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Florian Weyrauch spielte am letzten DGL-Spieltag an der Seite von Alex Cejka im Vierer für den GC Hanau-Wihelmsbad. | © Andreas Morgenstern

Der Mann, der mit Cejka Vierer spielte

Er hat es wieder getan: Nachdem Alex Cejka am ersten DGL-Spieltag für seinen Heimatclub GC Hanau-Wilhelmsbad im Einzel abgeschlagen hatte (wir berichteten), war er am fünften und letzten Spieltag erneut in der Regionalliga Mitte 2 im Einsatz – diesmal im Vierer. Vorher hatten Club-Präsidentin Dorothea Christ und Spielführer Nicholas Zeitler Major-Champion Cejka offiziell seine Urkunde für die Ehrenmitgliedschaft überreicht.

 

Die DGL-Redaktion hat nach dem Spieltag mit Hanaus Mannschaftsspieler Florian Weyrauch (36) darüber gesprochen, wie es ist, mit einem so erfahrenen und routinierten Tour-Profi, der schon neben den Besten der Welt abgeschlagen hat, im Vierer DGL zu spielen.

 

Florian, woher und seit wann kennst du Alex Cejka und wie oft seht oder hört ihr euch im Lauf des Jahres?

Wir kennen uns seit 2014, also seit zwölf Jahren, aus dem GC Hanau-Wilhelmsbad, in dem wir beide das Golfspielen gelernt haben. Wir sehen uns drei- bis viermal im Jahr, stehen aber regelmäßig, also mindestens wöchentlich, wenn nicht täglich, in Kontakt. Wir haben schon etliche Male hier oder in den USA gezockt und Golf gespielt. Daher war das für mich jetzt nichts großartig Neues. Außer vielleicht, dass es eben diesmal für unseren Heimatclub in der DGL war.

 

Wie läuft das, mit einem Major-Sieger Vierer zu spielen? Wie sieht da die Taktik aus? Wer schlägt an welchem Loch ab?

Natürlich sind wir das durchgegangen, wer die geraden und wer die ungeraden Bahnen abschlägt. Dabei haben wir überlegt, welche Schläge zu wessen Spiel besser passen. Dabei kommen die Fragen auf, wer öfter Schläge ins Grün haben sollte und wer vielleicht rund ums Grün besser ist. Am Ende des Tages ist das alles Theorie, in der Praxis sieht es dann doch meistens anders aus. Aber klar, die Gedanken macht man sich. Es ist ein absolutes Erlebnis, mit Alex Vierer zu spielen. Das ist schon spannend, mit einem Pro einen DGL-Vierer zu spielen, der sonst neben Jiménez, Cink, Johnson und Langer auf dem Platz steht.

Cejka war zweimal im Einsatz in der DGL-Saison 2026. Wie war da die Resonanz im Vergleich zu „normalen“ Spieltagen?

Der erste Spieltag war etwas anders. Da haben wir es sehr kurzfristig hinbekommen, dass Alex für uns abschlagen kann. Das war sehr spontan und eine Last-Minute-Entscheidung. Er konnte damals auch nur Einzel spielen, weil er danach zum Flieger musste. Ein paar Zuschauer waren in Maria Bildhausen dabei. Am letzten Spieltag bei uns daheim in Hanau waren deutlich mehr Besucher, die bei uns mitgelaufen sind und zugeschaut haben.

 

Du bist mit Hanau-Wilhelmsbad trotzdem aus der Regionalliga abgestiegen. Woran hat es gelegen und was ist das Ziel für die Saison 2027?

Wir hatten einen gewissen Umbruch in der Mannschaft und haben Spieler verloren, die Säulen bei uns waren. Wir haben es eigentlich schon an den ersten beiden Spieltagen verpasst, die Weichen zu stellen. In Runde eins hat uns Alex ja mit seiner 66 im Einzel sehr geholfen; wir haben diesen Bonus trotzdem nicht nutzen können, wenigstens auf Platz drei zu landen. Am zweiten Spieltag hat uns dann ein Schlag zu einer besseren Platzierung gefehlt. Das war dann auch ein wenig Pech. Wir konnten diesen Rückstand nicht mehr aufholen und sind im weiteren Saisonverlauf immer hinter der Musik hinterhergelaufen. Wir wollen 2027 auf jeden Fall zurück in die Regionalliga, das Zeug dazu haben wir auf jeden Fall.

Was bringt es dir persönlich wie sportlich, mit Alex Cejka im Vierer zu spielen? Hat er auf der Runde wertvolle Tipps gegeben?
Wir sind seit zwölf Jahren gute Freunde, spielen nicht nur Golf miteinander, sondern gehen auch zum Angeln oder zum Bootfahren. Es ist im Prinzip, wie mit einem guten Freund Golf zu spielen, der aber auf einem ganz anderen Level ist. Die wertvollsten Erfahrungen habe ich vor allem dann gemacht, wenn ich bei großen Turnieren als Caddie bei Alex dabei war. Da saugt man viel auf und versucht, gerade im taktischen und mentalen Bereich Dinge für sich zu implementieren. Da siehst du am besten, wann man eher Risiko vermeiden und wann man eher aggressiv spielen sollte. Im Vierer bleibt da gar nicht so viel Zeit. Jeder spielt sein Spiel, und klar bespricht man einzelne Schläge, aber die besten Tipps bezüglich meines Schwungs oder meiner Technik gibt er mir meistens auf der Range nach oder vor der Runde.

 

Welchen Stellenwert hat die DGL im GC Hanau-Wilhelmsbad?

Die DGL ist wichtig. Mit der Hessenliga ist sie der wichtigste Teamwettbewerb der Saison; da gibt man an den fünf Wochenenden immer alles. Da ich seit 1998 im GC Hanau bin, nie woanders gespielt habe und von der Jugend- bis hoch zur ersten Herrenmannschaft alles durchlaufen habe, trage ich sozusagen den Schwan in der Brust. Wir wollen als Team unseren Club immer bestmöglich repräsentieren. 

 

Vielen Dank fürs Gespräch und viel Erfolg für die DGL-Saison 2027!

 

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