Deutsches Quintett beim Wüstenklassiker
DP World Tour: Hero Dubai Desert Classic
Emirates GC, VAE, 22. bis 25. Januar
Mit der Hero Dubai Desert Classic startet diese Woche die Rolex Series 2026 der DP World Tour. Zugleich ist es die zweite Station des Jahres in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Gespielt wird traditionell im Emirates Golf Club, wo eines der prestigeträchtigsten Turniere im Tourkalender erneut die internationale Elite anzieht. Dort werden wichtige Punkte für das Race to Dubai sowie den International Swing vergeben.
Titelverteidiger ist Tyrrell Hatton, der vor zwölf Monaten mit seinem Erfolg einen Meilenstein setzte und seinen fünften Sieg bei einer Rolex Series feierte. Damals setzte er sich nach einem engen Duell gegen den Neuseeländer Daniel Hillier durch und gewann mit einem Gesamtergebnis von 15 unter Par knapp vor ihm.
Besonderes Augenmerk gilt einmal mehr Rory McIlroy, der als „Majlis-Spezialist“ bekannt ist und dieses Turnier bereits viermal gewonnen hat. Für den Nordiren ist es das 20-jährige Jubiläum seines Debüts bei der Veranstaltung und seit seinem ersten Sieg im Jahr 2009 hat er hier nie außerhalb der Top Ten abgeschlossen. Als siebenfacher Sieger in Dubai und Grand-Slam-Gewinner zählt er erneut zu den Topfavoriten und peilt einen weiteren Schritt in Richtung einer achten Harry Vardon Trophy an.
Das Turnier markiert den Auftakt der fünf Rolex-Series-Events der Saison, bei denen erhöhte Preisgelder und eine große Anzahl an Race-to-Dubai-Punkten winken. In Dubai geht es um ein Preisgeld von neun Millionen US-Dollar und bis zu 8.000 Punkte, wobei die Wertung für den International Swing auf 5.000 Punkte begrenzt ist.
Entsprechend hochklassig präsentiert sich das Teilnehmerfeld. Neben Hatton und McIlroy schlagen unter anderem Tommy Fleetwood, Shane Lowry, Danny Willett, Francesco Molinari, Pádraig Harrington, Patrick Reed und Dustin Johnson ab. Das Starensemble wird ergänzt durch Ryder-Cup-Kapitän Luke Donald, den norwegischen Publikumsliebling Viktor Hovland sowie Race-to-Dubai-Spitzenreiter Jayden Schaper.
Mit Marcel Schneider, Freddy Schott, Jeremy Paul, Nicolai von Dellingshausen und Marcel Siem sind auch fünf deutsche Golfer am Start. Während Schott und Paul ihr Turnierdebüt feiern, haben die anderen drei bereits Erfahrung im Emirates GC. Gerade Siem sollte den Platz inzwischen in- und auswendig kennen, immerhin nimmt er diese Woche zum 19. Mal an der Dubai Desert Classic teil. Sein bestes Ergebnis war ein vierter Platz im Jahr 2012, in der vergangenen Woche wurde er geteilter 13. beim Dubai Invitational. Seine Form stimmt also.
PGA Tour: The American Express
Pete Dye Stadium Course, Kalifornien, 22. bis 25. Januar
Mit dem The American Express kehrt die PGA Tour in dieser Woche auf das US-amerikanische Festland zurück und macht im kalifornischen Coachella Valley Station. Das traditionsreiche Pro-Am-Turnier wird erneut auf drei Plätzen ausgetragen und verbindet Spitzengolf mit meist idealen äußeren Bedingungen. Diese haben dem Event seit Jahren den Ruf eines echten Birdie-Festes eingebracht. Insgesamt 156 Profis treten gemeinsam mit Amateuren an, bevor es nach drei Runden in die entscheidende Phase geht.
Wie gewohnt bildet der Pete Dye Stadium Course im PGA West das Herzstück des Turniers. Ergänzt wird er durch den Nicklaus Tournament Course, ebenfalls in PGA West, sowie durch den traditionsreichen La Quinta Country Club. In den ersten drei Runden rotiert das Feld gleichmäßig über alle drei Plätze, ehe nach 54 Löchern der Cut bei den besten 65 Spielern und Schlaggleichen erfolgt. Das Finale wird anschließend ohne Amateure ausschließlich auf dem Stadium Course gespielt.
