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Benno Kirstein jubelt im Kreise der Jungen des BWGV über den Sieg im Jugend-Länderpokal 2025 | © BWGV

Bayern und Baden-Württemberg jubeln über Titel

Bad Saarow – Bei den Jungen wehrte sich die Auswahl Hessens tapfer, musste sich am Ende aber der Übermacht vor allem aus St. Leon-Rot geschlagen geben. Die SLR Academy mit den Talenten, die dort aus allen Ländern zusammenkommen, machte den Unterschied. Entsprechend dankbar war Benno Kirstein als Coach des BWGV allen, die ihren Anteil am 5,5:3,5-Sieg des Ländles haben: „Wir freuen uns sehr. Alle Buben haben sich sehr gefreut. Ich habe mich mit den Jungs gemeinsam gefreut. Alle waren an diesem Sieg beteiligt, sowohl die ganze Truppe, die hier war, als auch die heimatlichen Gefilde, die uns unterstützt haben. Vor allen Dingen natürlich die Trainerschar in den verschiedenen Vereinen. Nicht zu vergessen auch die Clubs, aus denen die Jungs ursprünglich kommen. Durch diese Breite hat es auch einen Erfahrungsschatz gegeben, der sehr wertvoll war und der hier in den sehr knappen Matches vielleicht ein klein wenig den Ausschlag gegeben hat. Alle Spieler kannten den Platz schon, was am Scharmützelsee auf dem Faldo-Platz sicherlich auch von Vorteil ist. Es wurde aber auch sehr gutes Golf gespielt. Im Matchplay-Format gewinnt das sehr gute Golf. Da muss man nicht den einzelnen Schlag nachzählen. Trotz des Sieges haben wir nicht immer nur Freude gehabt. Stress gehört dazu, aber in der Addition hat es für die Jungs gereicht. Das hat mich wahnsinnig gefreut.“


 

Für viele der Youngster kam an den Wettkampftagen noch etwas zusätzlicher Druck auf, weil sicher alle einen guten Eindruck hinterlassen wollten. Immerhin waren mit Pascal Proske und Christoph Herrmann gleich zwei Bundestrainer des Golf Team Germany auf dem Platz, um sich über den Leistungsstand der Jugend zu informieren.


 

Über die Reaktion seiner Jungs war Benno Kirstein sehr dankbar: „Alle sind, wie es sich für künftige Champions gehört, sehr respektvoll mit ihren Gegnern umgegangen. Das hat mich vielleicht sogar noch mehr gefreut, als das eigentliche Ergebnis. Wir haben gutes Golf auf einem tollen Golfplatz gesehen. Bad Saarow begeistert mich immer wieder. Das macht einfach Bock, und wenn die Jungs jubeln, sind sogar so alte Kerle wie ich tatsächlich ein bisschen angefasst – im allerbesten, im guten Sinne.“

 Der Weg

In den Vierern holte der BWGV schon zwei Punkte und ging mit einer Führung in den Finalnachmittag.

Hessen wehrte sich aber tapfer und holte durch einen 5&4-Sieg von Edward Horn gegen Paul Reichenbach den klarsten Punkt. Mehrere Matches wurden geteilt und letztlich war der 2&1-Sieg von David Süntzenich gegen Moritz Küls im letzten Match der würdige Schlusspunkt für die Auswahl aus Baden-Württemberg.

 Kleines Finale


Im Spiel um die Bronzemedaille machten es NRW und Bayern zunächst sehr spannend. Nach den Vierern stand es 1,5:1,5.

Tim Brohl holte im Schnelldurchgang den ersten Einzel-Punkt durch einen 7&5-Sieg gegen Moritz Dietz. Wer weiß, wie das Duell ausgegangen wäre, hätte Leo Wrba für NRW erhöht, aber am Ende hat Sebastian Volk auf dem 18. Grün den Punkt für Bayern verbucht.

