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Verbesserter Schwung auf der Finalrunde: Durch eine kleine technische Veränderung gewinnt Rory McIlroy zum zweiten Mal in Folge das Masters. | © Thomas Lovelock/Augusta National/Getty Images

Der Schlüssel zum Sieg: Wie McIlroy seinen Schwung in letzter Sekunde rettete

Oft sind es nicht die großen technischen Umstellungen, die über Sieg oder Niederlage entscheiden, sondern kleine Korrekturen im richtigen Moment. Bei Rory McIlroy war es genau so. Nur einen Tag vor seinem historischen zweiten Masters-Sieg in Folge, nach der dritten Turnierrunde also, in der er seine souveräne Führung abgegeben hatte, stand der Nordire auf der Driving Range in Augusta. Er war unzufrieden mit seinem Spiel. Genauer gesagt: mit seinem Schwung, der sich nicht mehr so anfühlte wie an den ersten beiden Tagen. McIlroy wusste: Wenn er das Problem nicht schnell lösen könnte, dann würde aus der großen Chance auf die Titelverteidigung nichts werden.

McIlroys kurzfristiges Schwungproblem

Im Kern ging es um eine typische Fehlerkette: McIlroys Schwungbahn, das erklärte er später, kam zu stark von innen, was zu ausgeprägten Draws führte. Solange die Bewegung im Rhythmus blieb, war das kontrollierbar. Doch sobald der Unterkörper im Treffmoment etwas langsamer wurde, übernahmen Hände und Arme – mit der Folge, dass sich die Schlagfläche zu stark schloss und die Bälle deutlich nach links abdrehten. „Meine Schwungbahn ging mit jedem Schläger ein Stück zu weit nach rechts. Ich habe einfach zu viele Draws geschlagen“, analysierte McIlroy. „Wenn du so weit von innen kommst und dein Körper nicht weiterarbeitet, geht der Ball einfach brutal nach links.“

Die Lösung für einen konstanteren Ballflug

Die Korrektur, die McIlroy fand, war überraschend simpel – und wahrscheinlich hat sie ihm den historischen zweiten Masters-Triumph, den sechsten Major-Sieg seiner Karriere, gerettet. Statt weiter an seinem Draw zu arbeiten, steuerte er bewusst in die Gegenrichtung: Er spielte gezielt Fade-Schläge und konzentrierte sich darauf, den Unterkörper im Treffmoment aktiver einzusetzen. „Ich habe mich darauf fokussiert, meinen Unterkörper im Treffmoment stärker zu öffnen“, erklärte er. „Das hilft mir, die Schlagfläche stabiler zu halten und den Ball neutraler starten zu lassen.“ So entstand eine stabilere Ballflugkurve.

Entscheidender Faktor für den Sieg

Was auf der Range begann, wurde am Sonntag zum entscheidenden Faktor. „Das war genau das Gefühl, das ich mir erarbeitet habe – und das ich dann am Sonntag mitgenommen habe“, erzählte er im Anschluss an seinen Sieg. „Schon auf der ersten Bahn habe ich deutlich bessere Eisenschläge gemacht.“

Was sich Amateure abschauen können

Die Geschichte zeigt: Selbst die besten Spieler der Welt kämpfen auch mitten in einem großen Turnier mit Phasen, in denen sie plötzlich das Gefühl für ihren Schwung zu verlieren scheinen. McIlroys Erlebnis liefert auch Amateuren eine wichtige Botschaft: Statt hektisch an vielen Details zu arbeiten, kann ein gezieltes Gegengefühl oft mehr bewirken. Ein bewusst gespielter Fade kann helfen, einen übertriebenen Draw zu neutralisieren. Eine aktivere Körperbewegung kann verhindern, dass die Hände zu dominant werden. Manchmal reicht eben wirklich ein Gedanke im richtigen Moment für die entscheidende Veränderung. 

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