Deutscher Überblick: Tour-Karten auf der LET
Während auf DP World, PGA und zuletzt auch LPGA Tour das Rennen um Punkte, Preisgeld und Prestige im neuen Jahr bereits wieder begonnen hat, dauert es noch etwas, bis auch die Asse der Ladies European Tour wieder abschlagen werden. Beim Saudi Ladies International vom 11. bis 14. Februar im Riyadh Golf Club fällt der Startschuss für ein Jahr, das sportlich wie wirtschaftlich neue Maßstäbe setzen soll.
Die Tour-Turniere werden so hoch dotiert sein wie nie zuvor. Eine Entwicklung, die keineswegs selbstverständlich ist. Zeiten, in denen die Spielerinnen einen enorm ausgedünnten Turnierkalender beklagten, liegen noch nicht allzu weit zurück. In der insgesamt 48. Spielzeit geht es erstmals um mehr als 40 Millionen Euro Gesamtpreisgeld. Dabei schütten mehr als zehn der 30 Turniere über eine Million Euro an die Spielerinnen aus. Zum Vergleich: 2017 fanden nur 14 Events statt, und bei nur zwei dieser Turniere ging es um einen siebenstelligen Gesamtbetrag.
„Wir freuen uns sehr, dass die Spielerinnen der Ladies European Tour erstmals in der Geschichte der Tour um mehr als 40 Millionen Euro spielen werden”, erklärte Marta Figueras-Dotti, Vorsitzende des LET-Boards. „Das ist ein Beleg für die intensive Arbeit, die hinter den Kulissen geleistet wird, und wir werden weiterhin alles daransetzen, die LET und die Preisgelder für unsere Mitglieder konsequent weiterzuentwickeln. Unser Dank gilt unseren Tour-Sponsoren, Partnern und Turnierveranstaltern für ihre anhaltende Unterstützung und ihr Engagement, mit dem sie das Wachstum des Damengolfs weltweit ermöglichen. Wir blicken mit großer Vorfreude auf eine spannende Saison.“
Die Kategorien von Briem, Fünfstück, Henseleit und Co
Wie auf den meisten anderen Touren entscheidet nicht allein der Besitz einer Tour-Karte über die Zahl der Starts, sondern die jeweilige Einstufung innerhalb der Kategorien-Struktur. Bedeutet: Nicht jede Tour-Karte ist gleich viel wert.
Spielerinnen aus den Kategorien 1 bis 12 – darunter die Top 20 der Qualifying School – besitzen sogenannte Full Cards. Sie können bei allen oder nahezu allen Turnieren der LET 2026 starten. Ausgenommen sind lediglich einzelne hochdotierte Events außerhalb der Majors, etwa das Saudi Ladies International zum Saisonauftakt oder bestimmte Co-Sanctioned Events wie die Aramco Championships oder die Womens Scottish Open, bei denen das Feld begrenzt ist.
Auf Basis der Erfahrungen aus den vergangenen Spielzeiten gilt:
- Kategorie 15 und 16: Starts bei etwa der Hälfte der LET-Turniere
- Kategorie 17 bis 19: Starts bei rund einem Drittel der Saison-Events
Wichtig dabei: Das System ist nicht statisch. Über sogenannte Re-Ranks während der Saison können Spielerinnen ihre Kategorie verbessern – und sich damit zusätzliche Startmöglichkeiten sichern. Leonie Harm hat dies 2025 erfolgreich genutzt und sich im Saisonverlauf deutlich nach oben gearbeitet.
Voller Status
- Kategorie 2 – Order of Merit Winners: Esther Henseleit
- Kategorie 4 – Top 70: Helen Briem, Laura Fünfstück, Leonie Harm, Patricia Schmidt, Olivia Cowan
- Kategorie 6 – Wins: Alexandra Försterling
Begrenzte Starts
- Kategorie 16 – Qualifying School (#21–50): Isi Gabsa, Celina Sattelkau
- Kategorie 17 – Order of Merit (#81–110): Carolin Kauffmann, Aline Krauter, Polly Mack, Chiara Noja
- Kategorie 18 – Career Money List: Caroline Masson
- Kategorie 19 – Remaining Final Qualifiers: Sophie Hausmann, Leticia Ras-Anderica, Chiara Horder, Sophie Witt, Verena Gimmy, Hannah Leonie Karg, Hanna Tauber, Lisa Marie Schumacher
- Kategorie 20 – Category A Members: Sophia Popov, Sarina Schmidt, Lara Ok








