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Schlägt 2026 wieder auf der HotelPlanner Tour ab: Jannik de Bruyn. | © 2025 Getty Images

De Bruyn: „Habe das Gefühl, reifer geworden zu sein“

Für Jannik de Bruyn endete die Saison 2025 auf der DP World Tour enttäuschend, aber auch lehrreich. „Natürlich bin ich enttäuscht, meine Spielberechtigung verloren zu haben“, sagt der 26-Jährige im Gespräch mit Golf.de. Mir ist es das ganze Jahr über schwergefallen, Konstanz in mein Spiel zu bringen.“

 

In 28 Turnieren schaffte de Bruyn elfmal den Cut, ein Top-Ten-Ergebnis blieb jedoch aus. In der Order of Merit belegte der Spieler des National Team Germany am Saisonende Rang 154 – zu wenig, um die Tourkarte zu behalten. Besonders frustrierend war für ihn, dass er einzelne starke Runden nie zu längeren Erfolgsserien ausbauen konnte: „Oft habe ich ordentliche bis sehr gute Runden gespielt, aber fast immer folgte ein Rückschlag. Ich konnte das gute Gefühl nicht über mehrere Tage hinweg mitnehmen und kam nie in einen positiven Rhythmus.“

Persönlich gereift – trotz sportlicher Rückschläge

Trotz der sportlichen Enttäuschung sieht de Bruyn klare Fortschritte: „Ich habe mich als Person weiterentwickelt – sowohl auf dem Platz als auch privat. Ich habe das Gefühl, reifer geworden zu sein, und merke immer besser, was meinem Spiel guttut und was ich lieber sein lassen sollte.“ Besonders wichtig war ihm, sich von schlechten Ergebnissen nicht entmutigen zu lassen: „Ich bin froh über die Arbeit, die ich in mein Spiel gesteckt habe, und darüber, dass ich mich davon nicht habe runterziehen lassen.“

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Der Mönchengladbacher analysiert sein Spiel vor allem in Bezug auf die Bereiche rund ums Grün selbstkritisch: "Ich putte zu unkonstant und mache zu wenige Up & Downs. Beides ist auf der Tour essenziell, um die Karte zu halten – und genau das ist mir in dieser Saison nicht gelungen.“ Deutlich positiver fällt sein Urteil über das lange Spiel aus: „Damit bin ich größtenteils sehr zufrieden, was sich auch in den Statistiken zeigt.“

 

Auf der DP World Tour selbst gab es für de Bruyn nur wenige Glanzmomente. Umso größer ist die Freude über einen Titel mit seinem Heimatclub: „Der Gewinn der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft mit dem Golfclub Hösel war mein Saisonhighlight. Das kam unerwartet, und das Wochenende beim Final Four hat mir und dem Club sehr viel bedeutet.“

Lerneffekte & Materialbilanz

„Ich habe gelernt, dass Prozesse Zeit brauchen, bis sie sich in Qualität und Konstanz umwandeln“, sagt de Bruyn. Er glaubt an den eingeschlagenen Weg und daran, sein mentales Spiel weiter zu verbessern, um häufiger Momentum aufzubauen.

 

Lieblingsschläger: Eisen 9

 

Problemzone: Putter

Neustart über die HotelPlanner Tour

Nach zwei intensiven Jahren gönnt sich de Bruyn aktuell eine kurze Pause: „Das tut mir gut.“ Vor Weihnachten beginnt er wieder mit dem Training, im Januar folgt das Trainingslager. Ende Januar startet er auf der HotelPlanner Tour in Südafrika. Er sagt: „Ich werde alles spielen, was mit meiner Kategorie möglich ist.“ Sein Ziel ist eine volle Saison in der zweiten Liga – und mit Einladungen auch vereinzelte Starts auf der DP World Tour.

 

Der Weg zurück ist klar abgesteckt. Und auch wenn die vergangene Saison sportlich enttäuschend ausfiel, ist eines sicher: Jannik de Bruyn geht gereifter, reflektierter und mit neuem Anlauf in die Zukunft.

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