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Luisa Hartmann vom GC Aldruper Heide gewinnt mit der einzigen Runde unter Par die Zählspielqualifikation der Frauen | © DGV/STEBL

Beste Atmosphäre beim Matchplay

Appenweier – Die Vorrunden sind beendet, von nun an geht es im KO-Modus für die Teilnehmer der 21. Deutschen Lochspielmeisterschaften (DLM) weiter.
Bei den Männern haben sich die acht Gruppensieger für das Viertelfinale qualifiziert, die Gruppenzweiten spielen die Plätze 9 bis 16 aus.
 

Titelverteidiger Tjelle Rieger hat alle drei Vorrundespiele gewonnen und trifft im Viertelfinale auf Moritz Muhl. Der 39-Jährige vom Frankfurter GC spielt tatsächlich seine erste DLM, hat sich mit zwei Siegen in der Gruppenphase den Aufstieg ins Viertelfinale aber redlich erkämpft.
„Der Platz lässt viele offensive Optionen zu, gerade was Birdie-Chancen angeht. Das macht das Matchplay extrem interessant. Aktuell ist mein Putting definitiv meine größte Stärke, das gibt mir viel Vertrauen auf den Grüns. Das ist meine erste DLM als Spieler, aber ich habe schon viel Erfahrung als Caddy bei Max Röhig mitnehmen können“, freut ich Muhl über das sportlich bisher sehr erfolgreiche Erlebnis.

Drei Siege

Neben dem Titelverteidiger haben auch noch Max von Borgstede, Cedric Otten und Florian Riedel alle drei Matches der Vorrunde gewonnen. Otten und von Borgstede duellieren sich im Viertelfinale. Der Youngster, der einen Steinwurf entfernt vom GC St. Dionys aufgewachsen ist, dort auch mit dem Golfsport begann, ehe er acht Jahre lang vom Hamburger GC gefördert wurde, ist nun schon einige Jahre beim GC St. Leon-Rot zu Hause.

„Der Platz ist nicht besonders lang, aber man darf ihn definitiv nicht unterschätzen. Fairway-Treffer werden belohnt, da die Spin-Kontrolle bei Schlägen ins Grün entscheidend ist und die Lagen im Semirough schwer einzuschätzen sind. In den letzten Runden lief mein Spiel sowohl um das Grün als auch auf dem Grün gut. Dadurch konnte ich einige Löcher noch teilen oder sogar gewinnen. In den kommenden Runden werde ich mich weiterhin auf meine Abschläge und mein Shortgame konzentrieren und dann schauen, wie sich das Turnier entwickelt. Da es meine erste DLM ist, bin ich insgesamt zufrieden, besonders mit Blick auf den DGL-Start in zwei Wochen“, freut sich Max von Borgstede über seine bisherige Bilanz.

Cedric Otten hat mit seinen 26 Jahren sehr viel Erfahrung bei großen Turnieren gesammelt, spielt aber erst zum zweiten Mal bei einer DLM mit und freut sich über das bisherige Abschneiden: „Es ist ein eher kurzer Platz, der mit dem Wind, den Doglegs und den harten Grüns seine Tücken hat. Man muss viele Birdies machen, um weiterzukommen. Meine Schläge ins Grün waren heute ganz gut und auch vom Tee ging es gut.“
 

Florian Riedel vom GH Hof Treudelberg trifft im Viertelfinale auf Leo Böhm vom Münchener GC. Während der Hanseat auch sein drittes Match nach spannendem Verlauf mit 2auf gewann, lieferte sich der Bayer mit einem Nachbarn vom GC Feldafing ein heißes Duell, das am Ende keinen Sieger fand. Anton von L´Estocq hatte zwar fast immer knapp in Führung gelegen, aber der  19-Jährige des Münchener GC glich kurz vor Ende wieder aus und sicherte sich nach zuvor zwei Siegen Platz 1 in dieser Vorrundengruppe.

„Den Platz finde ich super interessant für eine Lochspielmeisterschaft, da man sehr viele kurze Schläge in die Grüns hat und in den Matches wahrscheinlich viele Birdies und Eagles gespielt werden. Gut waren bei mir auf jeden Fall die Drives. Ich habe fast überall Driver gehauen und hatte dadurch viele Chancen“, geht der Treudelberger zuversichtlich ins Wochenende. Vor einem Jahr hatte Riedel im Endklassement den achten Platz belegt.
 