Die Bedingungen versprechen erneut niedrige Scores. Vor allem Windstille und trockene Wüstenluft sorgen regelmäßig für ideale Voraussetzungen, um aggressiv auf Fahnenjagd zu gehen. Während der Nicklaus Course und La Quinta traditionell sehr scorerfreundlich sind, hat sich der modernisierte Stadium Course zuletzt etwas anspruchsvoller präsentiert und hebt sich damit leicht vom Rest ab. Dennoch zählen alle drei Par-72-Plätze zu den leichtesten im gesamten Kalender der PGA Tour.
Sportlich steht das Turnier ganz im Zeichen der Rückkehr zahlreicher Stars. Allen voran gibt Scottie Scheffler, die aktuelle Nummer eins der Welt, sein Saisondebüt auf der PGA Tour. Das Feld ist außergewöhnlich dicht besetzt mit Topspielern, darunter mehrere Major-Sieger und ein Großteil der Top 15 der Weltrangliste. Das beschert The American Express 2026 eines der stärksten Teilnehmerfelder seiner Geschichte.
Besondere Aufmerksamkeit gilt zudem Spielern wie Will Zalatoris, der nach langer Verletzungspause erstmals wieder auf der PGA Tour antritt, sowie den Turnierdebütanten Matt Fitzpatrick, Adam Scott und Ludvig Åberg. Titelverteidiger Sepp Straka versucht derweil, Geschichte zu schreiben: Seit Johnny Miller in den 1970er-Jahren ist es keinem Spieler gelungen, seinen Titel zu verteidigen.
Aus Deutschland treten mit Matti Schmid und Stephan Jäger zwei Spieler aus dem Elite Team Germany an. Schmid war bereits vergangene Woche auf Hawaii dabei, während Jäger erst am Donnerstag seine Saison eröffnet. Obwohl Schmid die vergangenen beiden Jahre hier den Cut verpasste, hat er gute Erinnerungen an das Turnier: 2023 wurde er geteilter Sechster.
PGA Tour Champions: Mitsubishi Electric Championship
Hualalai Golf Course, Hawaii, 22. bis 24. Januar
Wie gewohnt ist das Starterfeld für das Mitsubishi Electric Championship at Hualalai hochklassig besetzt. 42 Spieler werden von Donnerstag bis Samstag auf Hawaii in die neue Saison der PGA Tour Champions gehen. Zum 30. Mal in Folge bildet der Hualalai Golf Course die Kulisse für den traditionsreichen Saisonauftakt und unterstreicht damit seine besondere Stellung im Kalender der Seniorentour.
Sportlich verspricht das Teilnehmerfeld große Namen und viel Erfahrung. Acht frühere Sieger des Turniers schlagen in diesem Jahr ab, angeführt vom Titelverteidiger und Hall-of-Fame-Mitglied Ernie Els. Besonders im Fokus stehen Bernhard Langer und Miguel Ángel Jiménez, die jeweils bereits dreimal in Hualalai gewonnen haben und nun als erste Spieler überhaupt einen vierten Titel anstreben. Mit Alex Cejka ist ein weiterer deutscher Senioren-Major-Sieger am Start.
Insgesamt sind sechs Mitglieder der World Golf Hall of Fame im Feld vertreten. Neben Els und Langer sind dies Fred Couples, Retief Goosen, Davis Love III und Vijay Singh. Das Feld wird durch weitere frühere Champions wie Fred Funk, Jerry Kelly, Tom Lehman und Darren Clarke ergänzt.
Für frischen Wind sorgen sieben Spieler, die 2026 erstmals in Hualalai antreten. Dazu zählen unter anderem Thomas Bjørn, Ángel Cabrera und Boo Weekley. Mehrere von ihnen kommen mit Rückenwind aus der Vorsaison, nachdem sie 2025 ein oder sogar mehrere Turniere auf der PGA Tour Champions gewinnen konnten.








