Albers: „Hatte ein sehr gutes Jahr“
Für Anton Albers war die Saison 2025 auf der HotelPlanner Tour ein Jahr des Durchbruchs, auch wenn er sein großes Ziel am Ende knapp verfehlte. „Grundsätzlich habe ich sehr positive Gefühle. Ich hatte ein sehr gutes Jahr“, bilanziert der National-Team-Germany-Spieler im Gespräch mit Golf.de. „Einzig der Verlauf der letzten beiden Turniere, also des Grand Finals und der Q-School, hinterlässt einen sauren Nachgeschmack. Ich hätte die Saison gerne mit der DP-World-Tourkarte gekrönt.“
Sportlich war es dennoch ein starkes Jahr: In 19 Turnieren schaffte Albers 13 Mal den Cut, erzielte vier Top-Ten-Platzierungen und beendete die Saison auf Rang 25 der Order of Merit. Sein bestes Ergebnis war der zweite Platz bei der Rosa Challenge Tour in Polen. Beim Grand Final auf Mallorca belegte der Hamburger Rang T27. In der Final Stage der Q-School verpasste er den Cut und damit die letzte Chance auf den direkten Aufstieg.
Von „auf Abruf“ zu voller Planungssicherheit
Albers ist besonders zufrieden mit dem Weg, den er in dieser Saison eingeschlagen hat. „Ich bin mit eingeschränktem Status in die Saison gegangen. Ich konnte nur bedingt planen, musste aber immer abrufbereit sein und wusste nicht genau, wie viele Turniere ich spielen kann“, erklärt er. „Dass ich daraus so viel machen konnte, damit bin ich sehr zufrieden.“ Für die kommende Spielzeit ist er nun deutlich besser aufgestellt: Er hat volle Planungssicherheit und eine klare Struktur.
Ein Schlüssel wird für ihn die langfristige Planung sein: „Ich kann mich bereits im Dezember hinsetzen, meinen Turnierkalender vollständig erstellen, Pausen gezielt einplanen und hoffentlich mein Potenzial über die ganze Saison besser nutzen.“
Highlights: Polen – und Mallorca
Für Albers stechen zwei Turniere heraus. Emotional war das Grand Final auf Mallorca sein persönliches Highlight: „Atmosphärisch gesehen war das ein echt cooles Event. Ich hatte viel Unterstützung – vom DGV war Ulrich Eckhardt dabei, außerdem ein Physiotherapeut, meine Familie und viele Freunde.“ Sportlich ragte der zweite Platz in Polen heraus – der Beweis, dass er auf diesem Niveau um den Sieg mitspielen kann.
„Zu jeder Zeit bereit sein“
Albers beschreibt, was er aus der Saison gelernt hat, vor allem mental: „In diesem Sport muss man immer bereit sein. Selbst wenn man sich nicht zu 100 Prozent fit fühlt, muss man jede Chance nutzen. Weil ich teilweise spät ins Feld gerutscht bin, war es ein Prozess, ständig bereit und dankbar zu sein.“ Geduld sei auf dieser Tour ein entscheidender Faktor, ebenso wie das Wohlfühlen abseits des Platzes, so Albers.
Materialcheck 2025
Lieblingsschläger: „Am liebsten spiele ich mit dem Driver – grundsätzlich bin ich aber mit allen Schlägern sehr zufrieden.“
Problemzone: „In den zwei Wochen beim Grand Final und bei der Q-School hat mich der Putter im Stich gelassen. Über die ganze Saison hinweg war das allerdings kein Thema.“
Wie geht es weiter?
Nach der Q-School gönnte sich Albers zunächst eine kurze Pause und hoffte vergeblich auf Starts in Australien über seine kleine Kategorie auf der DP World Tour. „Jetzt bin ich in Deutschland und schaue, ob ich eventuell noch in das Turnier in Mauritius vor Weihnachten hineinkomme.“
Ab Januar richtet sich der Fokus dann wieder voll auf Golf: „Ich bereite mich in wärmerem Klima intensiver vor. Mitte Januar geht es nach Südafrika, wo die ersten Turniere der HotelPlanner Tour anstehen.“ Auch wenn der Sprung auf die DP World Tour 2025 noch nicht gelungen ist, steht fest: Anton Albers hat sich stabil in der zweiten europäischen Liga etabliert und wird im neuen Jahr einen weiteren Angriff starten.








