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Starkes EM-Debüt: Bjarne Murr
Starkes EM-Debüt: Bjarne Murr | © EGA

Deutschland gewinnt, Tschechien feiert Gold

Für das deutsche Team war die Team-EM 2025 gewissermaßen ein Neuanfang. Nicht nur standen fünf Neulinge im Aufgebot, auch das Trainerteam arbeitete in dieser Konstellation erstmals zusammen. Wie bei den Herren in Irland endeten die Medaillenträume im Viertelfinale gegen das Team aus Dänemark.

 

Am Freitag hatte die Asse aus dem Junior Team Germany gegen England eine starke Leistung gezeigt, sich aber erneut nicht mit einem Sieg belohnen können. „Großes Golf“ habe man gegen ein herausragend gutes englisches Team gezeigt, so Bundestrainer Pascal Proske.

 

In der abschließenden Partie des Turniers traf Deutschland auf die Niederlande. Aufgrund krankheitsbedingter Ausfälle von Colin Bärmann und Björn Driessen wurde ein Match als Unentschieden gewertet. Den ersten Punkt holte die deutsche Mannschaft: Die oberbayerische Paarung Leo Böhm (GC Olching) und Leopold Heß (G&LC Holledau) drehte den Foursome gegen Dean Janssens und Jip Kockman und gewann nach 18 Löchern mit 1 auf.

2,5 Punkte reichen zum Sieg

Die Niederländer antworteten prompt und entschieden die ersten beiden Einzelpartien klar für sich: Guss Lafeber setzte sich 3&2 gegen Leonas Jung durch, Stijn Egging bezwang Anton von l'Estocq mit 4&3. Doch Bjarne Murr (Münchener GC) glich mit einem souveränen 3&1 gegen Denny Kloeth zum 2,5:2,5 aus. Da es in der Platzierungsrunde kein Stechen gibt, entschied das bessere Ergebnis aus der Zählspiel-Qualifikation zugunsten Deutschlands, das sich mit einem Sieg und Rang sieben aus Tschechien verabschiedet.

 

„Auch heute waren es wieder viele Matches auf Augenhöhe“, bilanzierte Proske. „Es war sehr gut für uns, den Vierer noch zu drehen – und vor allem Bjarne Murr hat seine Partie gegen einen wirklich starken Gegner zumachen können. Unter dem Strich war es eine EM, die uns viel Erfahrung gebracht hat. Es war sowohl für die Jungs als auch für das Trainer- und Betreuerteam sehr lehrreich. Wichtig wird es in Zukunft sein, mehr Putts zu lochen und in den Matches vor allem hinten raus gefährlicher zu werden.“

Tschechien feiert den Heimsieg

Der Titel ging an den Gastgeber: Die tschechische Jungen-Nationalmannschaft setzte sich in einem dramatischen Finale gegen Titelverteidiger Frankreich durch. Bereits in den morgendlichen Vierern zeigten die Gastgeber ihre Stärke: Stepan Plasek und Roman Pivoda gewannen 3&2, Tomas Hejda und Mikulas Vojtesek entschieden ihre Partie mit 1 auf – beide Duos blieben im gesamten K.-o.-Modus ungeschlagen.

 

In den Einzeln musste Tschechien zwei von fünf Matches für den Gesamtsieg holen. Wegen eines Unwetters verzögerte sich der Start um 45 Minuten. Die Entscheidung fiel schließlich im Playoff der dritten Einzelbegegnung. Nach jeweils einem Punkt für beide Teams setzte sich Mikulas Vojtesek auf dem ersten Extraloch durch und machte den historischen Triumph perfekt.

 

Im Spiel um Platz drei lieferten sich Schweden und Dänemark ein enges Duell. Nach ausgeglichenen Vierern gingen die Dänen mit zwei Punkten in Führung, doch Schweden drehte das Match: Ein Sieg im Stechen sowie zwei weitere Erfolge sicherten – wie schon 2024 – die Bronzemedaille. Platz fünf sicherte sich die Schweiz mit einem 4:1-Sieg gegen England.

 

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