Partner des DGV

Alleine in Führung: Susanna Brenske vom Hamburger GC | © DGV/STEBL

Brenske alleine in Führung

Michendorf – Am zweiten Wettkampftag der 84. German International Women´s Amateur Championship, die auf dem Südplatz des G&CC Seddiner Sees ausgetragen wird, gehen die Scores insgesamt etwas tiefer. Das Wetter ist erheblich freundlicher. Die eisige Kälte ist mit dem beißenden Wind verschwunden.
 

Susanna Brenske, bei der Clubkameradin Maike Dickel am Bag half,  brachte den tiefsten Score des Tages ins Recording und kletterte mit der 69 (-3) auf den Platz an der Sonne. Mit gesamt vier unter Par hat die Athletin des Junior Team Germany einen Schlag Vorsprung auf die Engländerin Lily Hirst, die mit Even Par vom Platz kam.
 

Die Führende hatte einen fast fehlerfreien Tag erlebt und musste nur ein Bogey notieren. Vier Birdies kamen hinzu und so war das Nordlicht am Abend sehr glücklich über den bisherigen Verlauf des Turniers: „Ich finde den Platz super. Die Verteidigung vom Tee ist nicht so schwer, was mir ein bisschen in die Karten spielt. Ich kann ein paar Bunker und Hindernisse aus dem Spiel nehmen. Die Schläge ins Grün sind auf jeden Fall tricky, teils auch durch schwere Fahnenpositionen. Die kleinen Grüns sind durch Bunker gut verteidigt, laufen aber gut. Meine Abschläge sind super und meine Annäherungen waren heute besser. Putten läuft durchschnittlich gut, aber die ein oder andere Birdiechance konnte ich nutzen.“

Auch auf der Finalrunde wird Susanna Brenske Unterstützung am Bag haben. Maike Dickel freut sich schon auf diesen besonderen Job: „Mit Susi hat es -wie immer- Spaß gemacht. Dadurch, dass wir schon ab und zu zusammen Vierer gespielt haben und ich auch schon mal bei ihr am Bag war, sind wir so langsam ein eingespieltes Team. Ich freue mich, sie morgen wieder begleiten zu dürfen.“
 

Hinter Brenske und Hirst folgen zwei Athletinnen aus Tschechien. Kristina Lebova hat zweimal 71 Schläge gebraucht und liegt damit auf dem dritten Platz.

Anna Ludvova brachte am zweiten Turniertag eine starke 69 in die Wertung und schiebt sich nach 74 Schlägen aus der Auftaktrunde auf den vierten Platz, den sie sich mit Cecilie Volckens vom GC St. Leon-Rot und der besten Schweizerin, Lana Guyot, teilt.

Favoritin rückt vor

Ebenfalls noch in der Top Ten: Yoo Jin Bae vom GC St. Leon-Rot und Charlotte Naughton aus England. Sowohl die Kurpfälzerin, wie auch die große Favoritin auf den Sieg von der Britischen Insel waren jeweils mit einer 74 ins Turnier gestartet und verbesserten sich am zweiten Tag deutlich, kamen mit 70 Schlägen ins Recording.

„Meine Runde war heute sehr durchwachsen. Ich hatte nicht den besten Long-Game-Tag, konnte mich dementsprechend aber gut anpassen und habe defensiver gespielt. Auf den Grüns habe ich viele Schläge gut gemacht, vor allem weil ich viele kurze bis mittlere Putts gelocht habe. Ab der Back Nine habe ich dann meinen Rhythmus gefunden. Ich finde den Platz vor allem durch die Schüsse ins Grüns an manchen Stellen echt knifflig. Aber ich finde auch, dass er durchaus Birdie-Chancen bietet. Mir gefällt das Layout an sich auch sehr gut“, bilanzierte Yoo Jin Bae direkt nach dem letzten Putt ihre Runde.

Fenja Rengstorf vom Club zur Vahr geht vom geteilten neunten Platz in die dritte und damit letzte Runde dieser GIWAC.

