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Vorbild für fast alle: Bernhard Langer ist bis heute der erfolgreichste deutsche Golfprofi. | © golfsupport.nl/Ken Murray/ism

Bessere Drives: Langer-Tipp für alle Senioren

Mit 68 Jahren gehört Bernhard Langer auf der PGA Tour Champions noch immer zu den erfolgreichsten Spielern – und den Status der lebenden Legende hat er ohnehin längst schon erreicht, nicht nur bei uns in Deutschland. Dass der zweimalige Masters-Sieger auch im fortgeschrittenen Alter konkurrenzfähig bleibt, liegt auch daran, dass er seinen Schwung über die Jahre immer wieder an die altersbedingten körperlichen Veränderungen angepasst hat. Langer macht kein Geheimnis daraus, dass seine heutigen Bewegungen nicht mehr mit denen aus jungen Jahren vergleichbar sind. „Ein 60-Jähriger kann nicht so schwingen wie Rory“, sagt der Deutsche im Video (s.u.). „Alles ist ein bisschen weniger beweglich.“ Gerade deshalb habe sich seine Technik im Laufe der Jahre verändert. Aus einem sehr langen Rückschwung ist inzwischen eine kompaktere Bewegung geworden. 

Schmalerer Stand für mehr Rotation

Trotz gewisser Einschränkungen in der Rotation gelingt es Langer nach wie vor, den Ball erstaunlich weit zu schlagen. Ein Grund dafür ist seine Ansprechposition. Im Gegensatz zu früher steht Langer heute etwas schmaler am Ball. Der engere Stand erleichtert es den Hüften, sich frei zu drehen – ein wichtiger Vorteil, wenn die Beweglichkeit mit zunehmendem Alter nachlässt. Dadurch kann der Oberkörper weiterhin eine große und für die Weite des Schlags wichtige Schulterrotation aufbauen Je größer der Schwungradius, desto mehr Schlägerkopfgeschwindigkeit lässt sich erzeugen.

Der Kopf dreht sich mit

Eine weitere Besonderheit fällt im Rückschwung auf. Langer dreht den Kopf deutlich weiter mit als viele andere Golfer. Auch das hat einen Grund: Die Bewegung verschafft den Schultern mehr Freiheit, vollständig zu rotieren. Gerade bei eingeschränkter Beweglichkeit kann diese Kopfdrehung helfen, den Rückschwung flüssiger und ohne Verspannungen auszuführen. 

Die Energie im Treffmoment freisetzen

Der dritte Aspekt betrifft den Durchschwung. Langer hält die Handgelenkswinkel nicht künstlich lange fest, sondern gibt den Schläger im Treffbereich vollständig frei. Die Energie wird dadurch genau im richtigen Moment auf den Ball übertragen. Unterstützt wird dieser Effekt durch eine aktive Rotation von Unterarmen und Handgelenken – ein Bewegungsablauf, den auch Padraig Harrington, der gern weit schlägt, regelmäßig als entscheidend für große Schlagweiten beschreibt. Klar ist: Langers Beispiel zeigt, dass es auch mit zunehmendem Alter sinnvoll sein kann, Technik und Setup an die eigenen körperlichen Voraussetzungen anzupassen. 

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