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Das kurze Spiel im Fokus: Die Längenkontrolle beim Pitchen ist ein wichtiger Faktor für gute Scores. | © golfsupport.nl/Jos Linckens

Besser pitchen: So üben Sie Längenkontrolle auf der Range

Das kurze Spiel entscheidet im Golf meistens über Triumph oder Desaster, das ist jedem bekannt, der regelmäßig über den Platz marschiert. Trotzdem werden Chips und Pitches im Training oft vernachlässigt. Vor allem dann, wenn das Pitching-Grün belegt ist, weichen viele Spieler automatisch auf die Driving Range aus, um sich den langen Schlägen zu widmen. Ein Fehler, wie PGA Golf Professional Marcus Bruns im Video (s.u.) erklärt. Gerade auf der Range lassen sich Pitches gezielt und effektiv verbessern – vor allem in einem entscheidenden Punkt: der Längenkontrolle. „Ich stelle immer wieder fest, dass die meisten Leute keine Längenkontrolle haben beim Chippen oder beim Pitchen“, sagt Bruns. Das Problem: Während viele Golfer ihre vollen Schläge gut einschätzen können, fehlt häufig das Gefühl für die Distanzen zwischen 30 und 80 Metern – also in jenem Bereich, in dem besonders viele Schläge anfallen.

Warum Gefühl wichtiger ist als Technik

Im kurzen Spiel geht es auch um Technik, klar, aber ein geschultes Distanzgefühl ist ebenso wichtig. Wer nicht weiß, wie weit der Ball mit einem halben oder Dreiviertel-Schwung tatsächlich fliegt, wird selten konstant nah an die Fahne spielen. Bruns: „Du kannst nicht von deinem Gefühl erwarten, dass es auf dem Platz zu 100 Prozent funktioniert, wenn du es vorher nicht trainiert hast.“ Hier setzt seine Trainingsidee an – eine einfache, aber wirkungsvolle Übung, die sich problemlos auf jeder Range umsetzen lässt.

Schritt für Schritt zur Kontrolle

Die Grundidee ist simpel: Statt wahllos Bälle in Richtung einer Fahne zu schlagen, bauen Sie eine Art „Perlenkette“ auf. Sie beginnen mit einem Schlag, der bewusst kürzer als das Ziel bleibt. Der nächste Ball wird noch kürzer gespielt, dann wieder etwas kürzer – Schlag für Schlag entsteht so eine Reihe abgestufter Distanzen. Der Fokus liegt dabei nicht auf der Richtung, sondern auf der Länge. Entscheidend ist, dass jeder Ball bewusst kürzer als der vorherige gespielt wird. Wichtig: Jeder Schlag wird mit einer klaren Routine vorbereitet, inklusive Probeschwung und bewusster Bewegungswahrnehmung. So entsteht ein Gefühl für unterschiedliche Schwunglängen – und damit für die Kontrolle der Distanz.

Mentale Falle: „Ball hochspielen“

Ein häufiger Denkfehler zeigt sich besonders bei Hindernissen wie Bunkern. Viele Spieler versuchen, den Ball aktiv „hochzuheben“ – mit meist schlechten Ergebnissen. Bruns erklärt: „Der Ball geht von ganz allein in die Luft.“ Der Fokus sollte deshalb auf einem sauberen, gleichmäßigen Schwung liegen. Die Höhe ergibt sich durch den Loft des Schlägers automatisch.

Übertragung auf den Platz

Der große Vorteil dieser Trainingsform: Sie simuliert typische Spielsituationen. Auf dem Platz sind volle Schläge mit dem Wedge eher die Ausnahme. Viel häufiger geht es um kontrollierte Distanzen – und genau diese lassen sich mit der „Perlenketten“-Methode gezielt trainieren. Wer regelmäßig so übt, wird mit der Zeit feststellen, wie sich das eigene Gefühl für Längen verbessert. Erst auf der Driving Range und später auch auf dem Platz.   

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