Leopold Heß und Henry Liebwein machten für Bayern frühzeitig den Deckel auf ihre Matches, sodass ein halber Punkt aus dem geteilten Match zwischen Lennox Wex und Max Vester ausreichte, um den Gesamtsieg für Bayern zu sichern.

David Hahn, Coach des GV NRW, analysierte die intensive Woche, die für NRW ohne Happy End blieb: „Nachdem wir gestern nach einem sehr spannenden Match gegen den großen Favoriten BWGV am letzten Loch beim letzten Putt ausgeschieden sind, ging es heute gegen Bayern. In den Vierern lagen wir lange vorne, aber am Mittag hatte Bayern ausgeglichen.

In den Einzeln lagen wir in fünf von sechs Matches bis auf die Back Nine hinten, aber die Jungs haben über die Woche eine richtig starke Mentalität und Kampfgeist entwickelt. So wurde es zum Ende noch richtig spannend. Leider reichte es aber dann nicht für Bronze. Insgesamt waren alle Duelle extrem eng und hätten jeweils in beide Richtungen ausgehen können. Einmal hatten wir das Glück auf unserer Seite und zweimal leider nicht. Das Team hat wertvolle Erfahrungen sammeln können und wird auf jeden Fall von dieser Woche langfristig profitieren.“

 Mädchen-Gold für Bayern

Bei den Mädchen hat sich Jugend-Nationalspielerin Laura Schedel im Finale für ihre Mannschaft in die Bresche geschlagen und sowohl im Vierer – gemeinsam mit Anna Weicker – als auch im Einzel einen frühen Punkt gewonnen.

Dennoch lag der BWGV nach den Vierern mit 2:1 in Führung.

In den Einzeln drehte zunächst Bayern das Blatt und lag nach zwei glatten Siegen in Front. Der Rest war dann nichts für schwache Nerven, denn in diesem Duell auf Augenhöhe hätten beide Teams den Sieg verdient gehabt. Am Ende blieb es Lena Geier vom GR Bad Griesbach vorbehalten, mit einem 3&2-Sieg gegen Emma Schulz-Hanßen aus St. Leon-Rot den fehlenden Punkt für Bayern zu gewinnen.

 Hochspannung


 Im Kleinen Finale gewann Berlin/Brandenburg zwei Vierer und ging dadurch mit einer Führung in die Einzel des Nachmittags.

Lilly Speer hatte es im ersten Match eilig und glich mit 8&7 für NRW aus.

Amelie Schmelcher hatte auf dem 18. Grün das bessere Ende in ihrem Duell gegen Sophia Vetter für sich. Das Match, das danach gestartet war, ging dagegen mit 3&1 an Finja Kluge, sodass das Team aus der Bundeshauptstadt weiter auf Augenhöhe mit NRW agierte.

Den entscheidenden Punkt für Berlin/Brandenburg holte Camille Peltier, die mit 4&3 gegen Julia Swoboda die Oberhand behielt.

Damit stand fest, dass nicht nur die Jungen aus NRW auf dem Faldo Course, sondern auch die Mädchen aus dem größten Landesverband auf dem Palmer Course von Bad Saarow ohne Edelmetall die Heimreise antreten mussten.

Alexandra Schleining, Landestrainerin von NRW, war entsprechend nicht wirklich glücklich: „Im Zählspiel war Berlin noch deutlich hinter uns gewesen. Dementsprechend wollten wir dominant auftreten und es deutlich runterspielen. Wir haben am Finaltag aber nicht gut genug gespielt. Wir hatten mehrere Chancen, die Matches zu gewinnen. Berlin ist über sich hinausgewachsen und hatte dann natürlich auch das Momentum und Glück auf seiner Seite. Alles in allem ist man natürlich mit Platz vier nie zufrieden, es ist ein undankbarer Platz.“


 

Ergebnisse Mädchen >>>


 

Ergebnisse Jungen >>>

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