wie Padraig Harrington, Lee Trevino oder Vijay Singh sind Teil eines Feldes, das sportliche Qualität mit persönlichen Geschichten verbindet.
Eine Million Preisgeld
Gespielt wird im klassischen Scramble-Format, bei dem beide Teammitglieder stets den besten Ball auswählen. Dieses System gleicht Leistungsunterschiede aus und ermöglicht es auch den nicht-professionellen Partnern, entscheidenden Einfluss zu nehmen. Nach 36 Löchern zählt allein das niedrigste Gesamtergebnis, was traditionell zu sehr niedrigen Scores und spannenden Entscheidungen führt.
Mit einem Gesamtpreisgeld von einer Million US-Dollar und breiter TV-Präsenz ist die PNC Championship weit mehr als ein reines „Silly-Season“-Event.
Ladies European Tour: Lalla Aicha Q-School Final Stage
Al Maaden Golf Marrakech & Royal Golf Marrakech, Marokko, 16. bis 20. Dezember
Beim Final Qualifier der Lalla Aicha Q-School in Marrakesch kämpfen diese Woche 155 Spielerinnen um eine Spielberechtigung für die Saison 2026 der Ladies European Tour (LET). Nach der Vorqualifikation, aus der 90 Spielerinnen hervorgingen und die auf vier Plätzen ausgetragen wurde, richtet sich der Fokus nun auf die entscheidende Phase in Marokko.
Gespielt wird auf zwei renommierten Anlagen: dem traditionsreichen Royal Golf Marrakech und dem modernen Al Maaden Golf Marrakech. Ursprünglich war das Turnier über 90 Löcher geplant, doch aufgrund von heftigen Regenfällen und Gewittern musste der Auftakt unterbrochen werden, sodass nun nur noch 72 Löcher gespielt werden. Die besten 20 Spielerinnen inklusive Gleichplatzierter erhalten am Ende des Turniers den begehrten Category-12-Status für die LET-Saison 2026, weitere Platzierungen sichern niedrigere Kategorien, die ebenfalls Startmöglichkeiten auf der Tour eröffnen.
Das Teilnehmerfeld ist international besetzt: Spielerinnen aus 40 Nationen sind am Start. Zu den bekanntesten Namen zählen die Schwedin Ingrid Lindblad und die Spanierin Julia Lopez Ramirez, die beide zu den Top 200 der Weltrangliste gehören. Zudem versuchen mehrere frühere LET-Siegerinnen wie Meghan MacLaren, Kristyna Napoleaova oder die Deutsche Chiara Noja, ihre Tour-Kategorie zu verbessern.
Besondere Aufmerksamkeit gilt auch den Spielerinnen, die sich über die LPGA-Q-Series direkt für das Finale qualifiziert haben. Acht Athletinnen – darunter Ashley Lau, Ana Belac und Sophie Hausmann vom National Team Germany – wollen in Marrakesch den nächsten Schritt in Richtung einer Karriere auf der europäischen Tour machen. Neben Noja und Hausmann sind folgende neun deutsche Spielerinnen am Start: Christin Eisenbeiß, Chiara Horder, Lisa Marie Schumacher, Hannah Karg, Isi Gabsa, Hanna Tauber, Celina Sattelkau, Carolin Kauffmann und Verena Gimmy.
Neben den Spielrechten geht es auch um ein Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro, das an die fünf besten professionellen Spielerinnen ausgeschüttet wird.
DP World Tour: AfrAsia Bank Mauritius Open
Heritage La Réserve Golf Links, Mauritius, 18. bis 21. Dezember
Diese Woche endet das DP-World-Tour-Jahr mit der AfrAsia Bank Mauritius Open, zugleich schließt sich damit der Opening Swing des Race to Dubai. Titelverteidiger John Parry kehrt nach Mauritius zurück. Im Vorjahr hatte er mit einer Schlussrunde von 64 Schlägen seinen ersten Sieg auf der DP World Tour seit über 14 Jahren gefeiert. Am Sonntag holte der Engländer fünf Schläge Rückstand auf und setzte sich schließlich mit 14 unter Par durch – ein emotionaler Meilenstein nach einem langen Weg zurück in die europäische Spitze.
Zum zweiten Mal in Folge wird auf dem Heritage La Réserve Golf Links gespielt, einer 6.151 Meter langen Anlage an der Südküste von Mauritius. Der von Louis Oosthuizen und Peter Matkovich mitgestaltete Kurs hat sich seit seiner Eröffnung im Jahr 2023 weiterentwickelt und genießt inzwischen hohes Ansehen bei Spielern und Verantwortlichen.
Das international besetzte und prominente Teilnehmerfeld umfasst neben Parry frühere Sieger wie Dylan Frittelli und George Coetzee sowie Ryder-Cup-erfahrene Akteure wie Nicolas Colsaerts und Ross Fisher. Frischen Rückenwind bringt Jayden Schaper mit, der in der vergangenen Woche bei der Alfred Dunhill Championship seinen ersten Sieg auf der DP World Tour feiern konnte. Auch Englands Dan Brown, der sich über das Race to Dubai die PGA-Tourkarte für 2026 sicherte, gibt sein Saisondebüt.
Für Marcel Siem, der seit einigen Jahren mit seiner Familie auf Mauritius lebt und das Paradies inzwischen sein Zuhause nennt, ist es ein ganz besonderes Turnier. Der 45-Jährige kennt den Platz in- und auswendig und hat sich für diese Woche einiges vorgenommen. Bei seinen vergangenen drei Starts auf Mauritius erreichte er zweimal die Top 20.
Mit Dominic Foos, Allen John, Nick Bachem, Marcel Schneider und Freddy Schott sind fünf weitere deutsche Golfer dabei, die wie Siem ein Top-Ergebnis anstreben.








