Bei Tour-Debüt: Geier sensationell Zweite
Fantastisches Tour-Debüt für Lena Geier in Dänemark: Die Amateurin aus dem Junior Team Germany hatte bei der CSK Steel Womens Open bereits eine Hand an der Trophäe, musste sich letztlich jedoch in einem Playoff gegen zwei Konkurrentinnen geschlagen geben. Bei dem Turnier der LET Access Series im Himmerland Resort in Dänemark führte die 17-Jährige das Feld in der Endphase sogar zwischenzeitlich an. Ein Bogey auf der 16, einem Par 3, warf Geier jedoch zurück in die geteilte Führung mit der Schwedin Moa Svedenskiold und der Irin Beth Coulter. Nach Runden von 72, 74 und 75 Schlägen bei anspruchsvollen Bedingungen in Himmerland kam die Niederbayerin mit einem Ergebnis von fünf über Par ins Ziel.
Zwar musste Geier nach einem Bogey am ersten Extra-Loch ihre Titelhoffnungen begraben, dennoch war ihr der geteilte zweite Platz als großartiges Erfolgserlebnis nicht mehr zu nehmen. Diese Top-Vorstellung reiht sich in eine Serie starker Leistungen in den vergangenen Wochen ein. Geier gewann zuletzt die Einzelwertung bei der European Girls Team Championship in Zürich und ließ einen dritten Rang bei der English Girls Open Stroke Play Championship folgen. Hinzu kam der Heimsieg beim Schweinsteiger-Cup in Bad Griesbach. Bei dieser Form ist Geier also derzeit offensichtlich auch ein Titel in Europas zweithöchster Spielklasse zuzutrauen. In Dänemark fehlte nur ein Schlag zu dieser Sensation.
Titel trotz kurioser Strafe
Der Weg zum zweiten LETAS-Titel war für Svedenskiold allerdings ungewöhnlich turbulent. Die 22-Jährige startete mit neun Schlägen Rückstand auf die Führende, Tereza Zapletal Kozeluhova, in die Schlussrunde, spielte mit 69 Schlägen die beste Runde des gesamten Turniers und schaffte dadurch den Sprung ins Playoff. Dort schien nach dem zweiten Extra-Loch die Entscheidung bereits gefallen: Svedenskiold hatte aus dem dichten Rough neben dem Grünbunker das Par gerettet, während Coulter ihren Par-Putt verfehlte. Die Irin hob daraufhin ihren Ball auf und auch die anderen Spielerinnen und ihr Umfeld begannen, Svedenskiold zu gratulieren.
Doch rund zehn Minuten später folgte die überraschende Wende. Die Schwedin erhielt eine Zwei-Schläge-Strafe, da sie im Bunker ihre Standposition regelwidrig verbessert hatte. Dadurch wurde aus ihrem Par ein Doppel-Bogey. Da Coulter ihren Ball ebenfalls bereits aufgenommen hatte, erhielt auch sie eine Strafe von einem Schlag und musste ihren Ball zurücklegen, bevor sie zum Doppel-Bogey einlochte. Das Playoff ging damit weiter. Am dritten Extra-Loch retteten beide ein Bogey, ehe Svedenskiold am vierten Loch die Entscheidung herbeiführte. Trotz eines Drives in den Fairwaybunker blieb sie ruhig, spielte den Ball bis auf rund 20 Meter an die Fahne und lochte nach einem starken Chip zum Par ein. Coulter benötigte einen Schlag mehr.
Für Svedenskiold war es der zweite Sieg auf der LET Access Series – und zugleich der größte Comeback-Sieg der Saison. Erst sieben Wochen zuvor hatte sie bei der Ladies German Challenge powered by VcG ihren ersten Profititel gewonnen. Mit dem Erfolg in Himmerland sicherte sie sich zudem weiteres Selbstvertrauen für ihr bevorstehendes Debüt auf der Ladies European Tour. Dort wird die Schwedin vom 13. bis 15. August bei der VP Bank Swiss Ladies Open erstmals auf der großen Tour antreten.