Leo Böhm war vor einem Jahr mit einem Sieg in der Gruppenphase ausgeschieden und freut sich umso mehr darüber, nun seine Gruppe gewonnen zu haben: „Ich mag den Platz. Die Grüns sind gut gepflegt und man merkt, dass viele Clubmitglieder sich engagieren und sich offensichtlich freuen, dass die DLM hier ausgetragen wird. Der Platz scheint auf den ersten Blick recht einfach zu spielen, hat aber durchaus seine Tücken, vor allem bei den Schlägen ins Grün. Ich bin mit meinem Spiel recht zufrieden, ich spiele stabil und fühle mich wohl.“

Zählspielqualifikation

Die Frauen haben statt Vorrunden im Matchplay eine Zählspielqualifikation ausgetragen, um die Platzierungen für die Matchplays zu erspielen. Mit der besten Runde des Feldes schob sich Luisa Hartmann vom GC Aldruper Heide noch an die Spitze. Die Spielerin des Junior Team Germany verbesserte sich von 77 auf 70 (-2) Schläge und war damit die einzige Athletin, die einen Score unter Par ins Recording brachte. Zwei Birdies in Folge auf der Back Nine ließen das Ergebnis der Westfälin auf den Bestwert sinken.

„Heute liefen die Schläge auf das Grün deutlich besser, sodass ich viele Bunker vermeiden konnte, in denen ich gestern einige Spiegeleier hatte. Der Platz ist in einem Topzustand, jedoch relativ trocken. Daher bekommt man die Bälle auf dem Grün schwer zu stoppen. Ab jetzt Matchplay, das wird sicherlich viel Spaß machen und ich werde mein Bestes geben“, so Hartmann, die im Viertelfinale auf Anna Bonerz trifft. Die Athletin des Ersten GC Westpfalz hat sich mit 75 und 76 Schlägen den achten Platz erkämpft.

Zweimal 73

73 (+1) Schläge waren am ersten Wettkampftag die Tagesbestleistung. Am zweiten Tag der Zählspielqualifikation war nur Luisa Hartmann besser, aber zwei Athletinnen kamen mit einer 73 ins Recording. Sara Nüßle vom GC Domäne Niederreutin schob sich mit ihrer 73 auf den zweiten Platz vor und trifft in der Runde der besten acht Spielerinnen auf Romy Sander vom Frankfurter GC. Die jüngste Spielerin des Turniers hat sich am zweiten Tag um drei Schläge verbessert. Die 14-Jährige darf nach ihrer 74 (+2) weiter auf eine Medaille hoffen. 

Sara Nüßle war nach einem entspannten Tag insgesamt sehr zufrieden: „Mein Spiel war wieder sehr stabil. Ich habe heute mehr Grüns getroffen und mir so das ein oder andere Bogey gespart. Ich finde den Platz anspruchsvoll, da man bei den Schüssen ins Grün den richtigen Landepunkt treffen muss, um ein gutes Ergebnis zu bekommen. Auch in den nächsten Runden versuche ich, weiterhin solides Golf zu spielen, hoffentlich das ein oder andere Birdie mehr zu machen und einfach viel Spaß zu haben.“
 

Schlaggleich mit gesamt vier Zählern über Par folgen Maxima Purkart vom GC St. Leon-Rot und Alena Oppenheimer vom Stuttgarter GC Solitude auf den Plätzen 3 und 4. Purkart trifft auf Johanna Kirch vom Frankfurter GC. Die Athletin des Junior Team Germany verbesserte sich um vier Schläge und brachte eine 73 (+1) in die Wertung. Höhepunkt einer Runde, die die Scorekarte bunt färbte, war ein Eagle auf Loch 6. Nach 15 Löchern lag Kirch sogar noch unter Par, musste dann aber noch zwei Bogeys hinnehmen.

„Ich habe heute deutlich besser geputtet als gestern. Heute war weniger Wind, was natürlich bei den Schlägen mit den Wedges ins Grün die Lenkkontrolle einfacher gemacht hat. Das hat den größten Unterschied im Scoring gemacht. Mit so vielen Frankfurterinnen hier zu sein, ist sehr schön und gibt auch schon so ein bisschen Vorfreude und DGL-Feeling für den Saisonstart in zwei Wochen,  auf den ich mich sehr freue“, so die 18-Jährige.
 

Alena Oppenheim (Stuttgarter GC Solitude) trifft im Viertelfinale auf Anjana Cordes (GC Neuhof). Nachdem die beiden Routiniers mit 73 Schlägen am ersten Tag das Klassement angeführt hatten, sammelten sich bei der Meisterin von 2024 am zweiten Wettkampftag neben vier Bogeys und einem Doppelbogey auch noch drei Birdies, zwei davon auf den letzten beiden Löchern.

Die Neuhoferin wäre fast schlaggleich mit der Spielerin vom Deutschen Vizemeister Solitude ins Clubhaus gekommen. Lediglich das Birdie auf dem 18. Grün fehlte, so dass Cordes mit gesamt +5 in dieser Zählspielqualifikation auf Platz 5 landete.

Startzeiten

Am Samstag starten die Frauen ab 8.30 Uhr von Tee 1, während die Männer von Tee 10 ins Viertelfinale gehen. Am Nachmittag werden direkt im Anschluss die Halbfinals gespielt.

 

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