Verbessert

Eine Spielerin der frühen Startzeit, die sich deutlich verbessern konnte, ist Theresa Quasdorf vom Bundesligisten Hamburger GC. Die Falkensteinerin war direkt auf Loch 1 mit einem sauberen Birdie gestartet, musste dann aber sehr geduldig bleiben, um am Ende einen Score unter Par unterschreiben zu dürfen, weil ihr auf dem Weg vier Bogeys unterliefen. Stark die Reaktion der Athletin, die in zwei Tagen 23 Jahre alt wird: Mit einem Eagle auf Loch 13 und Birdies auf den Löchern 15 und 17 ging es mit 71 (-1) Schlägen ins Recording. Beim Eagle reichte ein solider Drive, dann aus 180 Metern ein Hybrid auf etwa einen Meter an die Fahne.

Entsprechend zufrieden war das Nordlicht, als sie ihre Scorekarte unterschrieben hatte: „Der Platz ist in einem wirklich guten Zustand und das Layout gefällt mir generell sehr gut. Der Platz hat es auf jeden Fall in sich, gibt einem aber auch hier die da die Möglichkeit, gut zu scoren. Heute lief es besser als gestern, weil ich die Schläge ins Grün deutlich näher an die Fahne gebracht habe und beim Putten sicherer war.“

Bester Score am Vormittag

Noch einen Zähler besser war am Vormittag nur noch Ada Narin. Die türkische Nationalspielerin, die erst 14 Jahre alt ist, hatte schnell zwei Birdies notiert und damit das Momentum für den Tag auf ihre Seite gezogen. Insgesamt standen am Ende fünf Birdies, aber nur zwei Bogeys auf der Scorekarte des Talents vom Kemer CC. Nachdem Narin in der Auftaktrunde noch 75 Schläge gebraucht hatte, spült sie die starke 70 im Klassement vor bis auf Rang neun.

Heimvorteil

Vom gastgebenden G&CC Seddiner See waren vier Athletinnen im Teilnehmerfeld. Emilia Püttmann, Annette Adam, Sophia Goerner und Emely Kintzel konnten ihren Heimvorteil jedoch nicht nutzen, haben aber in einem international stark besetzten Feld einiges an Erfahrung sammeln können.
„Es ist natürlich großartig, so ein tolles Turnier auf dem Heimatplatz zu haben. Danke an den DGV für die tolle Orga! Ich hoffe, ihr kommt jetzt öfter“, war Sophia Goerner dankbar für ein sportliches Erlebnis auf sehr hohem Niveau.

Leaderflight und Cut

63 Athletinnen haben den Cut gemacht und sind am dritten Wettkampftag ab 8.30 Uhr am Start. Der Leaderflight mit Kontrahentinnen aus Tschechien, England und Deutschland wird um 10.31 Uhr in den letzten Akt dieser großen Meisterschaft starten. 

Neben dem Pokal und der Goldmedaille bekommt die Siegerin in der European Amateurs Order of Merit 500 Punkte und darf sich auf einen Startplatz beim einzigen Turnier der LET in Deutschland freuen. Die Amundi German Masters powered by VcG findet schon in der kommenden Woche vor den Toren Hamburgs auf dem Nord Course von Green Eagle in Winsen an der Luhe statt. Sich mit den Profis dort messen zu können, ist für alle Athletinnen, die noch Siegchancen haben, sicher ein ganz besonderer Anreiz, alles zu geben.

Am Rande bemerkt: Vorreiter in Sachen E-Mobilität

Der G&CC Seddiner See gehört zu den Vorreitern der E-Mobilität. Nach Clubangaben und allen verfügbaren Quellen waren die beiden Ladesäulen, die auf dem Parkplatz des Clubs im April 2010 installiert wurden, die ersten bei einem Golfclub in Deutschland.
Da die technische Entwicklung der Ladesäulen voranschreitet, steht  auch beim Gastgeber der 84. GIWAC die nächste Generation der modernen „Tankstelle“ schon in der Warteposition und bald werden Mitglieder und Gäste mit frischer Infrastruktur ihre E-Autos laden können, während sie Golf spielen.
 


LIVESCORING >>>


BILDER TAG 1 >>>

BILDER TAG 2 >>>


TURNIERSPECIAL 2026 >>>
 

Weiteres zum Thema